Viele Jugendliche beginnen in wenigen Wochen ihre Berufsausbildung oder ihr Studium. „Der Start in die Ausbildung ist auch der richtige Zeitpunkt, verschiedene Themen rund um Vorsorge und Finanzen zu regeln“, weiß Tobias Büttner von der Sparkasse Forchheim. Erst vor kurzem musste der Kundenberater selbst lange Zeit unfallbedingt vom Job pausieren. Doch keine Sorge: Wer es als junger Mensch verpasst hat, sich um die richtige Vorsorge zu kümmern, kann dies nachholen. Damit Sie finanziell immer bestens aufgestellt sind, geben wir Ihnen zusammen mit der Sparkasse Forchheim einen Überblick über die wichtigsten Vorsorgethemen.

1. Private Altersvorsorge: Wer früh beginnt, zahlt weniger

Demografischer Wandel, staatliche Verschuldung und niedriges Zinsniveau – viele Gründe sprechen für eine private Altersvorsorge. Wer von seiner sogenannten Regelsaltersrente laut jährlichem Rentenbescheid die Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Steuer abzieht und den Kaufkraftverlust berücksichtigt, landet schnell bei einer erschreckenden Versorgungslücke. Der Staat bietet mit Riester, Rürup sowie der betrieblichen Altersvorsorge verschiedene Wege der Förderung der Altersvorsorge und auch ungefördert lässt sich natürlich vorsorgen, zum Beispiel mit Aktiensparplänen. Wie so oft gilt jedoch: Wer früh anfängt, zahlt weniger – in diesem Fall durch den Zinseszinseffekt, der langjährigen Sparern zugutekommt. 

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Absicherung der Arbeitskraft ebenso wichtig wie Altersvorsorge

Doch was nützt eine gute private Altersvorsorge, wenn man durch einen Unfall seinen Job verliert und die Beiträge nicht mehr bezahlen kann? Den wenigsten ist bewusst, dass Versicherungen ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge sind. Gerade in jungen Jahren, in denen man eigentlich Kapital aufbauen möchte, können ein Pflegefall und andere Risiken eintreten. Daher sollte neben der Absicherung der Langlebigkeit auch die Absicherung der eigenen Arbeitskraft sowie anderer finanzieller Risiken eine wichtige Rolle spielen. Schließlich bringt es nichts, wenn ein schwerer Unfall mit anschließender Berufsunfähigkeit das gesamte Vermögen vernichtet.

Sechs Versicherungen, die Sie vor großen finanziellen Verlusten schützen

Um die richtigen Prioritäten zu setzen, sollten vor allem existenzbedrohende Risiken identifiziert. Sichern Sie sich zuerst gegen die größten Gefahren ab, erst dann kommt der Luxus-Schutz. Und gerade für junge Menschen gilt: Verlassen Sie sich nicht auf den Staat, denn in den ersten Berufsjahren bietet Ihnen der kaum Schutz. Wir geben Ihnen deshalb einen Überblick über die wichtigsten Vorsorgeversicherungen. Wichtig: Denken Sie auch an die Basisabsicherung. Eine Privathaftpflicht ist, wie der Name schon sagt, eigentlich Pflicht. Am besten lassen Sie Ihren Vorsorgestatus einmal komplett überprüfen.

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2. Unverzichtbar für jedes Alter: Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine Rente, falls der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Und das kommt häufiger vor, als man denkt:  Jeder vierte Arbeitnehmer muss vor dem Rentenalter seinen Beruf wegen Unfall oder Krankheit aufgeben. Der Grund dafür sind in der Hälfte aller Fälle gesundheitliche Beeinträchtigungen, die jeden treffen können, wie Wirbelsäulenschäden oder psychische Erkrankungen. Die gesetzliche Rente reicht nach so einem Schicksalsschlag eigentlich nie aus, denn sind Sie nach 1961 geboren, unterstützt Sie der Staat nur noch mit einer Erwerbsminderungsrente und diese beträgt maximal 34% des Bruttoeinkommens. Kann aufgrund eventueller Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden, sind die private Unfallversicherung  der eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung eventuell passende Alternativen.

