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Mariä Himmelfahrt 2020 in Franken: Wer hat heute frei und wo kann man einkaufen?

Am heutigen Samstag, den 15. August 2020, ist Mariä Himmelfahrt. Doch nicht alle Franken haben am Feiertag frei. Wer muss arbeiten, wer nicht - und warum? Und wo kann man am Feiertag einkaufen?
 
Kirche Fenster Mariä Himmelfahrt
Am Samstag, dem 15. August, ist Mariä-Himmelfahrt. Doch wer hat an dem katholischen Feiertag frei? Symbolbild: Karl Fredrickson/unsplash.com
  • Am 15. August 2020 wird Mariä Himmelfahrt gefeiert
  • Hier können Sie am Feiertag einkaufen
  • Damit fällt er dieses Jahr auf einen Samstag
  • Der Feiertag spaltet Bayern
  • Nur 1704 von den 2056 Gemeinden im Freistaat haben frei

Am heutigen 15. August 2020 ist Mariä Himmelfahrt - ein Feiertag, der Bayern und damit auch Franken spaltet. Was entscheidet darüber, wer frei hat und wer zur Arbeit muss? Und was wird an Mariä Himmelfahrt eigentlich gefeiert?

Mit Gottesdiensten und Kräuterweihen begehen die Katholiken in Bayern den Feiertag Mariä Himmelfahrt. Beim Marienfest geht es um die Aufnahme Marias in den Himmel. Dabei werden zu Sträußen gebundene Heilpflanzen, Kräuter und Getreideähren gesegnet, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Der Brauch geht angeblich auf einen Bericht des Mönchs Johannes von Damaskus zurück, wonach das Grab Marias von «wundersamen Kräuterduft» erfüllt gewesen sei. Auch eine Legende aus dem 14. Jahrhundert behauptet, die Grabtücher Marias hätten «gleich Balsam und der Blume der Lilien» geduftet.

Mariä Himmelfahrt in Zeiten von Corona

Daneben gibt es weitere Bräuche, wie das Mariensingen und Prozessionen. Letztere dürften aufgrund der Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in diesem Jahr erheblich kleiner ausfallen als sonst üblich. So sind beispielsweise im Wallfahrtsort Maria Vesperbild, wo für gewöhnlich Tausende Menschen an der Lichterprozession zu Mariä Himmelfahrt teilnehmen, im Jahr 2020 nur 500 Teilnehmer erlaubt. «Durch Bodenmarkierungen werden die Abstände klar geregelt», so der Wallfahrtsort auf der offiziellen Homepage. «Während der Prozession muss Mundschutz getragen werden.»

Mariä Himmelfahrt 2020: Katholiken feiern, andere müssen zur Arbeit

Während die einen ausschlafen und einen freien Tag genießen können, müssen die viele Arbeitnehmer regulär ihrem Job nachgehen. Aber wer hat 2020 an diesem Tag frei? Und was wird an Mariä Himmelfahrt eigentlich gefeiert?

Prinzipiell ist es so, dass die Bewohner von 1704 der insgesamt 2056 Gemeinden im Freistaat Bayern generell am 15. August frei haben. Allerdings fällt der Feiertag im Jahr 2020 auf einen Samstag. Arbeitnehmer, die samstags nicht arbeiten müssen, da sie Wochenende haben, haben so oder so einen freien Tag. Prinzipiell ist es an katholischen Feiertagen, wie Mariä Himmelfahrt, so, dass es sich nach der Zahl katholischer Personen, die in einer Kommune ihren Hauptwohnsitz haben, richtet, ob es dort einen Feiertag gibt. Auf welche Städte und Gemeinden das zutrifft, hat das Bayerische "Landesamt für Statistik" bei der letzten Volkszählung im Jahr 2011 festgestellt.

Grob gesagt: In Unterfranken überwiegen die Katholiken mit einem Bevölkerungsanteil von 87 Prozent, dort ist Mariä Himmelfahrt ein Feiertag. In den meisten Gemeinden der evangelisch geprägten Regierungsbezirke Oberfranken und Mittelfranken hingegen ist Mariä Himmelfahrt kein Feiertag - denn dort sind nur 46,3 Prozent beziehungsweise 18,1 Prozent mehrheitlich katholisch.

Einkaufen an Mariä Himmelfahrt: Wo haben die Geschäfte offen?

