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Weniger Abschläge: Warum sich Sonderzahlungen in die Rentenkasse 2022 besonders lohnen

Wer eine Sonderzahlung in die Rentenkasse einzahlt, kann die Abschläge bei einer vorgezogenen Rente ausgleichen. Im Jahr 2022 lohnen sich die Einzahlungen besonders. Wir erklären dir, was dahinter steckt.
Sonderzahlungen in die Rentenkasse lohnen 2022 besonders
2022 lohnen sich Sonderzahlungen an die Deutsche Rentenversicherung besonders. Foto: Willfried Wende/unsplash.com (Symbolbild)
  • Weshalb sollte man mehr in die Rentenkasse einbezahlen
  • Wie erfahre ich, wie viel ich bei einer vorgezogenen Rente bekomme?
  • Was sind Entgeltpunkte?
  • Warum lohnen sich 2022 Sonderzahlungen besonders?

Die vorgezogene Rente ist eine Möglichkeit, vorzeitig aus dem Berufsleben auszuscheiden. Doch das ist mit finanziellen Einbußen verbunden. Mit Sonderzahlungen kannst du diese Abschläge aufbessern. 2022 hast du die Möglichkeit, besonders von diesen zu profitieren. Aber auch wenn du anstrebst, bis zur Regelaltersgrenze zu arbeiten, solltest du in diesem Jahr über Sonderzahlungen nachdenken.

Sonderzahlungen 2022: Wie viel sollte man in die Rentenkasse einzahlen?

Auf Wunsch erhältst du ab dem 50. Lebensjahr von deinem Rentenversicherungsträger eine Rentenauskunft zum Ausgleich der Rentenminderung. Sie informiert über die Rentenhöhe zum gewünschten vorzeitigen Rentenbeginn, die Höhe der daraus entstehenden Rentenminderung und über den Betrag, der zum Ausgleich der Rentenminderung geleistet werden kann.

Die Einzahlungen sind freiwillig. Das heißt: Die Rentenabschläge müssen nicht in voller Höhe ausgeglichen werden. Nach Erhalt der Rentenauskunft kannst du selbst entscheiden, ob und wie viel du einzahlen willst.

Wer im Nachhinein doch nicht vorzeitig in Rente geht, erhält für die Zusatzbeiträge eine entsprechend höhere Rente. Wichtig: Wird das Geld mal knapp, können die eingezahlten freiwilligen Beiträge nicht wieder erstattet werden. Das musst du beachten, wenn du in Altersteilzeit gehen möchtest.

Rentenkasse: Deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt für Sonderzahlungen

Nicht nur an der Supermarktkasse kannst du Punkte sammeln, sondern auch bei der Rentenversicherung. Das Rentenprinzip beruht auf einem Punktesystem. Die Deutsche Rentenversicherung gibt jährlich an, wie hoch das Durchschnittsgehalt für einen sogenannten Entgeltpunkt ist. Von den gesammelten Punkten ist die Höhe deiner zukünftigen Rente abhängig. Wenn du weniger als die angegebene Summe verdienst, wird ein Teil eines Punktes gutgeschrieben, bei einem höheren Gehalt entsprechend mehr. Das können zum Beispiel 0,5 oder auch 1,5 Punkte sein.

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2021 musste ein Arbeitnehmer jährlich 41.541 Euro verdienen, um einen vollen Rentenpunkt zu bekommen. Nach Angaben der Bundesregierung wurde das Durchschnittsentgelt 2022 vorläufig auf 38.901 Euro im Jahr festgesetzt. Das kommt einer indirekten Rentenerhöhung gleich. Denn du bekommst für weniger Geld mehr Rentenpunkte, die in die Berechnung deiner Rente miteinbezogen werden. Umgekehrt kannst du eben freiwillige Sonderzahlungen leisten, für die du mehr Punkte bekommst als noch im vergangenen Jahr. Die Höhe der Rente ist aber nicht nur von den Punkten abhängig. Auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung kannst du anhand verschiedener Faktoren berechnen, wie viel Geld dir in der Rente zusteht.

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