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Stromverbrauch

Strompreise steigen massiv: Mit diesen 5 Produkten reduzierst du deinen Verbrauch sofort

Die Preise ziehen in nahezu allen Branchen an. Doch mit fünf günstigen Hilfsmitteln ist es möglich, bares Geld zu sparen.
Stromkosten runter Tipps Energie sparen
Strom- und Heizkosten sind in diesem Jahr rasant angestiegen. Um die "Mitte der Gesellschaft" zu entlasten, hat die Bundesregierung den 300-Euro-Bonus beschlossen. Doch wer erhält das Geld? Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Der kommende Winter wird teuer. Nicht nur die angespannte Situation um die Gasversorgung der Haushalte wird Verbraucherinnen und Verbraucher beschäftigen, sondern auch der steigende Strompreis zum Jahresende, prognostizieren Branchenexpertinnen und Experten der Vergleichsportale Check24 sowie Verivox.

Beobachter der Branche gehen von einer "Anpassung" der Preise ab November aus. Wie teuer es wirklich wird, das hängt von den Erwartungen und Prognosen von Händlerinnen und Händlern, Anbieterinnen und Anbietern sowie Kundinnen und Kunden auf dem Strommarkt ab. Doch auch die Entwicklung rund um die Gasversorgung werde den Strompreis beeinflussen.

Strom wird teurer: So lässt sich bares Geld sparen

Laut Ansicht des Branchenmagazins "Strom-Report" sei die Stromerzeugung sowie der Stromvertrieb für 49 Prozent des Gesamtpreises verantwortlich. Der Anteil sei damit so hoch, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Zusätzlich könne laut den Expertinnen und Experten im Winter nur wenig Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen werden.

Diese Gemengelage sorge für hohe Preise.

Um von den steigenden Kosten nicht unvorbereitet getroffen zu werden, gibt es einige Tipps und Tricks, um die Stromkosten auf ein Minimum zu reduzieren.

Standby-Modus als Stromfresser

Der einfachste Trick: Geräte nicht mehr in den Standby-Modus wechseln lassen, sondern komplett ausschalten. Gerade Ladegeräte von Mobiltelefonen oder Fernseher sowie Monitore ziehen sehr gerne unnötig viel Strom. Das bestätigt der Projektleiter für Energieeffizienz bei der Deutschen Energie-Agentur (Dena), Tom Raulien, gegenüber Focus: "Ihr Stromverbrauch ist unter anderem daran erkennbar, dass sie warm werden. Hier empfiehlt es sich, konsequent den Stecker zu ziehen oder eine Mehrfachsteckdose mit Ein- und Ausschalter zu nutzen." Laut Umweltbundesamt betragen die jährlichen durch Standby-Modi erzeugten Kosten in Deutschland mindesten vier Milliarden Euro.

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Der Standby-Modus werde bei vielen Geräten, insbesondere bei Wasch- und Spülmaschinen, häufig unterschätzt. Wie viel Geld man mit diesem Trick tatsächlich sparen kann, zeigt der Stromanbieter "Eon" in einem Rechenbeispiel. "Eine Stereo-Anlage verbraucht rund 15 Watt im Standby-Modus und verursacht damit jährliche Stromkosten von rund 30 Euro". 

Umgehen kann man diese Kostenfalle schon mit einer einfachen Steckdosenleiste mit einem Ein- und Ausschalter. Damit können angeschlossene Geräte einfach per Knopfdruck ausgeschaltet werden, ohne dass sie den Tag über Strom verbrauchen.

Stromfresser einfach identifizieren

Apropos Stromkosten: Sollte der Stromverbrauch unerklärlich hoch sein, eignet sich im Zweifelsfall auch ein dediziertes Energiekostenmessgerät (EKM). Mit seinem solchen Gerät lassen sich stromfressende Elektrogeräte einfach identifizieren und gegebenenfalls durch effizientere Produkte ersetzen. Eon und das Umweltbundesamt empfehlen hier die Energieeffizienzklasse A, da sich so langfristig am meisten Strom sparen lasse. Ein EKM ist bereits ab zehn Euro erhältlich. 