In den 1704 überwiegend katholischen Gemeinden in Bayern herrscht Feiertagsruhe, die Geschäfte sind geschlossen. Anders sieht es in den 352 evangelisch geprägten Gemeinden im Norden Bayerns aus, insbesondere in Mittel- und Oberfranken. Hier ist Mariä Himmelfahrt kein gesetzlicher Feiertag, die Geschäfte haben regulär geöffnet.

In den fränkischen Großstädten Nürnberg, Fürth und Erlangen beispielsweise haben die Läden offen. Auch in Bayreuth, Hof und Ansbach haben die Geschäfte auf. Generell kann man festhalten, dass die Geschäfte an Mariä Himmelfahrt in den meisten Gemeinden Frankens geöffnet haben - mit Ausnahme von Unterfranken. Eine genaue Auflistung aller Gemeinden, in denen der 15. August ein Feiertag ist, finden Sie im Folgenden.

Werktag und Feiertag in Oberfranken: Wer hat am 15. August frei und wer nicht?

In diesen Städten Gemeinden in Oberfranken ist der 15. August ein Feiertag:

  • Landkreis Bamberg:
    Altendorf, Bamberg, Bischberg, Breitengüßbach, Buttenheim, Frensdorf, Gundelsheim, Hallstadt, Heiligenstadt i.OFr., Hirschaid, Kemmern, Litzendorf, Memmelsdorf, Oberhaid, Pettstadt, Pommersfelden, Rattelsdorf, Scheßlitz, Strullendorf, Viereth-Trunstadt, Zapfendorf, Schlüsselfeld, Baunach, Gerach, Lauter, Reckendorf, Königsfeld, Stadelhofen, Wattendorf, Stegaurach, Walsdorf, Burgwindheim, Ebrach, Burgebrach, Schönbrunn i.Steigerwald, Lisberg, Priesendorf
  • Landkreis Coburg:
    Seßlach
  • Landkreis Lichtenfels:
    Altenkunstadt, Bad Staffelstein, Burgkunstadt, Ebensfeld, Hochstadt a.Main, Lichtenfels, Marktgraitz, Marktzeuln, Weismain
  • Landkreis Bayreuth:
    Ahorntal, Aufseß, Fichtelberg, Hollfeld, Kirchenpingarten, Mehlmeisel, Pegnitz, Plankenfels, Pottenstein, Waischenfeld
  • Landkreis Kronach:
    Kronach, Nordhalben, Pressig, Reichenbach, Steinbach a.Wald, Steinwiesen, Stockheim, Teuschnitz, Tschirn, Wallenfels, Wilhelmsthal
  • Landkreis Kulmbach:
    Kupferberg, Ludwigschorgast, Marktleugast, Marktschorgast, Presseck, Stadtsteinach
  • Landkreis Wunsiedel:
    Nagel
  • Landkreis Forchheim:
    Dormitz, Ebermannstadt, Eggolsheim, Effeltrich, Forchheim, Gößweinstein, Hallerndorf, Hausen, Heroldsbach, Hetzles, Kirchehrenbach, Kleinsendelbach, Kunreuth, Langensendelbach, Leutenbach, Neunkirchen a.Brand, Obertrubach, Pinzberg, Poxdorf, Pretzfeld, Unterleinleiter, Weilersbach, Weißenohe, Wiesenthau

In überwiegend evangelisch geprägten Städten und Gemeinden Oberfrankens ist der 15. August ein Werktag:

