Berlin
Altersvorsorge

CDU plant Renten-Revolution 2021 - neues Finanzierungsmodell soll her

Die CDU plant eine Rentenreform im kommenden Jahr. Im Mittelpunkt steht die Abschaffung des einheitlichen Rentenalters - doch lässt sich der Vorschlag überhaupt umsetzen?
 
Renteneintrittsalter soll geändert werden
Die CDU plant eine Abschaffung des einheitlichen Renteneintrittsalters. Symbolbild: pixabay.com/anaterate
  • Rentenreform für 2021 geplant: Die CDU hat einen Vorschlag für eine Änderung des Renteneintrittalters geplant.
  • Der Eintritt in den Ruhestand soll individuell und nicht mehr einheitlich bestimmt werden.
  • Damit würde sich auch das bisherige Finanzierungsmodell ändern.

Das einheitliche Rentenalter könnte in der Zukunft abgeschafft werden: Ganz im Sinne der Bundestagswahl 2021  haben CDU-Politiker mit einem neuen Reformvorschlag für Aufsehen gesorgt. Geplant ist eine Abschaffung des einheitlichen Renteneintrittalters. Wie sieht der Vorschlag genau aus und lässt er sich in der Realität verwirklichen?

Einsamkeit nach Trennung: Wie den Neuanfang beginnen

Individuelle Regelaltersgrenze: Warum das einheitliche Rentenalter abgeschafft werden soll

Das Thema "Rente" wird in Zukunft noch wichtiger werden. Nicht umsonst wird der Wahlkampf des kommenden Jahres auch als "Rentenwahlkampf" bezeichnet. Die CDU hat mit ihrem neuen Reformvorschlag nun einen ersten Schritt gemacht. 

Zentraler Bestandteil der Änderung soll der Übergang von einem einheitlichen zu einem individuellen Rentenalter sein. Der Bundesfachausschuss "Soziale Sicherung und Arbeitswelt" der CDU veröffentlichte die Empfehlung am Dienstag (1. Dezember 2020) berichtet das Nachrichtenportal t-online.

Hinsichtlich der steigenden Lebenserwartung solle ein Teil der gewonnenen Lebenszeit in Erwerbstätigkeit verbracht werden. „Daher ist zu prüfen, in welchem Umfang die gewonnene Lebenszeit ausgewogen auf Erwerbsphase und Rentenphase verteilt werden kann“, heißt es vonseiten der CDU. Ein längeres Leben soll also auch mit längerer Arbeitszeit verbunden sein. Anreiz soll ein ausgeklügeltes Stufensystem sein, welches etwa besondere Zuschläge bei längerer Arbeitsdauer gewährt.

Renteneintritt-Reform: Ein neues Finanzierungsmodell soll her

Das bisherige Finanzierungsmodell basiert auf der sogenannten Umlagefinanzierung: Auszahlungen an Rentner werden derzeit durch laufende Einzahlungen der Versicherten finanziert.

Dieses Modell könnte laut CDU durch ein Mischsystem aus Umlagefinanzierung und gesetzlichen Kapitalanlage ersetzt werden. Dabei solle eine Körperschaft des öffentlichen Rechts unter dem Dach der Rentenversicherung eingerichtet werden, die einen Rentenfonds aufbaut und betreut. 

Betriebliche und private Vorsorge: Das würde sich ändern

Die betriebliche und private Vorsorge soll nach dem Willen des CDU-Ausschusses effizienter werden. Für Geringverdiener solle eine betriebliche oder private Altersvorsorge ab der nächsten Wahlperiode zur Pflicht werden, wobei die Arbeitgeber einen "substanziellen Beitrag" dazu leisten sollen, berichtet die Deutsche Presse Agentur.

Der Staat solle statt der heutigen Riesterrente mittelfristig ein Standardvorsorgeprodukt bieten, das auf Aktienanlagen basiert. Es solle dabei auch Produkte ohne garantierte Leistung geben können, "weil dort die Renditechancen höher sind". Arbeitnehmer sollen bei dieser Absicherung automatisch mitmachen, es sei denn sie widersprechen ausdrücklich. Auch Beamte sollen das Vorsorgeprodukt abschließen können.

Bisher ist das Rentenalter noch einheitlich vorgegeben, eine Frührente mit 63 ist trotzdem möglich. Mit diversen Renten-Rechnern ist es möglich sich sein Erspartes für den Ruhestand auszurechnen. Wer das Rentensystem bisher noch nicht ganz durchschaut hat, der wird hier über die größten Irrtümer aufgeklärt.

aa