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Pfingsten: Was steckt hinter dem Fest - und was feiern Christen überhaupt?

An diesem Wochenende feiern wir Pfingsten. Für Arbeitnehmende bedeutet das, dass ein langes Wochenende ansteht. Aber was feiern wir an Pfingstsonntag und Pfingstmontag überhaupt? Was steckt hinter dem christlichen Feiertag?
Symbol des Heiligen Geistes: Die Taube ist ein Symbol für Pfingsten
Darstellung einer Taube als Symbol des Heiligen Geistes in der Kuppel des Berliner Doms. Die Taube wurde vor Jahrtausenden von Menschen domestiziert und als religiöses Symbol verehrt. An Pfingsten spielt sie eine besondere Rolle. Foto: Symbolfoto: epd
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Pfingsten wird auch 2022 am 50. Tag des Osterfestes beziehungsweise sieben Wochen nach Ostersonntag gefeiert - als feierlicher Abschluss der Osterzeit. Doch denkt man an Pfingsten, fallen einem meist wenig bis keine Bräuche oder Symbole ein, die sinnbildlich für den Feiertag stehen. Die meisten Menschen freuen sich einfach nur auf ein langes Wochenende. Was steckt eigentlich hinter dem christlichen Feiertag?

Pfingsten: Das Fest des Heiligen Geistes

Das Johannesevangelium beschreibt, dass der auferstandene Jesus Christus am Abend des Ostertages in die Mitte seiner Jünger kam. Laut der Bibel sagte er zu ihnen: "Empfanget den Heiligen Geist" und übertrug ihnen so den Geist Gottes.

Genau 50 Tage nach dem Tod Jesu sitzen seine Jünger in Jerusalem zusammen, als plötzlich ein Brausen vom Himmel zu spüren ist und ein gewaltiger Wind das Haus erfüllt. Feuerzungen fallen auf die Köpfe der Anwesenden, eine auf jedes Haupt, heißt es in der biblischen Überlieferung. Der Grund: Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt. Wie durch ein Wunder konnten alle die Botschaft des Heiligen Geistes in ihrer eigenen Muttersprache verstehen. Der Heilige Geist hatte eine Einheit unter den Gläubigen geschaffen - die Geburtsstunde der Kirche. Ab diesem Tag konnten sie alle von Jesus und seinen Taten erzählen und verstanden sich als Gottesvolk.

Der Heilige Geist zählt zusammen mit Gott und Jesus zur Heiligen Dreifaltigkeit: Der Geist ist dabei die Kraft der Veränderung, die von Gott ausgeht. Der Heilige Geist soll die Veränderung bringen, die sich auf das menschliche Verhalten übertragen soll. Seit dem Mittelalter sind die "Sieben Gaben des Geistes" überliefert: Dazu zählen Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

Pfingstsymbole und deren Bedeutung

Das wohl bekannteste Pfingstsymbol ist die Taube. Sie soll den Heiligen Geist darstellen, der bei der Taufe Jesu wie eine Taube über ihm schwebte und dann auf ihn herabstieg. Die weiße Taube steht außerdem für Reinheit und Frieden.

Genauso gehört die Pfingstrose zum Feiertag. Wie die klassische Rose ist auch die Pfingstrose ein Symbol für Liebe. Da sie aber keine Dornen besitzt, gilt sie besonders als Zeichen für Heil und Geborgenheit.

Auch das Feuer gehört zu Pfingsten. In manchen Gemeinden wird heute noch ein Pfingstfeuer angezündet. Damit wird einerseits der Winter verabschiedet und der Frühling willkommen geheißen. Außerdem geht das Feuer auf den Heiligen Geist zurück, der das "Feuer des Glaubens" in den Menschen entfachen soll.

Pfingst-Brauch in Franken: "Birkenstecken"

Das "Birkenstecken" ist in Franken ein sehr alter Brauch und wird heute nur noch vereinzelt in einigen Ortschaften gepflegt. Mit dem Birkenstecken teilte man früher seiner Angebeteten seine Zuneigung mit und stellte zu diesem Zweck eine Birke an die Hauswand der Geliebten. Um es möglich zu machen, herauszufinden, wer die Birke gebracht hat, wird auch oft eine Kalkspur bis zum Haus des Junggesellen gestreut.

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