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Tipps und Tricks

Balkon dekorieren: Fünf kreative und günstige DIY-Gestaltungstipps

Wer seinen Balkon neu gestalten möchte, braucht nicht unbedingt teure Loungemöbel. Schon mit ein paar kreativen Ideen kann der Balkon auch mit wenig Geld zum Wohnzimmer im Freien werden. Wir haben fünf Tipps für Sie zusammengestellt.
 
Balkonpflanze
Wer seinen Balkon dekorieren möchte, muss dafür nicht unbedingt tief in den Geldbeutel greifen. Foto: manfredrichter / Pixabay

Im Frühling gibt es auf dem Balkon wieder viel zu tun. Gerade während der Corona-Pandemie ohnehin viel Zeit zu Hause verbracht wird, lässt sich der Balkon toll gestalten. 

Richtig entspannen und genießen lässt es sich auf dem Balkon allerdings  nur mit der entsprechenden Gestaltung und Einrichtung. Leider kann so eine Balkongestaltung auch schnell ins Geld gehen. Zum Glück lässt es sich nicht nur mit extravaganten Lounge-Möbeln, großen Palmen oder teuren Dekoartikeln schön machen. Wer ein bisschen handwerklich begabt ist, kann sich mit unseren Kreativ-Ideen schnell und einfach eine Wohlfühloase im Freien zaubern. 

Tipp 1: selbstgemachte Balkonmöbel 

Balkonmöbel müssen nicht zwangsläufig aus Polyrattan oder Aluminium bestehen. Man kann sich auch schöne Lounge Möbel selber machen - zum Beispiel aus Europaletten. Sie liegen total im Trend und können nach Lust und Laune gestaltet werden.

Kissenbezüge für Ihre Palettenmöbel

Ein Paletten-Sessel im "Hippiestyle" mit Fransenband? Oder in vielen bunten Farben für die Kids? Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt! Mit wenigen günstigen Materialien lassen sich so ganz besondere Möbel herstellen. 

Bezüge für die Möbel gibt es entweder günstig im Internet, oder man näht sie sich aus Schaumstoff und etwas Stoff selbst. Alles rund um das Thema Palettenmöbel finden Sie hier.

Tipp 2: Kein Platz für Möbel? Sitzsack und Bodenkissen!

Palettenmöbel sind toll, wenn ausreichend Platz auf dem Balkon ist. Ist der Balkon aber eher klein und schmal, hilft die günstige Version aus Paletten wenig. Doch auch auf einem kleinen Balkon kann man es sich mit einfachen Mitteln sehr gemütlich machen. So kann man sich zum Beispiel gemütliche Sitzsäcke oder Bodenkissen nähen. Dafür wird nur eine Nähmaschine, Stoff, Karton und Verpackungschips aus Styropor benötigt.

XL Duschvorhang für Ihren DIY-Sitzsack

Sollen die Sitzkissen bei jedem Wetter auf dem Balkon sein, eignet sich ein Duschvorhang hervorragend als Stoff. Alternativ kann man auch ein altes Bettlaken oder verschiedene Stoffreste verwenden, diese sind allerdings nicht so beständig gegen Wind und Wetter. Für die Füllung der Kissen verwendet man Verpackungschips aus Styropor. Diese kann man auf Nachfrage bei vielen Wertstoffsammelstellen bekommen und sie somit weiterverwenden. 

So geht's: 

  • 3 Schablonen aus Pappkarton für den Stoff vorbereiten:
    • 1 x für den Boden Maße: Sechseck 90cm Durchmesser, 45cm Kantenlänge
    • 1 x für die Sitzfläche Maße: Sechseck 60cm Durchmesser, 30cm Kantenlänge
    • 1x für die sechs Seitenteile des Bezugs Maße: Streifen 95cm lang, die Enden 32 und 47cm breit
  • Schablonen auf den Stoff übertragen und zuschneiden. (Achtung: Streifen für das Seitenteil wird sechsmal benötigt) 
  • Stoffstücke auf Links zu einem Schlauch zusammennähen, dann Boden und Sitzfläche ebenfalls auf Links feststecken und annähen. Wichtig: Beim letzten  Stück eine Lücke lassen, um den Bezug umzustülpen und zu befüllen
  • Sitzsack mit den Styroporchips befüllen. Dafür kann eine Schüssel oder ein größerer Trichter hilfreich sein. Wichtig: Den Sitzsack nicht zu straff befüllen, damit man es auch gemütlich hat. Anschließend das Befüllloch ebenfalls zunähen.

