Kaum ist der vorweihnachtliche Stress des Einkaufens vergangen, dann geht schon das Umtauschen los. Denn manch einem hat der Weihnachtsmann gerade das gebracht, was er absolut nicht wollte. Doch kann man Geschenke so einfach umtauschen?

Erst einmal ist es wichtig zu wissen, dass bei einer makellosen Ware kein Recht auf einen Umtausch besteht. Aus Kulanz tauschen viele Geschäfte jedoch die gekaufte Ware um – jedoch innerhalb einer bestimmten Frist, die oftmals zwei Wochen beträgt. Sinnvoll ist es, den Kassenzettel und somit das Kaufdatum vorweisen zu können. Ein Umtausch ohne Kassenbon kann man versuchen, solange die Ware einwandfrei ist. Ein Recht auf Erstattung des Kaufpreises in Bargeld besteht ebenfalls nicht. Der Händler kann den Betrag auch gegen Ware oder einen Gutschein auszahlen. Am besten, man erkundigt sich vor dem Kauf, ob die Möglichkeit eines Umtausches besteht.

Anders ist es bei defekter Ware. Hier muss der Kaufpreis gegen Bargeld erstattet werden, jedoch nur, wenn der Artikel innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf reklamiert wird. Die ersten sechs Monate der Frist muss der Käufer den Fehler nicht erklären, ab dem siebten Monat muss er beweisen, dass der Fehler schon beim Kauf bestand.

Wer seine Geschenke im Internet bestellt hat, für den gelten andere Bedingungen. Bei einem Onlinekauf wird dem Kunden meist ein Widerrufrecht von zwei Wochen ab Eingang der Ware zugeschrieben. Bei individualisierter Ware besteht es manchmal gar nicht. Ebenso können geöffnete CDs, DVDs und Blurays nicht zurückgenommen werden – auch nicht im Einzelhandel.

Innerhalb der zweiwöchigen Frist kann jeder seine bestellten Artikel zurücksenden. Ist die Bestellung länger vergangen, wird ein makelloses Geschenk nicht wieder zurückgenommen. Dann kann es nur weiterverkauft werden. Grundsätzlich kann bei Online-Bestellungen auch nur derjenige die Artikel umtauschen und zurücksenden, der auch die Bestellung aufgegeben und bezahlt hat.