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Steuern 2022

Steuererklärung: Mit diesen 6 Tricks bekommst du mehr Geld vom Staat zurück

Mit der Abgabe einer Steuererklärung und den richtigen Ausgaben kann man richtig viel Geld sparen. Deshalb lohnt es sich zu wissen, welche Kosten man steuerlich absetzen und sich gleichzeitig etwas Gutes tun kann.
Tipps für die Steuererklärung 2022
Tipps für deine Steuererklärung 2022: Mit diesen 6 Tricks bekommst du mehr Geld zurück. Foto: stevepb/pixabay.com (Symbolbild)
  • Unbedingt eine Steuererklärung abgeben
  • Welche Kosten darf man steuerlich absetzen
  • Mit Ausgaben für die Gesundheit Steuern sparen
  • Auch der Weg zur Arbeit senkt die Steuerlast
  • Diese Fristen sollte man auf jeden Fall beachten

Denkt man an die jährliche Steuererklärung, haben die wenigsten von uns Lust darauf, diese zu bearbeiten. Dennoch ist es wichtig, eine Steuererklärung abzugeben, da du dadurch diverse Kosten erstattet bekommen kannst und dir dein Geld zurückholen kannst. Allerdings gibt es gewisse Fristen, die du unbedingt einhalten solltest. Mit weiteren Tipps und Tricks kannst du gezielt deine Steuererklärung bearbeiten.

Steuern sparen: Wie man deutlich mehr absetzen kann

Viele Menschen geben gar keine Steuererklärung ab und verschenken damit oftmals unnötig bares Geld. Oftmals empfinden sie das Ausfüllen der Formulare als zu kompliziert und wissen zudem einfach nicht, was sie überhaupt steuerlich absetzen können. Doch mithilfe einer geeigneten Steuersoftware ist das Ganze heutzutage längst kein Hexenwerk mehr.

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Solche Programme gibt es zum Teil kostenlos im Internet oder lassen sich je nach Hersteller zu Preisen von ca. 10 bis 30 € erwerben. Je nach Qualität des Programms wird der Benutzer mit gezielten Fragen und Zusatzinformationen durch die Steuererklärung geleitet. Für einen kleinen Aufpreis kann man die Programme jährlich aktualisieren. Die Basisdaten wie Name, Adresse, Steuernummer und andere bleiben dann von Jahr zu Jahr gespeichert.

Anschließend werden die Daten elektronisch mit der sogenannten ELSTER-Schnittstelle direkt an das Finanzamt gesendet und lassen sich zusätzlich ausdrucken. Für die meisten Arbeitnehmer*innen und Einzelunternehmer sowie Freiberufler sind diese kleinen Helfer völlig ausreichend. Wer jedoch Einnahmen aus verschiedenen Quellen hat, ein größeres Unternehmen sein Eigen nennt oder aber komplexere Ausgaben geltend machen möchte, sollte jedoch besser einen Steuerberater konsultieren. Doch welche Kosten kann man überhaupt geltend machen?

Diese Ausgaben sparen dir bares Geld

Wer einen defekten Kühlschrank oder eine kaputte Waschmaschine hat, sollte sich - zumindest bei noch relativ neuen Geräten von wenigen Jahren - gut überlegen, ob sich gleich ein Neukauf lohnt. Lässt man nämlich diese oder auch andere Haushaltsgeräte reparieren, dann kann man vom Rechnungsbetrag immerhin 20 Prozent als Handwerkerkosten von der Steuerschuld abziehen.

Auch die sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen wie etwa die Ausgaben für Putzhilfe, Maler, Gärtner oder auch den Pflegedienst sollten unbedingt in die Steuererklärung rein. Auch hier kann ein Fünftel der Kosten bis zu einer Höhe von insgesamt 4000 € geltend gemacht werden. Selbst Materialkosten und Reinigungsmittel zählen dazu.

Als Mieter lassen sich die Kosten für Garten- und Putzarbeiten sogar als Teil der Nebenkostenabrechnung geltend machen. Eigenheimbesitzer können sich über eine Steuerrückerstattung von bis zu 40.000 Euro freuen. Diese Steuern werden genau dann vom Finanzamt zurückerstattet, wenn der Eigentümer sein Haus energetisch sanieren lässt. In diesem Fall darf dieser über einen Zeitraum von drei Jahren bis zu 20 Prozent der Kosten für Dämm-Maßnahmen, neue Fenster oder die Modernisierung der Heizung steuerlich geltend machen. 

Auch der Weg zur Arbeit, die neue Brille und Weiterbildungen können Steuern sparen helfen

Egal ob du umweltfreundlich mit dem Fahrrad, dem ÖPNV oder mit dem Auto zur Arbeit kommst, an den Kosten dafür solltest du das Finanzamt auf jeden Fall beteiligen: Für die ersten 20 Kilometer lassen sich jeweils 30 Cent pro Kilometer für die einfache Entfernung absetzen, seit dem Jahr 2021 ab dem 21. Kilometer sogar 35 Cent.

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Generell lassen sich aber auch sämtliche anderen Werbungskosten wie Fort- und Weiterbildungen, Fachliteratur sowie die Kosten für Bewerbungen steuermindernd geltend machen. Doch auch diejenigen, die im Homeoffice arbeiten, gehen nicht leer aus: Für jeden Tag zu Hause dürfen 5 Euro veranschlagt werden und das bis zu immerhin insgesamt 600 Euro pro Jahr. Selbst an den Kosten für unsere Gesundheit können wir das Finanzamt beteiligen. Diese richten sich jedoch nach unseren individuellen Lebensbedingungen und müssen nach (noch) aktueller Rechtslage eine unzumutbare Belastung darstellen. Ob eine solche gegeben ist, lässt sich zum Beispiel mit dem Online-Rechner des Bayrischen Landesamts für Steuern herausfinden.

Und für alle, die eine Lesebrille benötigen, die gute Nachricht zum Schluss: auch diese kann man sich auf die Steuerschuld als Gesundheitskosten anrechnen lassen. Wichtig ist dabei jedoch, sich diese beim ersten Mal mit einem ärztlichen Attest verordnen zu lassen. Danach reicht es, wenn der Optiker eine Veränderung der Sehkraft feststellt und eine neue Brille empfiehlt.

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