Deutschland
Finanzielle Entlastung

Das steckt im Entlastungspaket 2022: Energiepauschale, Zuschuss für Leistungsempfänger, Tankrabatt & mehr

Entlastungen für Autofahrer, Familien, günstigere Tickets für Busse und Bahnen: Wegen der stark gestiegenen Energiepreise hat die Ampel-Regierung ein umfangreiches Entlastungspaket auf den Weg gebracht. Diese fünf Maßnahmen sollen Bürger*innen finanziell schon bald helfen.
Entlastungspaket 2022: Diese 5 Maßnahmen der Bundesregierung sollen uns alle finanziell entlasten
Die Ampel hat ein Entlastungspaket für Bürger*innen auf den Weg gebracht. Fünf Maßnahmen sollen uns bald finanziell im Alltag entlasten. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die Spitzen der Ampel-Koalitionspartner SPD, Grüne und FDP haben sich auf ein Entlastungspaket angesichts der gestiegenen Energiepreise verständigt. Geplant sind "umfangreiche und entschlossene Maßnahmen" zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstagmorgen (24. März 2022) bereits aus Koalitionskreisen erfuhr. Die Koalition habe sich außerdem auf Maßnahmen zur Stärkung der "energiepolitischen Unabhängigkeit" verständigt.

Geplant sind eine Energiepreispauschale, eine Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe für drei Monate sowie Hilfen für Familien und Geringverdiener. Das teilten die Spitzen von SPD, Grünen und FDP am Donnerstag in Berlin mit. Vorgesehen sind auch billige Tickets für Busse und Bahnen im Öffentlichen Personennahverkehr - sowie Maßnahmen für mehr Energieeffizienz. Am Donnerstagvormittag wurden schließlich die verschiedenen Maßnahmen verkündet, die die Bürgerinnen und Bürger finanziell entlasten sollen.

Entlastungspaket 2022: Auf diese Entlastungen können wir uns freuen

Die Koalition verständigte sich außerdem auf Maßnahmen für mehr Energieeffizienz. Das soll auch dazu beitragen, wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine die Abhängigkeit von Gas, Öl und Kohle aus Russland zu verringern. Ab dem Jahr 2024 soll jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden - im Koalitionsvertrag war das bisher zum 1. Januar 2025 vorgesehen. Es soll zudem der Rahmen dafür geschaffen werden, dass Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien ihre über 20 Jahre alten Heizungsanlagen austauschen können.

Außerdem soll eine große Wärmepumpen-Offensive gestartet werden. Grünen-Chefin Ricarda Lang sprach von einem Ausstieg aus der Gasheizung. Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) hatte mehr Anstrengungen beim Energiesparen als Bedingung für ein Entlastungspaket genannt. Er hatte zum Beispiel Gasheizungen als "Auslaufmodell" bezeichnet. Neben den oben genannten Entlastungen sollen bald auch Mieter sparen können: Konkret soll es um Entlastungen bei den CO2-Kosten gehen. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Bauministerin Klara Geywitz (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP)haben sich demnach auf ein 10-Stufen-Modell geeinigt, das ab dem 1. Januar 2023 umgesetzt und vor allem Mietern schlecht gedämmter Wohnungen zugutekommen soll, wie die "Bild"-Zeitung berichtete.

Lindner sieht Handlungsfähigkeit der Regierung bestätigt

FDP-Chef Christian Lindner sieht in der Einigung der Koalitionsspitzen auf ein zweites Entlastungspaket für Bürger und Wirtschaft angesichts der hohen Energiekosten einen Beweis für die Handlungsfähigkeit der Regierung.

"Die Koalition ist der Überzeugung, dass wir die Menschen und die Wirtschaft angesichts dieser enormen Preissteigerungen kurzfristig und befristet schützen müssen", sagte Lindner am Donnerstag nach der Einigung der Koalitionsspitzen auf die Entlastungsmaßnahmen als Konsequenz auf die nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gestiegenen Energiepreise.

Die Koalition hatte sich im Februar vor Ausbruch des Ukraine-Krieges auf ein erstes Entlastungspaket geeinigt. Dieses sah unter anderem vor, die milliardenschwere EEG-Umlage über die Stromrechnung ab Juli abzuschaffen. Zuvor war dies für Anfang 2023 geplant. Außerdem ging es bei dem Paket um eine Erhöhung der Pendlerpauschale für Fernpendler.

red/mit dpa