3. Jeder zweite wird sie brauchen: Pflegeversicherung

Jeder zweite Mensch wird irgendwann in seinem Leben pflegebedürftig. Denn aufgrund des medizinischen Fortschritts und besserer Lebensbedingungen werden die Menschen immer älter. Prognosen zufolge wird die Zahl der pflegebedürftigen Personen in Deutschland von derzeit rund 3,4 Millionen bis 2050 auf gut 5,3 Millionen Menschen zulegen. Die gesetzliche Pflegeversicherung kommt allerdings nur für einen Teil der Ausgaben auf, die bei ambulanter oder stationärer Pflege anfallen. Um finanziellen Verlusten vorzubeugen, sollten Sie deshalb unbedingt eine private Pflegeversicherung abschließen. Wichtig: Mit einer Pflegeversicherung wird auch das Vermögen Ihrer Angehörigen geschützt. Denn sind die eigenen Ersparnisse aufgebraucht und übersteigen die Pflegekosten die Einnahmen der Pflegebedürftigen, müssen oft die Angehörigen zuzahlen.

4. Angehörige schützen: Risiko-Lebensversicherung

Spätestens wenn Sie eine Familie gründen wollen, empfiehlt sich der Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung. Insbesondere Hauptverdiener haben eine große Verantwortung und sollten die Vorsorge Ihrer Angehörigen auf eine solide Basis stellen. Bei einer Risiko-Lebensversicherung erhalten die im Vertrag genannten Hinterbliebenen im Fall des Ablebens eine vereinbarte Summe. Die Risiko-Lebensversicherung eignet sich auch zur Absicherung eines Immobilienkredits. Wenn Sie den Bau oder Kauf eines Hauses oder einer Wohnung planen, sollten Sie also unbedingt eine Risiko-Lebensversicherung abschließen. 

5. Sicher unterwegs in der Freizeit: Private Unfallversicherung

Nach einem schweren Unfall muss der Alltag häufig für längere Zeit neu organisiert werden. Doch viele vergessen, dass auch hierfür hohe Kosten anfallen können, zum Beispiel für notwendige Umbaumaßnahmen. Geschieht der Unfall während der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit, sichert Sie die gesetzliche Unfallversicherung ab. Doch rund 70 Prozent der Unfälle ereignen sich während der Freizeit. Zudem sind die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung niedrig und es werden nicht alle Behandlungen übernommen. Eine private Unfallversicherung kann sich deshalb lohnen. 

6. Für die eigene Gesundheit: Kranken-Zusatzversicherung

Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben ihre Leistungen in den vergangenen Jahren immer weiter gekürzt oder verlangen Zuzahlungen für immer mehr Leistungen. Deshalb kann sich eine private Kranken-Zusatzversicherung lohnen, auch wenn Sie kein Beamter sind. Sinnvoll ist diese Versicherung, wenn Sie sich mehr und bessere Leistungen als im gesetzlichen System wünschen und keine schwerwiegenden chronischen Vorerkrankungen haben. Wägen Sie aber den besseren Schutz gegen die Kosten ab. Diese werden vor allem mit zunehmendem Alter spürbar, wenn die Beiträge steigen.

7. Tipp für Selbstständige und Gutverdiener: Krankentagegeld-Versicherung

Werden Sie krank, bekommen Sie in der Regel nach sechs Wochen statt Ihres Gehalts eine Lohnfortzahlung durch Ihre Krankenkasse, allerdings nicht in voller Höhe. Die Krankentagegeld-Versicherung gleicht diese Lücke teilweise aus. Sinnvoll ist sie vor allem für alle, deren Gehalt deutlich über der Lohnfortzahlung liegt.

Lassen Sie sich beraten und vereinbaren Sie Ihren VorsorgeCHECK

In jedem Fall gilt: Bevor Sie irgendeinen Vertrag unterschreiben, vergleichen Sie Preise, Bedingungen, Deckungssummen und Ausnahmeklauseln gründlich. Da diese teilweise sehr komplex sind, sollten Sie Zeit in eine gute und umfassende Beratung investieren. Beim VorsorgeCHECK der Sparkasse Forchheim wird Ihre individuelle Ausgangssituation analysiert und Sie erhalten die richtigen Empfehlungen für Ihre Vorsorge. 

Tipp: Für jeden Kunden, der in den kommenden Wochen einen VorsorgeCHECK durchführen lässt, spendet die Sparkasse Forchheim 5 Euro an die Tobias-Büttner-Stiftung. Die Stiftung unterstützt unter anderem die Pflege und Therapie querschnittgelähmter Menschen.

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