Deutschland
Finanzen

Krasser Unterschied: Pensionen von Beamten mehr als doppelt so hoch wie die "normale" Rente

Die Höhe der monatlichen Brutto-Pensionen von Beamten liegt deutlich über den Auszahlungen, die andere Rentner erhalten. Doch auch die Hinterbliebenen der Beamten sind finanziell sehr gut aufgestellt.
Pensionen von Beamten
Rund 59 Milliarden Euro zahlt der Staat jährlich an Beamte und deren Hinterbliebene aus. Die Pensionen sind damit weiter angestiegen. Foto: fotoblend/pixabay.com (Symbolbild)

Der Beamtenstatus wirkt sich nicht nur während der aktiven Arbeitsjahre positiv auf den Kontostand aus, sondern auch im Ruhestand: Die Daten des Statistischen Bundesamts zeigen deutlich, dass die Pensionen für ehemalige Beamte in den vergangenen Jahren stark angestiegen sind. Doch nicht nur die Arbeitnehmer*innen selbst, sondern auch ihre Hinterbliebenen profitieren finanziell enorm davon. Bei Rentnern sieht das allerdings ganz anders aus.

Nach aktuellem Stand ist der Staat für die finanzielle Versorgung von insgesamt 1,737 Millionen ehemaliger Beamter zuständig, dazu zählen auch deren Hinterbliebene wie Witwen und Witwer. Damit erreicht die Zahl einen neuen Höchststand. 2020 lagen die Ausgaben bei 59,1 Milliarden Euro, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. 2010 waren es noch 39,8 Milliarden.

Pension versus Rente: Deutliche Unterschiede bei der Auszahlung

Durchschnittlich werden jedem Pensionär und jeder Pensionärin 3160 Euro monatlich ausgezahlt. Bei nicht verbeamteten Rentnern ist es nicht einmal die Hälfte davon, nämlich im Schnitt nur 1539 Euro – und das selbst nach 45 Arbeitsjahren.

Laut den Statistiken sind Landesbeamte dabei am besten gestellt, mit durchschnittlich 3400 Euro Brutto-Pension pro Monat. Eine besonders hohe Summe wird hier an diejenigen ausgezahlt, die in der Sparte der sogenannten „übrigen Bereiche“ tätig waren, dazu zählen beispielsweise staatliche Stiftungen.

Hier beträgt die monatliche Brutto-Summe rund 3980 Euro. Bei Lehrern und Lehrerinnen sind es 3890 Euro, bei männlichen Kommunalbeamten 3520 Euro. Berufssoldaten folgen an vierter Stelle mit 3300 Euro, dahinter Bundesbeamte und Bundesrichter mit jeweils etwa 3250 Euro.

Bayerns Pensionäre bekommen besonders viel Geld

Was Rentner*innen dabei als besonders unfair empfinden könnten: Auch die finanzielle Versorgung von Beamtenwitwen und -witwern liegt mit durchschnittlich 1830 Euro pro Monat um mehrere hundert Euro über dem Rentenniveau.

Lese-Tipp: Das einzige Buch, das du über Finanzen lesen solltest

Auch zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es bei der Auszahlung der Pensionen deutliche Unterschiede: Spitzenreiter sind Rheinland-Pfalz mit 3600 Euro, Bayern mit 3590 Euro sowie Baden-Württemberg mit 3560 Euro.

Da sich die Höhe der Pension bei Beamten und Beamtinnen an der Zahl der geleisteten Arbeitsjahre und dem Stand des letzten Gehalts orientiert, bekommen sie aktuell etwa 66 Prozent davon als Pension. Bei Rentnern und Rentnerinnen sind es nach 45 Arbeitsjahren durchschnittlich 49 Prozent.

Mehr zum Thema Finanzen:

 

Artikel enthält Affiliate Links

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn du auf einen dieser Links klickst bzw. darüber einkaufst, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.