Lichtenfels
Gartentipps

Auf die Dürre folgt der Regen: Was passiert in den Gärten?

Während die meisten Menschen wohl gut auf Regenjacke und Schirm im Juli verzichten könnten, entfaltet der heimische Garten dank des feuchten Wetters seine ganze Pracht. Jupp Schröder erläutert die Folgen des Wetters und warnt vor bitteren Kürbisfrüchten:
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Für Blumen, Büsche und Rasen kommt der sonst so ungeliebte Regen ganz recht. Symbolbild: pixabay.com
Für Blumen, Büsche und Rasen kommt der sonst so ungeliebte Regen ganz recht. Symbolbild: pixabay.com


Der Regen färbte Rasen und Blätter wieder grün

Der unerwartete Landregen am Wochenende hat der Natur in unserer Region unheimlich gut getan. Gehölze und Gemüsepflanzen leben jetzt richtig auf. Der Hobbygärtner braucht einige Zeit nicht mehr ständig mit der Gießkanne herum zu laufen, um seine Pflanzen vor dem Vertrocknen zu retten. Man konnte nach dem Regen fast zuschauen, wie der Rasen und z. B. die Blätter von Johannisbeersträuchern wieder eine bessere Grünfärbung bekamen. Auch der wüstenartige unangenehme Hitzegeruch verwandelte sich zunehmend nach dem Regen in erfrischenden Waldduft, der zu einem tiefen Durchatmen anregte.


Die Natur beeilt sich

Im phänologischen Naturkalender beginnt der Spätsommer mit der Reife der frühen Apfelsorten und der Ebereschenfrüchte. Dies ist aber in unserer Region schon geschehen. Wenn jetzt bald noch die Holunderbeeren richtig schwarz werden, steht schon der Frühherbst an. Heuer scheint sich die Natur besonders zu beeilen.

Die Hitze und Trockenheitließ heuer sehr viele Gurken und Zucchini bitter werden. Deshalb sollte man zurzeit diese Früchte vor der Verarbeitung abschmecken. Eigentlich ist der Bitterstoff Cucurbitacin aus den Kürbisgewächsen herausgezüchtet worden. Durch eigene Saatgewinnung jedes Jahr kommt es oft zu Rückmutationen so wie Einkreuzungen. Eigentlich weiß man das und trotzdem denken viele Hobbygärtner nicht weiter darüber nach. Wie heißt es so schön: Aus Fehlern wird man schlau.


Achtung: Keine bitteren Kürbisfrüchte verzehren

Manches Mal sollte man seinen Teller nicht brav leer essen, zumindest wenn es scheußlich bitter schmeckt. Der Todesfall eines älteren Herrn, der nach dem Genuss vom bitteren Zucchinigemüsestarb, löste vor 3 Jahren in Deutschland Panik aus. Die Frau des verstorbenen war da schlauer und unterbrach die Mahlzeit. Vorher hatte sie noch ihren uneinsichtigen Gatten vor dem weiteren Genuss der bitteren Speise gewarnt. Nur wenn eine Kürbisfrucht wie Zucchini oder Gurke bitter schmeckt, sollte man sie nicht mehr essen. Bittere Früchte gab es schon immer. Sie wurden einfach weggeworfen.


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