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Gehalts-Check: Was verdient ein Soldat?

Der Verdienst eines Soldaten oder einer Soldatin hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Eine große Rolle spielt zum Beispiel, wo man eingesetzt wird und welche Erfahrung man mitbringt. Ein Überblick.
Verdienst eines Soldaten
Wie viel ein Soldat verdient, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und kann nicht einfach pauschalisiert werden. Symbolbild. Foto: CC0 / Pixabay / ArmyAmber
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  • So wirst du Soldat*in
  • Das zu erwartende Gehalt

Wer gerne Soldat*in werden möchte, interessiert sich sicherlich auch für das Gehalt, das er oder sie erwarten kann. Das hängt allerdings von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wie wird man Soldat oder Soldatin - und was verdienst du? Ein Überblick.

Beruf: Wie wird man eigentlich Soldat?

Um Soldat*in zu werden, musst du bei der Einstellungsuntersuchung beim Bund einen Basis-Fitness-Test ablegen. Dieser dauert 90 Minuten und setzt sich aus Sprint-, Kraft-, Ausdauer- und Schwimmtests zusammen. Zudem musst du die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, eine Mindestgröße von 1,55 m aufweisen und einen gesundheitlichen Eignungstest nachweisen können. Möchtest du Unteroffizier*in werden, braust du einen Realschulabschluss oder eine Berufsausbildung; strebst du eine Karriere als Oberoffizier*in an, benötigst du das Abitur. Grundlegende Eigenschaften, die du als angehende*r Soldat*in mitbringen solltest, sind Einsatzbereitschaft, Flexibilität, eine demokratische Grundhaltung sowie Teamgeist und Selbstdisziplin.

Die Grundausbildung dauert in der Regel 3 Monate. In dieser Zeit hast du 450 Ausbildungsstunden, in denen du intensiv gefordert wirst, um schlussendlich deine militärische Grundbefähigung (auch: "Allgemeinmilitärische Grundbefähigung") zu erlangen. Während der Grundausbildung musst du nicht nur physische, sondern auch psychische Herausforderungen meistern. Um deinen Körper fit zu bekommen, wirst du mit wenig Schlaf, viel Sport sowie langen Märsche gefordert. Deine psychischen Grenzen werden durch viel Zeit im Freien, Drill und auch Gefechtsübungen ausgereizt. Das Ziel sind Organisation und Disziplin; immerhin sollst du auch auf Ernstfälle und Notfallsituationen vorbereitet werden. Sicherheits- und Schutzmaßnahmen stehen hier im Fokus; vor allem der sichere Umgang mit Waffen wird geschult. Du musst dich auf dem Feld bewegen können, wissen, wie man Täuschungs- und Tarnmanöver ausübt und wie du zur Not eine Unterkunft bauen und überleben kannst. Teamarbeit und Kameradschaft sind Voraussetzung für viele Übungen, jedoch zeigen die vielfältigen Anforderungen bereits: Die Ausbildung ist sehr hart und intensiv.

Nach dem Grundwehrdienst kannst du dich spezialisieren. Es bietet sich dir die Möglichkeit, beispielsweise auch als Panzerkommandant*in, als Sanitäter*in, Techniker*in oder Militärpilot*in aktiv zu werden.

Der Verdienst eines Soldaten oder einer Soldatin

Während deiner Laufbahn kannst du verschiedene Dienstgrade, die sich in ihrer Verantwortung und Entscheidungsgewalt unterscheiden, erreichen. Dabei gibt es Rollen wie den Feldwebel, den*die Unteroffizier*in, den*die Leutnant*in, den*die Offizier*in und den Hauptmann. Doch nicht nur die Position, die du hast, ist entscheidend: auch der Dienst spielt eine Rolle. Unterschieden wird hierbei zwischen dem einfachen, dem mittleren, dem gehobenen und dem höheren Dienst. Jeder dieser Dienste hat eine eigene Besoldungsgruppe, die festlegt, wie hoch das Gehalt ist. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Berufserfahrung.

Das Einstiegsgehalt eines*r Soldat*in beträgt im Durchschnitt etwa zwischen 1.900 und 2.065 Euro. Arbeitest du als Soldat*in im einfachen Dienst und bist seit zwei Jahren tätig, kannst du mit einem Durchschnittsgehalt von 2.241,94 Euro im Monat rechnen. Steigst du beispielsweise zum*r Leutnant*in auf, kannst du schon mit durchschnittlichen 2.789,33 Euro rechnen. Hast du eine Spezialisierung zum Kapitän zur See gemacht und arbeitest infolgedessen seit fünfzehn Jahren im höheren Dienst, kann das Gehalt sogar auf etwa 7.312,27 Euro monatlich ansteigen; solche Gehälter sind jedoch eher eine Ausnahme.

Hast du Kinder, bekommst du einen sogenannten Familienzuschlag von 258,15 Euro im Monat. Außerdem kannst du Zulagen bekommen, wenn du beispielsweise einen Außendienst leistest, an Sonn- oder Feiertagen arbeitest oder Flieger*in bist.

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