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Altersarmut

Sorgenfrei im Alter: So viel sollten Sie bis zur Rente gespart haben

Wer im Alter keine finanziellen Sorgen haben möchte, sollte sich frühzeitig ein finanzielles Polster zulegen. Ansonsten sind massive Einschränkungen im Rentenalter unumgänglich. Hier erfahren Sie, wie viel Geld Sie mit 30, 40 und 50 Jahren gespart haben sollten.
 
Rente Geld Sparen
Wer auch im Alter seinen Lebensstandard halten möchte, der sollte früh anfangen zu sparen. Symbolbild: ChristianDubovan/unsplash.com

In jungen Jahren möglichst viel schaffen, um später mal ausreichend angespart und ausgesorgt zu haben: Das Thema Rente ist und bleibt wichtiger Bestandteil im Leben eines jeden Arbeitnehmers.

Doch um den eigenen Lebensstandard auch im Ruhestand weiterhin aufrecht zu halten, reicht die Altersvorsoge oftmals nicht aus. Deshalb sollten Sie schon während Ihres Berufslebens anfangen Geld anzusparen. Dabei gilt: je früher, desto besser. inFranken.de zeigt Ihnen, wie viel Geld der deutsche Durchschnittsbürger, je nach Altersklasse, bereits angespart haben sollte.

Genügend Geld im Alter: So viel Geld sollten Sie vor der Rente ansparen

Welchen Betrag Sie bereits angespart haben sollten, ist je nach Altersklasse unterschiedlich.

Natürlich muss vorneweg genommen werden, dass die Rechnungen auf den jeweiligen Durchschnittsgehältern der Altersschicht basieren und davon ausgegangen wird, dass grundsätzlich zehn Prozent des Monatseinkommens als Sparanlage auf das Bankkonto wandern.

Außerdem wird von einem Renteneintritt mit 67 Jahren ausgegangen und einer Rentendauer von 15 Jahren.

So viel Geld sollten Sie bis zum 30. Lebensjahr angespart haben

Im Alter von 30 Jahren verdient ein Deutscher im Durchschnitt 45.213 Euro brutto pro Jahr.  Daraus ergibt sich ein Nettogehalt von 2319 Euro pro Monat. Bein Renteneintritt im Alter von 67 Jahre ergibt sich daraus eine Ausschüttung von monatlich etwa 1400 Euro. Wie Sie Ihre monatliche Rente ausrechnen können, erfahren Sie hier.

Um seinen heutigen Lebensstandard auch über 15 Jahre Rentenbezug hinweg zu halten (circa 2300 Euro im Monat), müsste ein 30-Jähriger etwa 165.000 Euro bis zum Renteneintritt zurückgelegt haben. Bei zehn Prozent Rücklage im Monat werden bis zum 67. Lebensjahr allerdings "nur" 125.000 Euro angespart, berichtet das Finanzportal weltsparen.de.

Insgesamt fehlen also circa 40.000 Euro, die Sie bis dato bereits angespart haben sollten, um während Ihrer Altersvorsorge auf Ihrem derzeitigen Gehaltsniveau zu bleiben.

So viel Geld sollten Sie bis zum 40. Lebensjahr angespart haben

Dieselbe Rechnung kann auch zehn Jahre später angewendet werden: Im Alter von 40 liegt das Durchschnittsgehalt der Deutschen bei 55.627 Euro brutto pro Jahr. Umgerechnet also 2723 Euro netto im Monat. Dadurch entsteht ein Rentenanspruch beim Eintritt mit 67 von voraussichtlich 1650 Euro monatlich.

Um während des Lebensabends 15 Jahre lang ein monatliches Einkommen wie mit 40 zu beziehen, sollten Sie circa 190.000 Euro angespart haben.

Wenn Sie ab von nun an bis zur Rente zehn Prozent monatlich sparen (insgesamt 95.000 Euro bis 67), ergibt sich eine Lücke von 95.000 Euro. Diesen Betrag sollten Sie zusätzlich zurücklegen, um Ihren Lebensstandard zu halten.

So viel Geld sollten Sie bis zum 50. Lebensjahr angespart haben

Ein erfahrener 50-jähriger Arbeitnehmer in Deutschland verdient derzeit jährlich 58.121 Euro brutto, sprich 2826 Euro netto im Monat. Zwar würde ihm eine monatliche Rente von 1700 Euro zustehen, damit läge sein Lebensstandard während der Pension allerdings mehr als 1100 Euro unter seinem derzeitigen Einkommen.

Um die Rentenlücke zu schließen würde man also 193.000 Euro benötigen (bei 15 Jahren Rentenbezug). Allerdings bleiben nur noch 17 Jahre zum Sparen übrig.

Wieder ziehen wir die zehn Prozent Ersparnisse ab (über 17 Jahre hinweg insgesamt 61.000 Euro), wodurch sich ein Restbetrag von 132.000 Euro ergibt, der sich bis dahin schon auf Ihrem Sparkonto befinden sollte.

Wie aussagekräftig ist diese Hochrechnung?

Da diese Hochrechnung nur auf Durchschnittswerten und Statistiken beruht, lässt sich das Modell nur schwer auf eine Einzelperson anwenden. Unterschiedliche Rentenzusammensetzungen, finanzielle Anlagen, Lebensversicherungen, Erbschaften und werden von dem Modell nicht berücksichtigt. 

Dennoch sollte die Rechnung eines verdeutlichen: Wer auch als Rentner seinen Lebensstil nicht herunterfahren bzw. verändern möchte, der sollte schon davor anfangen sich ein finanzielles Polster anzulegen. Am besten so früh wie möglich.

Auch wenn in unserer Hochrechnung immer von einem Renteneintritt im Alter von 67 Jahren gesprochen wird, so ist es auch möglich schon 63 in Pension zu gehen. Alles was Sie zum Thema "Frührente mit 63" wissen müssen, finden Sie hier.