  • Landkreis Coburg:
    Ahorn, Bad Rodach, Dörfles-Esbach, Ebersdorf bei Coburg, Großheirath, Grub a. Forst, Itzgrund, Lautertal, Meeder, Neustadt bei Coburg, Niederfüllbach, Rödental, Sonnefeld, Untersiemau, Weidhausen bei Coburg, Weitramsdorf, Coburg
  • Landkreis Lichtenfels:
    Michelau i. Ofr., Redwitz a.d. Rodach
  • Landkreis Bayreuth:
    Bad Berneck i. Fichtelgebirge, Bayreuth, Betzenstein, Bindlach, Bischofsgrün, Creußen, Eckersdorf, Emtmannsberg, Gefrees, Glashütten, Goldkronach, Haag, Heinersreuth, Hummeltal, Mistelbach, Mistelgau, Plech, Prebitz, Schnabelwaid, Seybothenreuth, Speichersdorf, Warmensteinach, Weidenberg
  • Landkreis Kronach:
    Küps, Ludwigsstadt, Marktrodach, Mitwitz, Schneckenlohe, Tettau, Weißenbrunn
  • Landkreis Kulmbach:
    Grafengehaig, Guttenberg, Harsdorf, Himmelkron, Kasendorf, Ködnitz, Kulmbach, Mainleus, Neudrossenfeld, Neuenmarkt, Rugendorf, Thurnau, Trebgast, Untersteinach, Wirsberg, Wonsees
  • Landkreis Hof:
    Bad Steben, Berg, Döhlau, Feilitzsch, Gattendorf, Geroldsgrün, Helmbrechts, Hof, Issigau, Köditz, Konradsreuth, Leupoldsgrün, Lichtenberg, Münchberg, Naila, Oberkotzau, Regnitzlosau, Rehau, Schauenstein, Schwarzenbach an der Saale, Schwarzenbach am Wald, Selbitz, Sparneck, Stammbach, Töpen, Trogen, Weißdorf, Zell im Fichtelgebirge
  • Landkreis Wunsiedel:
    Arzberg, Bad Alexandersbad, Höchstädt i. Fichtelgebirge, Hohenberg a. d. Eger, Kirchenlamitz, Marktleuthen, Marktredwitz, Röslau, Schirnding, Schönwald, Selb, Thiersheim, Thierstein, Tröstau, Weißenstadt, Wunsiedel
  • Landkreis Forchheim:
    Egloffstein, Gräfenberg, Hilpoltstein, Igensdorf, Wiesenttal

Mittelfranken: Hier ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag und hier nicht

Innerhalb Frankens ist Mittelfranken der Verlierer, was den Feiertag angeht. Denn die Region ist hauptsächlich protestantisch. Schön für die, die frei haben: Sie können zum Shoppen nach Nürnberg fahren. In diesen Städten und Gemeinden in Mittelfranken ist der 15. August ein Feiertag:

  • Landkreis Erlangen-Höchstadt:
    Adelsdorf, Bubenreuth, Gremsdorf, Großenseebach, Hemhofen, Herzogenaurach, Heßdorf, Höchstadt a.d.Aisch, Marloffstein, Röttenbach, Wachenroth
  • Landkreis Nürnberger Land:
    Neuhaus a.d.Pegnitz, Neunkirchen a.Sand, Schnaittach, Simmelsdorf
  • Landkreis Ansbach:
    Arberg, Aurach, Burgoberbach, Dürrwangen, Herrieden, Mitteleschenbach, Ornbau, Wilburgstetten, Wolframs-Eschenbach
  • Landkreis Neustadt a.d. Aisch:
    Markt Bibart, Oberscheinfeld, Scheinfeld
  • Landkreis Roth:
    Abenberg, Allersberg, Greding, Heideck, Hilpoltstein, Röttenbach, Spalt
  • Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen:
    Ellingen, Gnotzheim, Pleinfeld, Raitenbuch

In folgenden mittelfränkischen Städten und Gemeinden ist am 15. August kein Feiertag:

