• Corona-Bonus 2022: Steuerfreie Sonderzahlung wird für bestimmte Berufsgruppen noch bis Ende März ausgezahlt
  • Pflegebonus für Beschäftigte von Kliniken und Pflegeeinrichtungen kommt
  • Bestimmte Angestellte bekommen höheren Bonus als andere
  • Kritik an Plänen von Karl Lauterbach: Aufteilung der Summe sei ungerecht

Einige Berufsgruppen bekommen einen Corona-Bonus: Mehr als eine Million Arbeitnehmer*innen im öffentlichen Dienst der Bundesländer können einen Corona-Bonus in Höhe von rund 1300 Euro erhalten. Besonders attraktiv: Der Bonus ist steuerfrei. Auch Azubis, Praktikanten und studentische Mitarbeitende erhalten einen Bonus.

Corona-Bonus 2022 noch bis Ende März auszahlbar: Wer bekommt 1300 Euro extra? 

Der Corona-Bonus darf noch bis 31. März 2022 ausgezahlt werden. Die Idee dahinter ist, die zusätzliche Arbeitsbelastung mancher Berufsgruppen abzufedern. Entschädigt werden zum Beispiel Arbeitnehmer aus dem öffentlichen Dienst, wie Landesbehörden, Unikliniken, Polizei, Feuerwehr, Schulen, Kitas, Straßenmeistereien sowie Forst- oder auch Abfallbetriebe.

Auszubildende, Praktikanten und studentische Mitarbeitende haben ebenfalls Anspruch auf den Corona-Bonus. Sie erhalten jedoch nur die Hälfte der Summe, also 650 Euro.

Der Corona-Bonus muss zusätzlich zum Gehalt ausbezahlt werden und darf nicht mit diesem verrechnet werden. Bayern zahlt die 1300 Euro auch seinen Beamten. Der Corona-Bonus ist steuerfrei - unabhängig davon, ob er gesplittet oder auf einmal ausgezahlt wird.

Pflegebonus 2022 kommt: finanzielle Unterstützung für Beschäftigte

Neben dem Corona-Bonus will der Bund aber auch einen Pflegebonus in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro auszahlen, der zwischen den Angestellten von Kliniken und Pflegeeinrichtungen aufgeteilt wird. Die Träger der Krankenhäuser sollen dann gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung entscheiden, welche Angestellten den Bonus erhalten und wie hoch er jeweils ausfallen soll. Die höchste Summe sollen Intensivpfleger bekommen, wie in einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums vermerkt ist.

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Krankenhäuser, die in den vergangenen zwei Jahren besonders stark durch die Pandemie belastet wurden, sollen beim Pflegebonus priorisiert werden: Das Gesundheitsministerium spricht von 837 Kliniken und rund 280.000 Arbeitnehmern, die vom Bonus profitieren sollen.

Bei Altenpflegern orientiert sich die Höhe der Auszahlung laut dem Ministerium an den wöchentlichen Arbeitsstunden, der Qualifikation der Beschäftigten sowie der „Nähe zur Versorgung“. Hier sollen die höchsten Summen an Vollzeitbeschäftigte „in der direkten Pflege und Betreuung“ ausgezahlt werden. Konkret heißt das: bis zu 550 Euro pro Beschäftigten und bis zu 330 Euro für Auszubildende.

Kritik an Auszahlung: Ärzte und Altenpfleger fühlen sich übergangen

Kritik am Pflegebonus kommt von Patientenschützern, denn eigentlich wurden der Altenpflege rund 3000 Euro in Aussicht gestellt. Doch auch Krankenhausmitarbeiter, die während der Pandemie andere Patienten als Covid-Infizierte betreut haben, würden benachteiligt werden.

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Auch die Ärzteschaft fühlt sich beim Pflegebonus übergangen: Bereits bei der ersten und zweiten Auszahlung der Corona-Prämie wurde der Pflegebereich priorisiert. „Ein drittes Mal werden wir das nicht hinnehmen“, betont Susanne Johna, Vorsitzende des Marburger Bundes.

Verdi bemängelt zudem, dass die Behindertenhilfe sowie der Rettungsdienst bei der Auszahlung nicht beachtet werden. Ähnlich sieht dies der Deutsche Pflegerat und befürchtet, die ungleiche Verteilung des Bonus könnte sogar zu einer Spaltung unter den Angestellten führen.

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Überblick über die Änderungen 2022: 

 

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