Lichtenfels
Gartentipps

Anhäufeln, Hacken und Aussäen: Diese Gartenarbeit steht im Juni an

Welches Gemüse kann ich jetzt ansäen? Und für was eignen sich Säulenobstbäume? Unser Gartenexperte Jupp Schröder gibt Tipps für den Juni.
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Säulenobstbäume werden immer beliebter. Schon im zweiten Jahr blühen die kurzen Fruchtspieße am Stamm und tragen bald darauf die ersten Früchte.  Foto: Jupp Schröder
Säulenobstbäume werden immer beliebter. Schon im zweiten Jahr blühen die kurzen Fruchtspieße am Stamm und tragen bald darauf die ersten Früchte. Foto: Jupp Schröder
Bei den Jungpflanzen von Bohnen und Erbsen kann zur Stabilisierung immer noch der Boden hochgezogen werden. Lauch ist mehrfach und höher anzuhäufeln, um lange und schön gebleichte Schäfte zu erzielen. Ein laufendes oberflächiges Hacken in den Gemüsekulturen ist die beste, schnellste bequemste Unkrautbekämpfung. Sobald der Boden wieder leicht angetrocknet ist, gilt es, auflaufenden und nicht erwünschten Wildkräutern einen Dämpfer zu geben.


Aussaat im Gemüsegarten

Für eine Aussaat im Gemüsegarten bis Mitte Juni eignen sich noch Buschbohnen, späte Möhren, Rote Beete, Knollenfenchel, Blumenkohl, Brokkoli, Rettiche und Grünkohl. Man soll auch daran denken, einen Platz für Endivien, späte Kohlrabisorten und Winterlauch auf dem Saatbeet frei zu halten. Hier ist der Aussaattermin erst im Juli. Vor allem sollte man aber nicht den richtigen Zeitpunkt für die wichtigen Wintersalate Radicchio und Zuckerhut in der Mitte des Monats verpassen.

Ein Hochgeschwindigkeitsgemüse im Garten ist der Rukola. Schon nach wenigen Wochen kann geerntet werden. Somit ist der Rukola der ideale Lückenfüller im Gemüsebeet. Er wird immer mehr als besonders gesunder, moderner und begehrter Salat geschätzt.


Säulenobstbäume

Säulenobstbäume werden immer beliebter. Schon im zweiten Jahr blühen die kurzen Fruchtspieße am Stamm und tragen bald darauf die ersten Früchte. Die schlanken Säulenäpfel brauchen in der Regel keinen Schnitt. Bei Säulenbirnen und -kirschen erscheinen im Sommer aber öfter längere Seitentriebe. Diese sollten beim Sommerschnitt bis auf etwa 10 Zentimeter gekürzt werden.

Steile Konkurrenztriebe, die sich an der Spitze entwickeln können, werden ganz entfernt. Ein Schnitt im ausgehenden Winter ist nicht ratsam, da dieser einen starken Neuaustrieb verursacht. Der Sommerschnitt bremst das Wachstum. Die meisten Sorten sollten eher früh geerntet werden, da sie bei voller Reife schnell weich werden.


Gehölze vermehren

Fast alle Gehölze können jetzt sicher durch Absender vermehrt werden. Besonders leicht wurzeln zum Beispiel der im Winter blühende Jasmin, Clematis, Blauregen oder auch Johannisbeeren an. Die noch relativ jungen weichen Triebe der Mutterpflanze werden bis zum Boden hinunter gebogen. Vorher sollte man alle Laubblätter, die in der Mitte der Rute sprießen, entfernen. Der Trieb wird etwa 20 Zentimeter hinter seiner Spitze mit einem Haken oder einem Stein in einer Bodenmulde befestigt.

Darüber häufelt man dann Erde. Die Triebspitze wird vorsichtig etwas aufwärts gebogen. Ein Anritzen oder Einschneiden der Rinde im unteren Bereich des Erdkontaktes sorgt für eine schnellere Bewurzelung. Manche Sträucher bilden gleich im Sommer Wurzeln, andere, wie die Zaubernuss brauchen dazu zwei bis drei Jahre.


Dekorativer Palmkohl

Der Palmkohl, der auch italienischer Kohl genannt wird, ist eine sehr dekorative Gemüsepflanze. Er wird daher auch oft zusammen mit Blumen gepflanzt. Die Blätter werden etwa 60 bis 80 cm lang und sind palmartig aufgerollt. Die Ernte führt immer von unten nach oben. Die oberste Rosette bleibt dabei stehen und wächst dann immer weiter in die Höhe. Palmkohl ist im Geschmack milder als der Grünkohl. Es sollte immer beachtet werden, dass die älteren Blätter viel mehr Nitrat gespeichert haben als die jüngeren.


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