Der Chef sagt "Ja" zur Gehaltserhöhung, aber auf dem Bankkonto ist davon nichts angekommen. Das Lohnplus ist der Steuerprogression zum Opfer gefallen. Wer dem vorbeugen will, ist gut beraten, mit seinem Vorgesetzten über steuerfreie Extras zu sprechen.
Steuerfreie Extras können eine sinnvolle Alternative zu Gehaltserhöhungen sein. Letztere lohnen sich nicht immer. Mehr Einkommen bedeutet manchmal auch mehr Abgaben an das Finanzamt. Wer der sogenannten Steuerprogression entkommen will, ist deshalb gut beraten, steuerfreie Extras in Erwägung zu ziehen. Derlei "Geschenke" vom Chef an seine Angestellten sind mitunter einkommensteuer- als auch sozialabgabefrei und können auf Unternehmensseite gewinnmindernd von der Steuer abgesetzt werden.
Vom Dienstwagen über einen Zuschuss zu den Kitakosten bis hin zu Personalrabatten: Das Einkommensteuergesetz hält für Vorgesetzte eine ganze Palette an steuerfreien Extras parat. Einem Arbeitgeber steht es frei, seinen Angestellten auch mehrere steuerfreie Extras nebeneinander zu gestatten. "Er muss dann aber die einzelnen Bestandteile daraufhin überprüfen, ob sie steuerpflichtig sind", sagt Rechtsanwältin Sabine Unkelbach-Tomczak, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Steuerrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Ein Betrieb müsse darauf achten, dass die einzelnen Extras in der Summe nicht über einen maximalen Betrag hinausgehen. Bei Personalrabatten darf die Summe der Steuervorteile den Freibetrag von 1.080 Euro jährlich nicht überschreiten.