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Bamberg
Tipps & Tricks im Garten

Der Frühling auf dem Balkon: Ein bisschen Geduld und Sonnenschein

Der erste Sonnenschein verlockt viele Hobbygärtner dazu den Balkon neu zu bepflanzen . Doch kann es im Februar nachts noch ganz schön kalt werden. Sabine Gründler von der Gärtnerei Böhmerwiese gibt Tipps, wie man es sich jetzt trotzdem schon frühlingshaft auf dem Balkon macht.
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Sabine Gründler präsentiert eine ihrer kreativen Osterkreationen mit Blumenzwiebeln, Wachteleiern und Moosen. Bild: Redaktion
Sabine Gründler präsentiert eine ihrer kreativen Osterkreationen mit Blumenzwiebeln, Wachteleiern und Moosen. Bild: Redaktion
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Damit es auf dem Balkon im Frühling wieder richtig mit der Bepflanzung losgehen kann, ist es ratsam sich noch etwas in Geduld zu üben. Zwar sind die wärmeren Tage und der Sonnenschein der letzten Wochen für viele Hobbygärtner verlockend, das neue Gartenjahr einzuläuten, allerdings wird dabei oft nicht an die kalten Nächte gedacht. Sabine Gründler führt in Bamberg die Gärtnerei Böhmerwiese und rät, mit der Balkonbepflanzung noch bis mindestens Mitte März zu warten. Und auch dann, das Wetter und die Temperaturen im Auge zu behalten, damit -falls nötig- Pflanzen in sehr kalten, frostigen Nächten geschützt werden können.

Körbe und Töpfe bepflanzen

Anstatt direkt mit der Bepflanzung der Balkonkästen zu beginnen, schlägt Sabine Gründler eine Bepflanzung von Körben, Töpfen und dekorativen Jardinieren vor. Diese lassen sich gut auf dem Balkon oder der Terrasse platzieren und können bei zu kalten Temperaturen einfach hereingeholt werden.

Bestes geeignet für eine frühe Balkondeko sind Blumenzwiebeln wie Narzissen, Hyazinthen, Milchstern oder Tulpen. Aber auch die eigentlich winterliche Christrose macht sich im Frühling richtig gut. Die Körbchen können zudem mit verschiedenen Küchenkräutern, wie Salbei, Currykraut oder Lavendel gemischt werden. Diese kann man nach dem Abblühen der restlichen Blumen sehr gut weiterverwenden.

Aber Vorsicht: Sabine Gründler rät mit Primeln, Bellis, Ranunkeln und Anemonen noch zu warten, und sie erst ab frühestens Mitte März nach draußen zu pflanzen. Eine Bepflanzung sollte man zudem stets wetterabhängig machen. Bei zu niedrigen Temperaturen, vor allem nachts, ist es besser noch etwas geduldig zu sein und auf mehr Sonnenschein zu warten.

Akzente mit afrikanischen Schoten

Sabine Gründler verwendet für die Akzentsetzung ihrer bepflanzten Töpfer gerne breite Filzbänder in zarten Pastellfarben und farblich passende afrikanische Schoten, die sie mit einer Schur um den Topf befestigt.

Aber auch größere grüne Blätter, Hölzer oder Federn können um die Töpfe gebunden werden. Hier gilt wie immer: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Osterdeko auf einem Holzstamm

Auch das Thema Ostern spielt bei Sabine Gründlers Frühlingsbepflanzungen natürlich eine Rolle. "Ich lasse mich gerne von der Natur inspirieren und habe deshalb diesen Holzstamm bepflanzt. Die Basis bilden Moose und trockene Gräser aus dem Herbst, dazu kommen Blumenzwiebeln, Drehweide, Heidelbeergrün und Birke. Den Akzent setzte ich mich Federn und Wachteleiern" erklärt die Fachfrau für Floristik.

Sabine Gründlers Profitipp: Beim nächsten Spaziergang in der Natur einfach mal die Augen offen halten. Man findet eigentlich immer Elemente aus der Naur, die man in seine Bepflanzungen integrieren kann.

Vorsicht ist jedoch bei Heidelbeergrün geboten, dieses steht unter Naturschutz und sollte lieber bei einem lokalen Blumenladen besorgt werden.

Sabine Gründler, Mitinhaberin der Gärtnerei Böhmerwiese ist Floristin und Gärtnerin aus Leidenschaft. Schwerpunkte der Gärtnerei sind die Floristik für alle Fälle, insbesondere Veranstaltungsfloristik und Grabgestaltung und Grabpflege, sowie Gartengestaltung und deren ganzjährige Pflege.

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