Deutschland
Gebrauchtwagen

Gebrauchtwagen E-Auto: Kann man getrost zuschlagen - oder ist davon abzuraten?

Der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos wächst ständig. Doch lohnt sich der Kauf eines Elektroautos als Gebrauchtwagens überhaupt?
Elektroautos liegen voll im Trend
Neue Elektroautos liegen voll im Trend - doch gilt das auch für gebrauchte? Foto: GoranH/pixabay.com (Symbolbild)
  • Ein strombetriebenes Auto gebraucht kaufen - ist das sinnvoll?
  • Aktuelle Lage auf dem Gebrauchtwagenmarkt 
  • Die staatliche Förderung: Gilt diese nur beim Neuwagenkauf?
  • Vor- und Nachteile beim Kauf eines E-Gebrauchten 

Trotz eher schleppendem Anfang bei den Verkaufszahlen sind E-Autos in Deutschland mittlerweile gefragter denn je. Gilt das auch für gebrauchte E-Fahrzeuge?

Elektroautos liegen voll im Trend - doch gilt das auch für gebrauchte?

Der Boom der Elektroautos ist nicht zuletzt auf die inzwischen üppige Förderung von bis zu 9.000 Euro beim Neukauf zurückzuführen. Zudem hat sich auch die Technik weiterentwickelt. Dies gilt ganz besonders für die vermeintliche Schwachstelle der Stromer: den Akku. Viele Hersteller geben dafür bis zu acht Jahre oder auch bis zu 200.000 Kilometer Garantie. Doch wie sieht das bei älteren und gebrauchten Modellen aus? Kann man dafür überhaupt noch Prämien erhalten und sind die schon etwas betagteren Akkus ein unkalkulierbares Risiko?

Im vergangenen Jahr mussten Kunden und Kundinnen von Neuwagen mit deutlich verlängerten Lieferzeiten rechnen. Der Grund bei E-Autos ist ein Lieferengpass bei den für die Fahrzeuge dringend benötigten Chips. Deshalb mussten viele Hersteller ihre Produktion herunterfahren und konnten dementsprechend weniger Fahrzeuge ausliefern.

Gleichzeitig gestaltet sich der Verkauf gebrauchter E-Autos als äußerst schwierig, obwohl oder gerade deshalb, weil ein ständig wachsendes Angebot an Gebrauchten zur Verfügung steht. Warum das so ist, lässt sich ganz einfach nachvollziehen: Beim Kauf eines neuen Elektro-Fahrzeugs erhalten Käufer und Käuferinnen eine relativ stattliche Prämie von Staat (6.000 €) und Hersteller (3.000 €). Bei Gebrauchtwagen gilt dies nur dann, wenn diese erstmalig nach dem 4. November 2019 oder später zugelassen wurden und zudem deren Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020 erfolgt ist. Dazu kommt neben der allgemeinen Neuwagengarantie auch noch die bereits beschriebene Zusatzgarantie für die Akkus. Da muss ein gebrauchtes Elektro-Fahrzeug schon extrem billig angeboten werden, um noch einigermaßen attraktiv zu sein. 

Die Vor- und die Nachteile beim Kauf von gebrauchten Elektroautos

Das Grundproblem bei E-Autos ist nach wie vor der relativ hohe Preis. Für einen Mittelklassewagen legt man locker zwischen 50.000 und 60.000 Euro auf den Tisch. Nur wer sich mit einem insgesamt kleineren Wagen, der entsprechend weniger Platz und zumeist einen Akku mit etwas geringerer Reichweite hat, begnügt, kann auch schon Modelle zwischen rund 20.000 und 25.000 € erwerben.

Amazon-Tipp: Tragbarer Booster für die Autobatterie Booster mit intelligentem Starthilfekabel

Zieht man hier vom Kaufpreis solch eines relativ günstigen Elektroeinstiegsmodells die maximale Förderprämie von 9.000 Euro ab, dann lässt sich durchaus von einem Schnäppchen sprechen. Dazu kommt dann auch noch die Steuerbefreiung für alle bis Ende 2025 gekauften Autos, die jedoch am 31.12.2030 ausläuft. Bei solchen Preisen kann das Stromern mit einem kleinen Elektro-Flitzer richtig Spaß machen. Ganz besonders dann, wenn man ohnehin nicht so viel Platz benötigt und den Wagen auch nicht überwiegend für Langstrecken-Fahrten einsetzen möchte. Doch rechnet sich dann überhaupt noch ein gebrauchtes Elektroauto? 

Wer bei einem gebrauchten E-Fahrzeug richtig Geld sparen möchte, der muss schon ein deutlich älteres Modell ins Auge fassen. Dafür gibt es dann jedoch keine Kaufprämie mehr. Außerdem stellt sich die Frage, wie lange der Akku noch durchhält. Zum Zeitpunkt des Baus der etwas betagteren Modelle haben die Hersteller meist nur vier Jahre Garantie auf den Stromspeicher gegeben. Diese dürfte bei vielen Fahrzeugen wahrscheinlich bereits abgelaufen sein, womit sich die Frage stellt, wie viele Kilometer der Akku wohl noch mitmacht. Wer da sichergehen will, der sollte beim Modell seiner Wahl am besten den Batteriezustand in einer Fachwerkstatt oder auch bei TÜV oder Dekra überprüfen lassen, was etwa 100 bis 150 Euro kostet. Bei einigen Modellen kann man die Restkapazität auch selbst überprüfen. Ist diese jedoch zu gering, dann lohnt sich der Kauf älterer E-Autos nur dann, wenn der Kaufpreis dementsprechend niedrig ausfällt.

Solltest du über den Kauf eines Gebrauchten nachdenken, liest du hier, was sich mit dem neuen Jahr 2022 in diesem Bereich verändert hat. 

Artikel enthält Affiliate Links

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegenzulassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn du auf einen dieser Links klickst und darüber einkaufst, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.