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Finanz-Tipp

Girokonten: Mit Stiftung Warentest verschiedene Kontomodelle vergleichen

Online zahlen, den Kontostand prüfen oder mit seinem Bankberater in Kontakt treten – all das lässt sich heute unkompliziert über das Online-Banking erledigen. Aber welches ist aktuell überhaupt das preiswerteste Girokonto und welcher Anbieter stellt ein sicheres E-Banking zur Verfügung? Stiftung Warentest hat für solche Fragen einen neuen Servicedienst entwickelt, mit welchem man unkompliziert verschiedene Girokontomodelle miteinander vergleichen kann. Welche Kriterien Sie bei der Wahl des Girokontos berücksichtigen sollten, fassen wir hier für Sie zusammen.
 
Girokonten im Vergleich bei Stiftung Warentest: Welches bietet die besten Konditionen?
Girokonten im Vergleich bei Stiftung Warentest: Welches bietet die besten Konditionen? Symbolfoto: TheDigitalWay/pixabay.com Foto: TheDigitalWay/pixabay.com
  • Stiftung Warentest vergleicht Girokonten
  • Ein Girokonto sollte nicht mehr als 5 Euro monatlich kosten
  • So funktioniert der Girokontowechsel

Das Online-Banking hat in den vergangenen Jahren erfolgreich Einzug in unseren Alltag gehalten: Statt in einer Bankfiliale vor Ort die Kontoauszüge zu ziehen, loggt man sich heutzutage im Handumdrehen in das E-Banking ein, um die Umsätze des Kontos zu prüfen. Und nicht nur das: Onlinebestellungen zahlen wir nicht mehr per handschriftlicher Überweisung, sondern ganz unkompliziert mit dem Online-Banking.  Der digitale Zugriff auf unsere Finanzen hat sich inzwischen als fester Teil eines jeden seriösen Girokontos etabliert. Trotzdem gibt es zwischen den Kontomodellen von verschiedenen Anbietern vor allem große Unterschiede bei den Konditionen. Wie Sie für sich das beste Girokonto inklusive Online-Banking Funktion ausmachen, erfahren Sie hier.

Online Girokonten vergleichen: Diesen Service bietet Stiftung Warentest

Nach der europäischen Zahlungskontenrichtlinie muss Deutschland für  Verbraucher den Zugang zu mindestens einer kostenlosen und objektiven Vergleichswebsite garantieren.

Aus diesem Grund wird derzeit von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine staatliche Vergleichswebsite entwickelt, die voraussichtlich im Frühjahr 2022 online verfügbar sein wird.

Wer nicht so lange darauf warten will, kann auf den Vergleichsservice von Stiftung Warentest ausweichen: Experten von Stiftung Warentest nehmen dazu mehr als 300 Girokontomodelle von über 130 Geldinstituten unter die Lupe, um aussagekräftige Vergleiche ziehen zu können. 

So unterscheiden sich Girokonten voneinander

Nach Empfehlung von Stiftung Warentest sollten Verbraucher nicht mehr als 5 Euro monatlich oder 60 Euro im Jahr für ein Girokonto inklusive EC-Karte und Onlinebuchungen zahlen. Wer mehr zahlt, sollte einen Wechsel des Girokontos in Betracht ziehen. Sich für einen bestimmten Anbieter oder Girokontomodell zu entscheiden, ist in Anbetracht des breit aufgestellten Angebots in Deutschland gar nicht so einfach. Zunächst sollte man sich überlegen, wie das Konto bislang genutzt wurde und auf welche Funktionen man besonders viel Wert legt.

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Denn je nach Art der Nutzung des Girokontos muss es für den Kunden verschiedene Kriterien erfüllen: Wichtige Merkmale, die Stiftung Warentest zu diesem Zweck miteinander verglichen hat, sind zum Beispiel die Höhe der Dispozinsen, die Kontoführungsgebühren sowie optional die Gebühren für eine Kreditkarte. So gibt es beispielsweise neben den "kostenlose Konten ohne Wenn und Aber", Konten, die pro Überweisung per Beleg eine gewisse Pauschale berechnen oder Kontenmodelle, die Dispokredite gewähren.