Tipp 3: Minigartenteich

Den Sommer am Wasser genießen - das wäre schön! Doch leider heißt es erstmal zu Hause bleiben. Deshalb lohnt sich ein Minigartenteich für den Balkon. Ein großer Kübel oder eine Wanne, Kies und Steine ein paar Teichtöpfe und Wasserpflanzen machen den Balkon zu einer richtigen Oase.

Zinkwanne als Minigartenteich

So geht's: 

  • Den Kübel am Boden mit einer Schicht Kies befüllen und dann eine schicht Steine darüber. Besonders schön wirken weiße oder farbige Steine.
  • Nun auch die Teichtöpfe mit Steinen befüllen und die Teichpflanzen einsetzen. Um die Teichpflanzen zu fixieren, nochmal eine Schicht mit Steinen auffüllen. 
  • Die Teichpflanzen im Kübel verteilen und diesen dann mit Wasser befüllen.
  • Das besondere extra verleiht man dem Minigartenteich noch mit ein paar Schwimmkerzen. Das ist vor allem abends richtig gemütlich!

Tipp 4: Upcycling

Auch Blumentöpfe können schnell ins Geld gehen. Dabei kann man auch hier ganz einfach bereits vorhande Materialien upcyclen. So lassen sich Blumentöpfe auch aus Konservendosen, Gieß- und Teekannen, Schüsseln und Tassen, Schuhen oder Gummistiefeln, Backformen, Plastikflaschen, Saftkartons oder Autoreifen basteln.

Wasserfeste Farben zum Gestalten der Töpfe

Überlegen Sie mal welche Materialien Sie bereits zu Hause haben um einen Blumentopf zu schaffen. Auch hier sind der Kreativität wieder keine Grenzen gesetzt und man kann sich mit Farbe und Kleber richtig austoben.

Heißklebepistole zur Beklebung der Töpfe

Ideal auch als Beschäftigung für die Kinder. 

Tipp 5: Windlicht aus Weinflaschen und Einmachgläsern

Jetzt wird's romantisch! Denn so richtig gemütlich wird ein Abend auf dem Balkon erst mit der richtigen Beleuchtung. Und auch hier lässt sich jede Menge Geld sparen. So kann man zum Beispiel ganz einfach Windlichter aus Einmachgläsern basteln.

Transparenter Kleber für die Serviettentechnik

Besonders schön wird es, wenn die Windlichter verschiedene Größen haben. Also bevor es das nächste Mal zum Altglascontainer geht, einfach mal schauen aus welchen Gläsern sich vielleicht ein Windlicht machen lässt. Auch hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen, die Gläser bemalen oder mit Blüten oder Muscheln bekleben, mit Bändern umwickeln oder sie mit der Serviettentechnik verschönern. 

Glasschneider für Ihr nächstes DIY-Glasprojekt

 Auch alte Weinflaschen können ganz einfach in Szene gesetzt werden. Dafür benötigt man einen Glasschneider, den es schon für wenige Euro zu kaufen gibt. Bevor man mit dem Windlicht-DIY beginnt entfernt man die Etiketten auf der Flasche. Am besten funktioniert das, wenn die Flaschen etwa eine Stunde in kaltes Wasser gelegt, werden.  Die Etiketten lösen sich dann fast von allein ab. 

So geht's:

  • Die Weinflasche am Schneiderädchen des Glasschneiders ansetzen und ohne abzusetzen, mit leichtem Druck einmal rundherum drehen.
  • Die eingeritzte Flasche in die Spüle legen und dann abwechselnd heißes und kaltes Wasser über die Ritze gießen. Nach einigen Wiederholungen bricht die Flasche mit einem Knacken sauber in zwei Teile.
  • Die Kanten der Flaschenteile abschleifen, damit man sich nicht schneidet.
  • Dann entweder eine Spirale aus festem Draht für das Innere der Flasche drehen, und ein Teelicht einsetzen, oder den oberen Teil der Flasche auf ein Stück Holz stellen und darunter das Teelicht setzen. Den unteren Teil der Flasche kann man umgedreht ebenfalls als Teelichthalter nutzen, in dem man das Teelicht auf dem Flaschenboden setzt
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