  • Landkreis Erlangen-Höchstadt:
    Aurachtal, Baiersdorf, Buckenhof, Eckental, Erlangen, Heroldsberg, Kalchreuth, Lonnerstadt, Möhrendorf, Mühlhausen, Oberreichenbach, Spardorf, Uttenreuth, Vestenbergsgreuth, Weisendorf,
  • Landkreis Nürnberger Land:
    Alfeld, Altdorf bei Nürnberg, Burgthann, Engelthal, Feucht, Happurg, Hartenstein, Henfenfeld, Hersbruck, Kirchensittenbach, Lauf a.d. Pegnitz, Leinburg, Nürnberg, Offenhausen, Ottensoos, Pommelsbrunn, Reichenschwand, Röthenberg a.d. Pegnitz, Rückersdorf, Schwaig bei Nürnberg, Schwarzenbruck, Velden, Vorra, Winkelhaid
  • Landkreis Fürth:
    Ammerndorf, Caldolzburg, Fürth, Großhabersdorf, Langenzenn, Oberasbach, Obermichelbach, Puschendorf, Roßtal, Seukendorf, Stein, Tuchenbach, Veitsbronn, Wilhermsdorf, Zirndorf
  • Landkreis Ansbach:
    Adelshofen, Ansbach, Bechhofen, Bruckberg, Buch a. Wald, Burk, Colmberg, Dentlein a. Forst, Diebach, Dietenhofen, Dinkelsbühl, Dombühl, Ehingen, Feuchtwangen, Flachslanden, Gebsattel, Gerolfingen, Geslau, Heilsbronn, Insingen, Langfurth, Lehrberg, Leutershausen, Lichtenau, Merkendorf, Mönchsroth, Neuendettelsau, Neusitz, Oberdachstetten, Ohrenbach, Petersaurach, Röckingen, Rothenburg ob der Tauber, Rügland, Sachsen bei Ansbach, Schillingsfürst, Schnelldorf, Schopfloch, Steinsfeld, Unterschwaningen, Wassertrüdingen, Weidenbach, Weihenzell, Weiltingen, Wettringen, Wieseth, Windelsbach, Windsbach, Wittelshofen, Wörnitz
  • Landkreis Roth:
    Büchenbach, Georgensgmünd, Kammerstein, Rednitzhembach, Rohr, Roth, Schwanstetten, Thalmässing, Wendelstein
  • Landkreis Neustadt a.d. Aisch:
    Bad Windsheim, Baudenbach, Burgbernheim, Burghaslach, Dachsbach, Diespeck, Dietersheim, Emskirchen, Ergersheim, Gallmersgarten, Gerhardshofen, Gollhofen, Gutenstetten, Hagenbüchach, Hemmersheim, Illesheim, Ippesheim, Ipsheim, Langenfeld, Marktbergel, Markt Erlbach, Markt Nordheim, Markt Taschendorf, Münchsteinach, Neuhof a.d. Zenn, Neustadt a.d. Aisch, Oberickelsheim, Obernzenn, Simmershofen, Sugenheim, Trautskirchen, Uehlfeld, Uffenheim, Weigenheim, Wilhelmsdorf
  • Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen:
    Absberg, Alesheim, Bergen, Burgsalach, Dittenheim, Ettenstatt, Gunzenhausen, Haundorf, Heidenheim, Höttingen, Langenaltheim, Markt Berolzheim, Meinheim, Muhr a.See, Nennslingen, Pappenheim, Pfofeld, Polsingen, Solnhofen, Treuchtlingen, Theilenhofen, Weißenburg i.Bay., Westheim

Unterfranken: Hier ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag

In folgenden Städten und Gemeinden in Unterfranken ist der 15. August ein Feiertag:

