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Clever sparen für das Patenkind: Diese Möglichkeiten gibt es

Für das Patenkind zu sparen, ermöglicht dem Sprössling einen guten Start ins Leben. Welche Sparformen du nutzen kannst und wovon Experten abraten, erfährst du in diesem Artikel.
Das Porzellanschwein hat als Sparform längst ausgedient, zumindest wenn es um effektive Geldanlage geht.
Das Porzellanschwein hat als Sparform längst ausgedient, zumindest wenn es um effektive Geldanlage geht. Foto: CC0 / Pixabay / Tirelire_Avenue
  • Aus welchen Anlässen kann man Pate oder Patin werden?
  • Zu welchen effektiven Sparformen raten Expert*innen?
  • Das solltest du bei der Geldanlage für dein Patenkind beachten
  • Ist es ratsam, ein Sparbuch anzulegen?

Viele Menschen haben Patenkinder. Anlässe, "Patenonkel" oder "Patentante" zu werden, sind traditionell die Sakramente, die Kinder aus religiösen Familien empfangen: In der evangelischen Kirche sind das die Taufe und das Abendmahl - bei den Katholiken heißt Letzteres Erstkommunion. In der römisch-katholischen Kirche ist es außerdem noch üblich, die Patenschaft für einen Firmling zu übernehmen. Aus kirchlicher Sicht dient eine solche der Förderung der christlichen Erziehung. Aus weltlicher Sicht besteht die Möglichkeit, das Patenkind auch finanziell auf das Leben vorzubereiten. 

Für das Patenkind sparen: Regelmäßig in Fonds einzahlen

Fonds werden oft professionellem Börsenhandel zugeordnet. Doch auch für Privatpersonen sind sie eine gute Möglichkeit, Geld anzusparen, wie die Experten der Deutsche Vermögensberatung (DVAG) erklären: "Zur mittel- bis langfristigen Geldanlage ist beispielsweise ein Fondssparplan eine ideale Wahl." Dabei kannst du regelmäßig kleinere Beiträge über einen längeren Zeitraum in Fonds anlegen.

Bereits ab einer regelmäßigen Sparrate von 25 Euro kann das Patenkind mit den erworbenen Anteilen von den Chancen des Wertpapiermarktes profitieren. 

Der sogenannte "Cost-Average-Effect" beispielsweise bewirkt günstigere Durchschnittspreise, weil in schwachen Börsenphasen mehr Anteile erworben werden als in Zeiten, wenn die Kurse hochstehen. "Wichtig ist es, vorher gemeinsam mit einem Experten die persönlichen Anlageziele und Bedürfnisse, den Anlagehorizont sowie die Risikoneigung zu klären", erklären die Finanzexperten der DVAG.

Tagesgeldkonto für das Patenkind: Niedrige Zinsen aber flexibel

Wer flexibel bleiben möchte, für den ist ein Tagesgeldkonto für das Patenkind eine Option. Der Nachteil: Nennenswerte Zinsen springen dabei nicht heraus.

Allerdings kannst du hier ohne großen Aufwand auch zwischendurch etwas einzahlen oder notfalls auf das Geld zugreifen, wenn doch kurzfristig eine Anschaffung für das Kind benötigt wird.

Auf einem Tagesgeldkonto lassen sich auch kleinere Beträge "parken", zum Beispiel nach einem Geburtstag, bevor man das Geld langfristig anlegt.

Experten zum Sparen für Patenkinder: Sparbuch ist "out"

Jahrzehntelang galt das Sparbuch als sichere und zinsstarke Geldanlage, ein echter "Allrounder" für später. Auch Festgeld wurde über Generationen hinweg für langfristige Anlagen empfohlen. Diese Zeiten sind laut den DVAG-Experten vorbei. 

Es lohnt sich nicht mehr, damit für den Führerschein, das erste eigene Auto oder das Studium vorzusorgen. Durch das anhaltende Niedrigzinsniveau, deutlich unter der Inflationsrate, verlieren die Ersparnisse fortlaufend an Kaufkraft.

Die Finanzspezialisten raten vielmehr zu rentableren Alternativen, um ein finanzielles Polster für später anzusparen.

3 Tipps zur Geldanlage für Patenkinder:

Unabhängig davon, welche Sparform du für dein Patenkind wählst, solltest du drei Expertentipps beherzigen.

  • Frühzeitig anfangen: Wer früh genug beginnt, der nutzt den Zinseszinseffekt und kann bis zur Volljährigkeit des Kindes auch mit kleinen regelmäßigen Beiträgen eine beachtliche Summe ansparen. Idealerweise legst du direkt einen Teil der Geldgeschenke zur Taufe als Grundstock an.
  • Konsequent sparen: Beim Sparen gilt: Dranbleiben! Monatliche Einzahlungen schaffen schnell ein komfortables Polster. Läuft es mit den Fonds mal nicht so gut, nicht gleich die Nerven verlieren. Schließlich bleibt noch Zeit, um das normale Auf und Ab an der Börse auszusitzen.
  • Nicht alle Eier in einen Korb legen: Du solltest dich von einem Finanzexperten beraten lassen und auf einen breitgestreuten Mix zur Geldanlage für dein Patenkind setzen. Erfahrungsgemäß minimiert eine breite Streuung der Anlage das Risiko und gleicht eventuelle Verluste besser aus.

Du hast keine Kinder in deinem Verwandten- und Freundeskreis, für die du die klassische Patenschaft übernehmen kannst? Hier lernst du ein Projekt kennen, das dir die Möglichkeit gibt, dennoch Kinder zu unterstützen.