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Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind Computer im Haushalt. Gerade leistungshungrige Rechner mit einer modernen Grafikkarte sind echte Energiemonster. Sie können bei anspruchsvollen Computerspielen bis zu 800 Watt verbrauchen. Doch auch ohne Spiele verbraucht eine Grafikkarte zusätzlich Strom, der bei einem Office-Betrieb nicht notwendig ist.

Auch hier lohnt es sich günstigere, energiesparendere Alternativen wie Mini-Computer ins Auge zu fassen. Wie man effektiv Strom in der Küche einsparen kann, erklären wir in diesem Artikel

Wasserspar-Duschkopf spart "bis zu 50 Prozent" des Energieverbrauches

Sparpotenzial bietet auch das Duschen. Mit einem sparsameren Duschkopf lassen sich laut Verbraucherzentrale "bis zu 50 Prozent" des Energieverbrauches beim Duschen einsparen.

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Laut Umweltbundesamt sind 50 Prozent zwar etwas hoch gegriffen, jedoch gehe man ebenfalls von einer signifikanten Ersparnis mit einem sparsamen Duschkopf aus. In einer Mitteilung aus dem März 2022 heißt es:

"Ein Spar-Duschkopf senkt den Energieverbrauch fürs Duschen um rund 30 Prozent. Wenn das alle Menschen in Deutschland nutzen, spart das rund 11,3 Terawattstunden Erdgas. Das entspricht 2,6 Prozent der Erdgasimporte aus Russland und bedeutet etwa 2,8 Millionen Tonnen Treibhausgase und 1,1 Milliarden Euro Energiekosten weniger."

Wassersparen mit einem "Perlator"

Ein sogenannter "Perlator" könne zusätzlich Energie einsparen. Bei einem sogenannten "Perlator" handelt es sich um einen "Spar-Strahlregler".  Er wird an dem Wasserhahn montiert und mischt dem Wasserstrahl Luft bei. So sparen Verbraucherinnen und Verbraucher Wasser.

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Perlatoren haben das Potenzial, bis zu einem Liter Wasser jede Minute einzusparen. Bei warmem Wasser senkt das zusätzlich auch Heiz- und Stromkosten.

So können bis zu 38 Liter Wasser jeden Tag gespart werden. Auf ein Jahr gerechnet entspricht das 13.870 Liter, also rund 75 Euro.

Energiesparlampen sparen bis zu 90 Prozent der Energie für Beleuchtung

Ein weiterer effizienter Weg, nachhaltig Energie zu sparen sind Energiesparlampen oder LED-Leuchten. So können bis zu 90 Prozent der Energie bei der Beleuchtung eingespart werden. Wichtig ist dabei, dass bei LEDs und Energiesparlampen nicht mehr die Wattzahl, sondern Lumen (lm) die wichtigste Einheit sind. Das Äquivalent zu einem Watt bei Glühbirnen entspricht nicht ganz elf Lumen. Abhängig davon, welche Lampe man ersetzen will, braucht man also eine entsprechende Lumen-Zahl. 

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Energiesparlampen und LEDs habe eine andere Farbtemperatur und wirken in der Regel kühler als Glühbirnen. Dem kann man mit LEDs mit einem entsprechenden Kelvin-Wert gegensteuern. Das Licht einer Glühbirne bewegt sich im Bereich von etwa 2700 bis 3000 Kelvin. Als "neutrales Weiß" bezeichnet man Kelvin-Werte im Bereich von 4000 bis 5000. Energiesparlampen sind beliebte Sparmaßnahmen, weil sie für dieselbe Helligkeit 80 Prozent weniger Strom als eine Glühbirne benötigen. Eine Energiesparlampe mit einem Verbrauch von 15 Watt ist daher genauso hell wie eine Glühbirne, die einen Verbrauch von 75 Watt hat.

Neben diesen Hilfsmitteln gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, Energie und damit bares Geld zu sparen. Was in privaten Haushalten alles getan werden kann, erklären wir hier. 

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