Bamberg
Gartentipps

Gemüsegarten auf dem Balkon: Frische Kräuter und Salate aus dem Pflanzkasten

Kein Gemüse ist so frisch wie das aus dem eigenen Garten. Doch wie kann man auch auf kleiner Fläche abwechslungsreiche Beete anlegen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie auf Ihrem Balkon, einen kleinen Gemüsegarten anlegen und wovon Sie besser die Finger lassen sollten.
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Rucola, Schnittlauch, Pflücksalat und Petersilie - der perfekte Mix für Ihren Balkon. Foto: inFranken.de
Rucola, Schnittlauch, Pflücksalat und Petersilie - der perfekte Mix für Ihren Balkon. Foto: inFranken.de
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Salat, Kohlrabi, Radieschen - Gemüse schmeckt doch am besten, wenn es frisch aus dem eigenen Garten kommt. Doch nicht jeder hat Platz für große Beete. Mit diesen Tipps fahren Sie auch aus dem Balkonkasten eine große Ernte ein.

Welches Gemüse kann ich im Balkonkasten anbauen?

Grundsätzlich sind Ihnen hierbei kaum Grenzen gesetzt. Jedoch ist der Anbau aus Platzgründen des Balkons meist eingeschränkt. Und auch ein Standard-Balkonkasten hat nur eine Tiefe von etwa 15 Zentimetern. Tiefwurzelndes Gemüse wie Grünkohl, Wirsing und Kraut sind daher ungeeignet. Auch deren benötigter Abstand kann beim Pflanzen auf dem Balkon häufig nicht eingehalten werden.

Bei Kartoffeln sieht es ähnlich aus. Diese können zwar auch in tiefen Töpfen oder Eimern aufgezogen werden, jedoch vergehen vom Anbau bis zur Ernte etwa drei Monate. Daher steht der Aufwand hierbei nur selten im Verhältnis zum Ertrag.

Hervorragend geeignet sind Salat, Kohlrabi, Radieschen und Küchenkräuter. Fortlaufend ernten können Sie beispielsweise Rucola, Petersilie, Schnittlauch und Basilikum. Bei Pflücksalat kann zwei- bis dreimal geerntet werden, bevor das Salatherz komplett entfernt und nachgepflanzt werden sollte.

Auch speziell für den Topfanbau gezüchtetes Balkon-Gemüse wie Snack-Paprika, Balkon-Tomaten oder Mini-Gurken fühlen sich bei begrenztem Platz wohl.

Gemüse aus dem heimischen Garten

Was muss ich beim Anbau auf dem Balkon beachten?

Erde: Die Grundlage für einen ertragreichen Gemüseanbau ist die Erde. Bei begrenztem Platz in Gefäßen ist diese besonders von Bedeutung, weshalb von Billigprodukten abzusehen ist. Besser: Vorgedüngte, basische Gärtnererde verwenden. Wer keinen Platz für das Hantieren mit der Erde hat, kann sich auch direkt im Fachhandel einen Balkonkasten zusammenstellen lassen.

Standort: Die Pflanzen mögen Sonne bis Halbschatten. Ein Balkon mit Südseite ist daher bestens geeignet.

Düngen und Gießen: Regelmäßiges Düngen und Gießen ist wichtig, es sollte jedoch nicht übertrieben werden. Damit Ihr Gemüse nicht ertränkt wird, sollten in jedem Fall Löcher im Kastenboden vorhanden sein. Wem tägliches Gießen zu aufwendig ist, sollte Wasserspeicherkästen verwenden.

Blumenkasten mit Wasserspeicher

 

Schädlinge: Nur wenige typische Salatfresser finden den Weg auf den Balkon, sodass das Gemüse eher verschont bleibt als im Garten. Gegen Schnecken können biologische Schneckenkörner verwendet werden. Einfaches Absammeln in den späten Abendstunden ist eine schneckenfreundlichere Alternative.

Der Garten-Experte Georg Neubauer rät: "Statt Salat oder Kohlrabi selbst anzusäen, greifen Sie besser zu Setzlingen. Dadurch entfällt die Zeit für die Aussaat und die Ertragsgarantie ist wesentlich höher. Bei 15 bis 20 Cent pro Setzling lohnt sich der Kauf der vorgezogenen Pflanzen. Zudem ist die ist die Nutzpflanze bereits wesentlich größer als mögliches Unkraut, wodurch sich auch die Pflege erleichtert."

Hochbeet anlegen und Gemüse pflanzen

Georg Neubauer von der Gärtnerei Neubauer in der heute zwei Generationen Hand in Hand arbeiten: Zusammen mit Tochter Julia, Gärtnermeisterin in der Fachrichtung Gemüsebau und Sohn Georg, der im Jahr 2012 seine Lehre zum Gärtner Fachrichtung Gemüsebau abgeschlossen hat, produzieren Heinrich und Anna Neubauer frisches Gemüse mitten in Bamberg.

 

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