Wer für den Kauf von Haus oder Wohnung sparen will, sollte sich zuallererst nach Sparformen umsehen, die der Staat begünstigt. Bausparen wird auf drei Wegen gefördert: mit Wohnungsbauprämie, der Arbeitnehmersparzulage und der Riester-Zulage.
Die Arbeitnehmersparzulage bekommen Arbeitnehmer, die die vermögenswirksamen Leistungen von ihrem Arbeitgeber in einem Bausparvertrag anlegen und als Alleinstehende ein zu versteuerndes Jahreseinkommen unter 17 900 Euro haben. Für Verheiratete gelten 35 800 Euro. Es gibt neun Prozent Zulage für maximal 470 Euro, die in den Bausparvertrag eingezahlt wurden, also rund 43 Euro für Alleinstehende. Verheiratete erhalten 86 Euro pro Jahr.
Die Wohnungsbauprämie kann jeder Bausparer bekommen, dessen zu versteuerndes Jahreseinkommen unter 25 600 bzw. 51 200 Euro liegt. Der Prämienanspruch beginnt mit dem vollendeten 16. Lebensjahr. Einzahlungen in einen Bausparvertrag honoriert der Staat mit 8,8 Prozent Prämie für maximal 512 bzw. 1024 Euro. Das ergibt eine maximale Jahresprämie von rund 45 bzw. 90 Euro, je nachdem, ob alleinstehend oder verheiratet. Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie kann man bei entsprechenden Einzahlungen auf einen Vertrag bekommen. Für die Altersvorsorge- oder Riester-Zulagen wird in jedem Fall ein extra Vertrag benötigt, weil es hier besondere Bedingungen gibt.
Wer die Riester-Zulagen und entsprechende Steuervorteile nutzen will, muss einen zertifizierten Bausparvertrag abschließen. Zulagenberechtigt sind Arbeitnehmer und Beamte. Eine Einkommensgrenze gibt es hierbei nicht. Wer sich die vollen Zulagen sichern möchte, muss vier Prozent seines Vorjahresbruttos minus der Zulagen einzahlen. Die Beiträge kann man bis zu 2100 Euro jährlich steuerlich geltend machen. Ob man mit den Zulagen oder mit dem Steuervorteil besser fährt, rechnet das Finanzamt aus und gewährt den höchstmöglichen Vorteil. Zulagen und gegebenenfalls Steuervorteile gibt es in der Spar- und auch in der Darlehensphase.
Katrin Baum/be.p