• 300 Euro Energiepauschale 2022: Wer erhält den Zuschuss und wie viel kommt wirklich an?
  • Bonus wegen Preis-Explosion bei Öl und Gas in Deutschland: Mehrere Gruppen bleiben außen vor
  • Wie wird das Geld der Ampel-Regierung ausgezahlt?
  • Wann erhalte ich die Entlastung

Die Energiepreise und auch die Lebensmittelpreise schießen immer weiter in die Höhe. Die Bundesregierung hat darum Ende April ein umfassendes Entlastungspaket verabschiedet, um die Menschen in Deutschland finanziell zu entlasten. Grund für die steigenden Preise ist vor allem der Ukraine-Krieg. Eine zentrale Maßnahme ist die "Energiepauschale" über 300 Euro, die vielen Menschen zugutekommen soll und die aktuellen Belastungen leichter tragbar machen soll. Wer die Bonus-Zahlung bekommt und wie das Geld ausbezahlt wird, erfährst du hier. 

Energiepauschale 2022: Wer bekommt den 300-Euro-Bonus als Entlastung?

Die Ampel-Regierung hat eine Energiepreispauschale beschlossen, die Menschen helfen soll, die gestiegenen Energiepreise zu bezahlen. "Wir werden die Mitte unserer Gesellschaft schnell, unbürokratisch und sozial gerecht entlasten", so die Regierung. Die Pauschale beträgt 300 Euro und soll, so das Vorhaben der Ampel, mit dem Gehalt ausgezahlt werden. 

Das heißt: Einkommensteuerpflichtige Beschäftigte, die in den Steuerklassen 1 bis 5 eingeordnet sind, bekommen die Energiepauschale zusätzlich zum Gehalt von ihrem Arbeitgeber ausbezahlt. Die Pauschale ist von der Einkommensteuer abhängig. Wer einen hohen Steuersatz hat, bekommt am Ende also entsprechend weniger raus – wer unter dem Grundfreibetrag bleibt, profitiert von der vollen Summe. Selbständige profitieren von einer Senkung der Steuer-Vorzahlung, bekommen aber direkt kein Geld ausgezahlt. Ebenso gehen folgende Gruppen leer aus bei der Bonuszahlung: 

  • Menschen mit Minijobs (die nicht in den Steuerklassen 1 bis 5 verortet sind)
  • Auszubildende ohne Vergütung
  • Rentner*innen
  • Studierende

Rentner können die Bonus-Zahlung bekommen: Kennst du diesen legalen Trick?

Wenn Rentner*innen sich die Energiepauschale von 300 Euro ebenfalls sichern wollen, gibt es eine legale Möglichkeit: Arbeiten - und zwar für einen Tag. Klingt unglaublich, ist aber korrekt: Wie das Finanzministerium laut Bild-Bericht bestätigt, ist es völlig legitim, einen Tag lang einen Minijob auszuführen oder selbständig tätig zu sein.

Einmal auf die Enkel aufpassen als selbständige Tätigkeit genügt und man steht auf der Liste für die 300 Euro brutto. 

Rentner*innen erhalten das Geld jedoch nicht wie andere in diesem Herbst mit dem Lohn, sondern können sich den Bonus bei der Steuererklärung im folgenden Jahr sichern. Dafür muss nur ein Nachweis vorhanden sein, dass tatsächlich eine Tätigkeit ausgeübt wurde, am besten mit einem Kontoauszug, der das erhaltene Gehalt aufweist.

Bonus-Zahlung: Wie findet das Geld den Weg zu mir?

Die Energiepreispauschale wird zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt. Der Blick auf die monatliche Lohnabrechnung des Arbeitgebers verrät also, wann die Zahlung da ist.

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Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die Zahlung nicht steuerfrei ist, sondern auf das Monatsbrutto gerechnet wird. 

Wer also einen hohen Steuersatz hat, bekommt weniger raus als Menschen mit niedrigerem Steuersatz. Ein Single mit einem Monatsbrutto von 3000 Euro und Steuerklasse 1 bekommt also nur etwa 158 Euro netto mehr ausgezahlt, der Rest wird in Form von Abgaben wie der Lohnsteuer einbehalten. Singles mit 2000 Euro brutto pro Monat bekommen rund 170 Euro netto mehr.

Wann kommt das Energiegeld denn jetzt konkret?

Diese Frage ist noch nicht beantwortet. Das Beschlusspapier der Ampelkoalition bleibt hier ungefähr, auch wenn es „schnell“ gehen soll. Im Septemberoder Oktober soll die Pauschale zusammen mit dem Gehalt auf dem Konto landen.

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Das geplante Paket zusammen mit den anderen Maßnahmen, wie etwa Einmalzahlungen für Empfänger*innen von Sozialleistungen und dem 9-Euro-Ticket für den ÖPNV, wird den Staat mehrere Milliarden Euro kosten. 

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