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Sparen für den Nachwuchs: So können Eltern richtig Geld für ihr Kind anlegen

Wer schon früh beginnt, Geld für den Nachwuchs zu sparen, ermöglicht seinem Sprössling so später einen leichteren Start ins eigene Leben. Dabei sind manche Anlageformen attraktiver als andere.
Es gibt zahlreiche Anlageformen, um clever Geld für den Nachwuchs zu sparen.
Es gibt zahlreiche Anlageformen, um clever Geld für den Nachwuchs zu sparen. Foto: 2147792/pixabay.com, Sasun Bughdaryan /unsplash.com
  • Wie legt man richtig Geld für den Nachwuchs an?
  • Zu welchen effektiven Sparformen raten Expert*innen?
  • Das solltest du bei der Geldanlage für dein Kind beachten
  • Ist es noch ratsam, ein Sparbuch anzulegen?

Bekommen Eltern Nachwuchs, ist die Freude groß. Um dem Sohn oder der Tochter das Leben später einmal zu erleichtern, beginnen viele Eltern, und auch Angehörige, für den Sprössling frühzeitig Geld zu sparen und anzulegen. Doch die Auswahl der "richtigen" Geldanlage ist nicht immer einfach. Was ist sinnvoll? Wovon sollte man besser die Finger lassen? Lohnt es sich überhaupt noch, etwas zurückzulegen? All das sind Fragen, mit denen sich viele Eltern beschäftigen - mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, finanziell für den Nachwuchs vorzusorgen.

Geld sparen für den Nachwuchs: Regelmäßig in Fonds einzahlen

Fonds werden oft professionellem Börsenhandel zugeordnet. Doch auch für Privatpersonen sind sie eine gute Möglichkeit, Geld anzusparen, wie die Experten der Deutsche Vermögensberatung (DVAG) erklären: "Zur mittel- bis langfristigen Geldanlage ist beispielsweise ein Fondssparplan eine ideale Wahl." Dabei kannst du als Elternteil oder Angehöriger regelmäßig kleinere Beiträge über einen längeren Zeitraum in Fonds für den Nachwuchs anlegen.

Bereits ab einer regelmäßigen Sparrate von 25 Euro kann dein Sprössling mit den erworbenen Anteilen von den Chancen des Wertpapiermarktes profitieren. 

Der sogenannte "Cost-Average-Effect" beispielsweise bewirkt günstigere Durchschnittspreise, weil in schwachen Börsenphasen mehr Anteile erworben werden als in Zeiten, wenn die Kurse hochstehen. "Wichtig ist es, vorher gemeinsam mit einem Experten die persönlichen Anlageziele und Bedürfnisse, den Anlagehorizont sowie die Risikoneigung zu klären", erklären die Finanzexperten der DVAG.

Einsparen in ETFs

Sogenannte Exchange Traded Funds - kurz ETF - eigenen sich ebenfalls, um für den Nachwuchs Geld anzulegen. In einem ETF wird die Entwicklung eines ganzen Index abgebildet und nicht nur einzelner Aktien. Hiermit kannst du in mehrere Unternehmen weltweit investieren. Zwar hast du geringe fortlaufende Gebühren, wenn du dein Geld in ETFs anlegst - allerdings können sie auch in Inflations-starken Zeiten dieser entgegenwirken

Im Vergleich zu einzelnen Aktien sind ETFs risikoärmer. Je länger du sie behältst, desto mehr Rendite können sie abwerfen. Dabei gibt es bestimmte ETFs, die mehr abwerfen, als andere

Tagesgeldkonto: Niedrige Zinsen, jedoch flexibel

Wer flexibel bleiben möchte, für den ist ein Tagesgeldkonto für das Kind eine Option. Der Nachteil: Nennenswerte Zinsen springen dabei nicht heraus.

Allerdings kannst du hier ohne großen Aufwand auch zwischendurch etwas einzahlen oder notfalls auf das Geld zugreifen, wenn doch kurzfristig eine Anschaffung für das Kind benötigt wird.

Auf einem Tagesgeldkonto lassen sich auch kleinere Beträge "parken", zum Beispiel nach einem Geburtstag, bevor man das Geld langfristig anlegt.

Experten: Sparbuch ist "out"

Jahrzehntelang galt das Sparbuch als sichere und zinsstarke Geldanlage, ein echter "Allrounder" für später. Auch Festgeld wurde über Generationen hinweg für langfristige Anlagen empfohlen. Diese Zeiten sind laut den DVAG-Experten vorbei. 

Es lohnt sich nicht mehr, damit für den Führerschein, das erste eigene Auto oder das Studium vorzusorgen. Durch das anhaltende Niedrigzinsniveau, deutlich unter der Inflationsrate, verlieren die Ersparnisse fortlaufend an Kaufkraft.

Die Finanzspezialisten raten vielmehr zu rentableren Alternativen, um ein finanzielles Polster für später anzusparen.

3 Tipps zur Geldanlage für den Nachwuchs:

Unabhängig davon, welche Sparform du für dein Kind wählst, solltest du drei Expertentipps beherzigen.

  • Frühzeitig anfangen: Wer früh genug beginnt, der nutzt den Zinseszinseffekt und kann bis zur Volljährigkeit des Kindes auch mit kleinen regelmäßigen Beiträgen eine beachtliche Summe ansparen. Idealerweise legst du direkt einen Teil der Geldgeschenke zur Taufe als Grundstock an.
  • Konsequent sparen: Beim Sparen gilt: Dranbleiben! Monatliche Einzahlungen schaffen schnell ein komfortables Polster. Läuft es mit den Fonds mal nicht so gut, nicht gleich die Nerven verlieren. Schließlich bleibt noch Zeit, um das normale Auf und Ab an der Börse auszusitzen.
  • Nicht alle Eier in einen Korb legen: Du solltest dich von einem Finanzexperten beraten lassen und auf einen breitgestreuten Mix zur Geldanlage für deinen Nachwuchs setzen. Erfahrungsgemäß minimiert eine breite Streuung der Anlage das Risiko und gleicht eventuelle Verluste besser aus.

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