Lichtenfels
Bärlauch

Bärlauch wirkt entschlackend und bringt den Organismus auf Trab

Jetzt fängt der Bärlauch wieder an zu sprießen: Das entschlackende Kraut bringt den Organismus auf Trab und kann auch leicht selbst angebaut werden.
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Die Blätter des Bärlauchs dürfen auf keinen Fall mit denen des giftigen Maiglöckchens verwechselt werden.Foto: Jupp Schröder
Die Blätter des Bärlauchs dürfen auf keinen Fall mit denen des giftigen Maiglöckchens verwechselt werden.Foto: Jupp Schröder
Jetzt sprießt der Bärlauch mit Gewalt aus dem Boden. Er kommt in lichten und feuchten Laubwäldern vor. Die zarten Blätter schmecken als Salat und als Pesto, in Suppen und Soßen. Die Verwendung von Bärlauch ist das Geheimnis mancher Köche, die für ihre Speisen berühmt sind. Schon ein Blatt, klein geschnittenen dem Salat zugegeben, gibt einen besonders pikanten und wilden Geschmack. Der Bärlauch ist die Urform des Knoblauchs, der im Garten wächst. Deshalb bezeichnet ihn auch der Volksmund als wilden Knoblauch.



Bärlauch auf keinen Fall mit den giftigen Maiglöckchen verwechseln

Die Kräuter nutzen jetzt die Helligkeit in den Laubwäldern, da sich noch keine Blätter an den Zweigen in den Baumkronen entwickelt haben. Später im Mai, wenn ein geschlossenes Blätterdach vorhanden ist, kommt nur noch 30% des Sonnenlichtes bis zum Boden. Dann ziehen die Pflanzen auf dem Boden ihr Kraut ein, um dann im nächsten Jahr aus den unterirdischen Teilen, den Zwiebeln, neu sprießen zu können. Auch andere Pflanzen wie der Aaronstab und Maiglöckchen nutzen das Licht aus. Diese sind aber giftig und sollten nicht mit dem Bärlauch verwechselt werden. Wenn Blätter von Maiglöckchen verzehrt werden, kann man sogar daran sterben. Deshalb muss man schon genau hinschauen und die Pflanzen unterscheiden lernen.


Bärlauch bringt den Organismus wieder auf Trab

Das Kraut vom Bärlauch wirkt blutreinigend. Dies wussten schon die Bären, wenn sie nach einem langen Winterschlaf erwachten. Sie fraßen dann tagelang von den Blättern. Das wirkte dann wie eine richtige Entschlackungskur. Das machte die Bären wieder richtig fit. Daher kommt auch vermutlich der Name Bärlauch. Das Kraut ist so gesund, dass es sogar den Wert des Knoblauches aus dem Garten übersteigt. Auch für die Menschen wäre eine Frühjahrskur mit Bärlauch angesagt. Sie bringt den geschwächten und frühjahrsmüden Organismus wieder ganz schön auf Trab.
Die Blätter sind aber nur bis zur Blüte genießbar. Man sollte beim Sammeln immer zwei bis drei Blätter in von der Rosette stehen lassen, um die schöne weiße Blüte zu schützen. Später werden dann die Samenkörner von Ameisen weiter getragen. Diese sichern dann die Vermehrung.


So baut man selbst Bärlauch an

Der Bärlauch kann auch im Garten unter Bäumen und Sträuchern wachsen, wenn man ihn in Ruhe lässt und nicht die schützende Laubdecke entfernt. Am besten beginnt man mit der eigenen Anzucht mit ein paar Töpfchen Bärlauch, die jetzt angeboten werden. Außerdem ist es möglich, Setzlinge beim Nachbarn oder bei Bekannten auszugraben und sie an einer halbschattigen Stelle wie unter Ziersträucher oder Laubbäume einzugraben. Im Sommer ziehen die Blätter ganz ein. Dann lassen sich auch die kleinen, spindelförmigen Zwiebeln verpflanzen.
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