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Wie reich bist du? So viel musst du verdienen, um zu den reichsten Deutschen zu gehören

Was braucht es, um in Deutschland zu den reichsten oberen zehn Prozent zu gehören - oder gar zum reichsten einen Prozent? Das ist ausgesprochen schwer zu sagen, aber: Der Euro-Schwellenwert, ab wann jemand zu den einkommensstärksten Deutschen gehört, lässt sich genau bemessen.
Wie viel musst du verdienen, um zu den reichsten Deutschen zu gehören? Symbolbild.
Wie viel musst du verdienen, um zu den reichsten Deutschen zu gehören? Symbolbild. Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap
  • Ab diesem Euro-Netto gehört man zur absoluten Spitze
  • Eigene Netto-Grenzwerte für Paare
  • Alleinerziehende gehören nicht zur Einkommensspitze
  • Verschiebungen innerhalb von zwei Jahren

Für Paare ohne Kinder ist es selbstverständlich leichter (Vollzeit-)Berufstätigkeiten zu verbinden. Das privilegiert beim Einkommen und wirkt sich auch unmittelbar auf die Stellung in der Einkommensverteilung aus. Es verwundert dann auch nicht, dass Doppelverdiener ohne Kinder häufiger im Hocheinkommensbereich zu finden sind. 

Mit diesem Euro-Nettoeinkommen gehört man zur Spitze

Ab einem monatlichen Netto-Einkommen von 4.560 Euro dürfen sich Singles zu den reichsten fünf Prozent zählen – und ab 7.190 Euro sogar zum reichsten ein Prozent

Bei Berücksichtigung der steuerlichen Regeln des Jahres 2018 müsste ein Alleinstehender auf ein Jahres-Brutto von rund 150.000 Euro kommen, um zum einkommensstärksten Top-1-Prozent der Gesellschaft zu zählen.

Das sind die Ergebnisse der neuen IW-Studie, die aus der Langzeit-Haushaltsbefragung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP 2018) stammen. Auch interessant: Rente mit 40 Jahren? Mit Frugalismus soll klappen, was sich unmöglich anhört.

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Zu zweit mit 5.550 Euro unter den reichsten zehn Prozent

Für Paare werden eigene Grenzen berechnet: Wer ohne Kinder im gleichen Haushalt lebt, gehört bei einem gemeinsamen Netto-Einkommen von 5.550 Euro zum reichsten Zehntel, ab einem Einkommen von 10.790 Euro zum reichsten einen Prozent der Gesellschaft.

Die unterschiedlichen Grenzen ergeben sich aus der richtigen Annahme, dass das Leben günstiger wird, wenn man es teilt.

Bundesweit machen Doppelverdiener-Paare ohne Kinder (gern auch DINK(Y)s genannt, Double Income, No Kids (Yet)) rund 4,6 Prozent der Haushalte aus. Weitere 9,3 Prozent der Deutschen sind noch berufstätig und leben als Paar zusammen, während die Kinder nicht mehr im gleichen Haushalt wohnen.

Doppelverdiener ohne Kinder schaffen es in die Spitze

Beide Gruppen sind in den oberen zehn Prozent überrepräsentiert: Hier werden 11,4 Prozent DINKYS und 17,2 Prozent HIKOs gezählt (High Income, Kids Out).

Noch deutlicher lässt sich der Effekt bei den oberen fünf und dem obersten Prozent beobachten. Doppelverdiener, die noch keine Kinder haben oder deren Kinder nicht mehr im gleichen Haushalt leben, haben die besten Chancen, zur Einkommensspitze zu gehören.

Alleinerziehende kommen im oberen Einkommensbereich hingegen nahezu nicht vor. Besonders schwierig ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Alleinerziehende und selbst bei Berufstätigkeit ist die finanzielle Lage häufig angespannt.

Verschiebungen innerhalb von zwei Jahren

Darüber hinaus beobachten die IW-Forscher, dass sich die Einkommensgrenzen in den vergangenen Jahren nach oben verschoben haben: 2016 gehörte ein Single bereits mit 3.440 Euro netto im Monat zu den reichsten zehn Prozent.

"Die nominale Einkommensgrenze zu den oberen zehn Prozent hat sich innerhalb von zwei Jahren um fast acht Prozent erhöht", sagt IW-Ökonomin Judith Niehues. "Das mittlere Einkommen stieg jedoch mit knapp neun Prozent noch etwas stärker."

 

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