Für andere Kunden ist hingegen die gute Erreichbarkeit von Bankautomaten wichtig.  Je nach den präferierten Kriterien können die Konditionen von verschiedenen Anbietern auf der Website miteinander verglichen werden. Dazu kann anhand von einer Filterleiste auf der Website eingestellt werden, welche Merkmale das zukünftige Konto mitbringen sollte. Zu den Filtermöglichkeiten gehören des Weiteren die Wahl des Onlinebanking-Verfahrens, der Möglichkeit von Echtzeitüberweisungen, das Angebot eines günstigen Dispokredits und der Nutzung einer optionalen Kreditkarte. Je nach gesetzten Filter werden dann passende Kontomodelle mit den preiswertesten Konditionen ermittelt. Wenn man schließlich einige Angebote ausgewählt hat, kann man diese mit nur einem Klick in den direkten Vergleich setzen. Stiftung Warentest erstellt dann eine Tabelle, die die Vorzüge und Nachteile der jeweiligen Modelle auflistet. Außerdem bietet die Website die Möglichkeit, diese Vergleichstabelle als PDF-Datei zu speichern.

Das sind die Vorteile von Online-Banking

Für viele Nutzer ist die Verfügbarkeit von einem sicheren Online-Banking-Zugang ein ausschlaggebender Faktor, sich für oder gegen ein Girokontomodell zu entscheiden. Denn: Mehr als jede zweite Person in privaten Haushalten nutzte im ersten Quartal von 2020 das Online-Banking, das fand das statistische Bundesamt heraus.

Besonders beliebt ist die der digitale Zugriff auf das Girokonto bei der Altersgruppe von den 25- bis 44-Jährigen; davon haben 83 Prozent der Befragten diese Funktion in Anspruch genommen. Die Vorteile sind – gerade in einer Zeit, bei der man bewusst Distanz wahrt – offensichtlich: Bankgeschäfte können einfach von der Couch aus erledigt werden – egal um welche Uhrzeit.

Und das vor allem ohne jeglichen Einschränkungen: Alles, was früher am Schalter persönlich geklärt werden musste, kann man heutzutage digital abwickeln. Die einzige Voraussetzung: ein digitales Endgerät sowie eine Internetverbindung. Ein weiterer große Vorteil ist außerdem, dass Online-Girokonten oftmals weitaus preisgünstiger sind.

Girokontowechsel: So funktioniert es

Wenn Sie sich nun für den Wechsel zu einem anderen Anbieter entschieden haben, sollten Sie sich zunächst an Ihr bisheriges Geldinstitut wenden: Sie bieten in dem meisten Fällen einen sogenannten Umzugsservice an, der schriftlich beantragt werden kann. Für Verbraucher ist es gut zu wissen, dass die jeweils neue und die alte Bank seit September 2016 dazu verpflichtet sind, einen Wechsel so einfach und unkompliziert wie möglich zu gestalten. Sollte es zu Komplikationen oder sogar finanziellen Schäden für den Kontoinhaber kommen, haften beide Banken. Für einen Kontowechsel sollte mit einer Dauer von bis zu 12 Geschäftstagen gerechnet werden. Nach dem erfolgreichen Wechsel empfiehlt es sich, das alte Konto mit einem kleinen Restguthaben noch zwei Monate bestehen zu lassen, um sicherzugehen, dass alle Zahlungspartner über die neue Kontonummer informiert sind. Dann schließlich kann es endgültig gekündigt werden.

Um die Aktualität des Vergleichs zu gewährleisten, wird Stiftung Warentest außerdem die Daten auf der Website regelmäßig kontrollieren und auffrischen. Verfügbar ist der Service unter test.de.

In diesem Artikel erfahren Sie außerdem, welche neuen Regelungen bei dem Bezahlen mit der Kreditkarte gelten

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