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Girokonten im Vergleich bei Stiftung Warentest: Welche günstig sind - und sicher

Kostenlose Girokonten im Check: Stiftung Warentest hat 304 Kontomodelle von 120 Banken verglichen. Wie sicher ist Onlinebanking und welche Bank liefert die besten Konditionen?
 
Girokonten im Vergleich bei Stiftung Warentest: Welches ist das beste? Symbolfoto: TheDigitalWay/pixabay Foto: TheDigitalWay/pixabay.com

Gehalts- und Rentenkonten im Vergleich: Stiftung Warentest untersucht laufend die Konditionen von mehr als 120 Geldinstituten, indem über 50 Kontomerkmale abgefragt werden. Diese Untersuchung soll es den Kunden erleichtern, das passende Girokonto für sich zu finden - denn jeder hat andere Bedürfnisse.

Einige Kunden legen Wert auf einen Geldautomaten um die Ecke, die anderen auf die Beziehung und Unterstützung der Bankmitarbeiter, wieder andere auf niedrige Kontoführungs- oder Überweisungsgebühren. Stiftung Warentest aktualisiert laufend seine Ergebnisse. In diesem Artikel werden Ergebnisse des Monats August 2020 vorgestellt. 

Preise von Girokonten: nicht mehr als 60 Euro

Gebührenfreie Online-Konten gibt es bei 1822 direkt, Comdirect Bank, Consorsbank, DKB, Edekabank, N26, Norisbank, O2 Banking, Spardabank Hessen und der VR Bank Niederbayern-Oberpfalz. In bestimmten Regionen verlangen Banken Extragebühren für jedes Bezahlen mit der Girocard, etwa 50 Cent wie bei der Kasseler Sparkasse oder der Salzlandsparkasse. Kontaktlos bezahlen in der Corona-Krise: Umsonst war gestern.

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60 Euro im Jahr oder fünf Euro pro Monat sollte der Maximalbetrag für ein Giro­konto inklusive Girocard und Online­buchungen sein. Dafür sollte die Bank Buchungen abwickeln, Geld­automaten bereit­stellen und Beratung sowie sichere Technik fürs Online­banking anbieten. 

Bezahlen Sie mehr als 60 Euro im Jahr? Oft reicht es schon, das Konto anders als bisher zu nutzen, indem Sie beispielsweise auf Onlinebanking umsteigen. Sie können auch auf Ihre Bank zugehen, und nach günstigeren Angeboten und Konditionen fragen. Wenn diese beiden Methoden keinen Erfolg bringen, hilft ein Kontowechsel.

Sparkasse hat die meisten Geldautomaten

Nur bei Geldautomaten der eigenen Bank können Kunden mit ihrer Girocard kostenlos Geld abheben. Daher ist ein Kriterium bei der Wahl der passenden Bank, wie viele Automaten sie zur Verfügung stellt. Denn gerade in Großstädten möchten Kunden nicht eine weite Reise bis zu ihrem Bargeld zurücklegen.

Sparkassen haben laut Stiftung Warentest die meisten Geldautomaten. Deutschlandweit stellt die Bank 23.600 Automaten zur Verfügung. Danach folgen VR-Banken mit 17.669 und die Cash Group mit 9000 Automaten. Zu letzterer zählen Auto­maten von ­Commerz­bank, Deutsche Bank, ­Hypo­Ver­eins­bank, Post­bank und Shell-Tank­stellen.

ING hat mit 1200 die wenigsten Automaten, da es sie oft nur in Einkaufszentren oder Tankstellen gibt.

Onlinebanking: Wie sicher ist Bezahlen im Internet?

Auf Onlinebanking umzusteigen, macht in der heutigen Zeit, vor allem in der Corona-Krise, Sinn: Immer mehr Banken schließen Ihre Filialen, außerdem wird der Tarif dadurch günstiger. Selbst Skeptiker dürften überzeugt werden, wenn sie die Geschäftsbedingungen ihrer Bank durchlesen. Denn Onlinebanking ist nicht weniger sicher als eine Überweisung in Papierform.

Die Direkt­banken DKB und ING-Diba geben ihren Kunden eine Sicher­heits­garantie. Das bedeutet, dass sie die Haftung über­nehmen, auch wenn der Kunde grob fahr­lässig handelt, etwa Pin und Tan ungesichert auf seinem Computer speichert. Bei diesen Banken muss der Kunde im Schadens­fall also nicht beweisen, dass er sorgfältig war.

Commerz­bank und Deutsche Bank geben dieses Versprechen zwar auch ab, es ist bloß nicht in ihren Geschäftsbedingungen zu finden. Im Streitfall kann der Kunde sich nicht darauf berufen. Kunden der Targo­bank erhalten die Online-Sicher­heits­garantie nur, wenn sie diese beantragen. Erst wenn der Kunde aktiv geworden ist und sich registriert hat, kann er sich auf die Sicher­heits­garantie verlassen. Zugangsdaten zum Onlinebanking sollten trotzdem nicht an Dritte weitergegeben werden. Auch auf Links in sogenannten Pishing-Mails sollten Sie nicht klicken. Damit versuchen Betrüger, an Ihre Daten zu gelangen.

Die Banken schützen sich mit speziellen Firewalls gegen unbe­rechtigte Zugriffe auf Ihr System, sorgen für einen verschlüsselten Daten­austausch und lassen Ihre Zugänge zum System von Dritten auf Sicher­heits­mängel testen. Ihre Verhaltens­muster werden analysiert, um unbe­rechtigte Buchungen mit sogenannten schwarzen Listen vor der Ausführung zu stoppen.

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