  • Landkreis Aschaffenburg:
    Alzenau, Aschaffenburg, Bessenbach, Blankenbach, Dammbach, Geiselbach, Glattbach, Goldbach, Großostheim, Haibach, Heigenbrücken, Heinrichsthal, Heimbuchenthal, Hösbach, Johannesberg, Kahl a.Main, Karlstein, Kleinostheim, Kleinkahl, Krombach, Laufach, Mainaschaff, Mespelbrunn, Mömbris, Rothenbuch, Sailauf, Schöllkrippen, Sommerkahl, Stockstadt a.Main, Waldaschaff, Weibersbrunn, Westerngrund, Wiesen
  • Landkreis Bad Kissingen:
    Aura a.d.Saale, Bad Bocklet, Bad Brückenau, Bad Kissingen, Burkardroth, Elfershausen, Euerdorf, Fuchsstadt, Hammelburg, Maßbach, Motten, Münnerstadt, Nüdlingen, Oberthulba, Oerlenbach, Oberleichtersbach, Ramsthal, Riedenberg, Schondra, Sulzthal, Rannungen, Thundorf i.UFr., Wartmannsroth, Wildflecken
  • Landkreis Rhön-Grabfeld:
    Bad Königshofen i.Grabfeld, Bastheim, Bischofsheim a.d.Rhön, Burglauer, Fladungen, Großbardorf, Großeibstadt, Hausen, Hendungen, Heustreu, Hohenroth, Hollstadt, Mellrichstadt, Oberstreu, Stockheim, Herbstadt, Sulzdorf a.d.Lederhecke, Niederlauer, Nordheim v.d.Rhön, Oberelsbach, Rödelmaier, Salz, Sandberg, Schönau a.d.Brend, Strahlungen, Sulzfeld, Trappstadt, Unsleben, Wollbach, Saal an der Saale, Wülfershausen
  • Landkreis Haßberge:
    Aidhausen, Breitbrunn, Bundorf, Burgpreppach, Ebelsbach, Ebern, Eltmann, Gädheim, Haßfurt, Hofheim i.UFr., Kirchlauter, Knetzgau, Oberaurach, Pfarrweisach, Rauhenebrach, Riedbach, Sand a.Main, Stettfeld, Theres, Wonfurt, Zeil a.Main
  • Landkreis Miltenberg:
    Altenbuch, Amorbach, Bürgstadt, Collenberg, Dorfprozelten, Eichenbühl, Elsenfeld,Erlenbach a.Main, Eschau, Faulbach, Großheubach, Großwallstadt, Hausen, Kirchzell, Kleinheubach, Kleinwallstadt, Klingenberg a.Main, Laudenbach, Leidersbach, Miltenberg, Mömlingen, Mönchberg, Neunkirchen, Niedernberg, Obernburg a.Main, Röllbach, Rüdenau, Schneeberg, Stadtprozelten, Sulzbach a.Main, Weilbach, Wörth a.Main
  • Landkreis Würzburg:
    Aub, Bergtheim, Bieberehren, Bütthard, Eibelstadt, Eisenheim, Eisingen, Erlabrunn, Estenfeld, Frickenhausen a.Main, Gaukönigshofen, Gelchsheim, Gerbrunn, Geroldshausen, Giebelstadt, Greußenheim, Güntersleben, Hausen b.Würzburg, Helmstadt, Hettstadt, Höchberg, Holzkirchen, Kirchheim, Kist, Kleinrinderfeld, Kürnach, Leinach, Margetshöchheim, Neubrunn, Oberpleichfeld, Ochsenfurt, Prosselsheim, Randersacker, Riedenheim, Rimpar, Röttingen, Rottendorf, Sonderhofen, Tauberrettersheim, Theilheim, Thüngersheim, Unterpleichfeld, Veitshöchheim, Waldbüttelbrunn, Waldbrunn, Würzburg, Zell a.Main
  • Landkreis Schweinfurt:
    Bergrheinfeld, Dingolshausen, Dittelbrunn, Donnersdorf, Euerbach, Frankenwinheim, Geldersheim, Gerolzhofen, Gochsheim, Grafenrheinfeld, Grettstadt, Kolitzheim, Lülsfeld, Michelau i.Steigerwald, Niederwerrn, Oberschwarzach, Poppenhausen, Röthlein, Schonungen, Schwanfeld, Schweinfurt, Stadtlauringen, Sulzheim, Üchtelhausen, Waigolshausen, Wasserlosen, Werneck, Wipfeld
  • Landkreis Main-Spessart:
    Arnstein, Aura i.Sinngrund, Birkenfeld, Bischbrunn, Burgsinn, Erlenbach b.Marktheidenfeld, Esselbach, Eußenheim, Fellen, Frammersbach, Gemünden a.Main, Gössenheim, Gräfendorf, Hafenlohr, Himmelstadt, Karbach, Karlstadt, Karsbach, Kreuzwertheim, Lohr a.Main, Marktheidenfeld, Neuendorf, Neuhütten, Neustadt a.Main, Obersinn, Rechtenbach, Retzstadt, Rieneck, Roden, Rothenfels, Schollbrunn, Steinfeld, Thüngen, Triefenstein, Urspringen, Wiesthal, Zellingen

In diesen Gemeinden in Unterfranken ist der 15. August kein Feiertag:

  • Landkreis Bad Kissingen:
    Geroda, Zeitlofs
  • Landkreis Rhön-Grabfeld:
    Aubstadt, Höchheim, Ostheim v.d.Rhön, Sondheim v.d.Rhön, Willmars
  • Landkreis Haßberge:
    Ermershausen, Königsberg i.Bay., Maroldsweisach, Rentweinsdorf, Untermerzbach
  • Landkreis Kitzingen:
    Abtswind, Albertshofen, Buchbrunn, Castell, Kitzingen, Kleinlangheim, Mainbernheim, Mainstockheim, Marktbreit, Markt Einersheim, Marktsteft, Martinsheim, Obernbreit, Rödelsee, Rüdenhausen, Segnitz
  • Landkreis Schweinfurt:
    Schwebheim, Sennfeld
  • Landkreis Würzburg:
    Altertheim, Reichenberg, Remlingen, Sommerhausen, Uettingen, Winterhausen

Diese Einteilung gilt vorerst: Auf Nachfrage von inFranken.de teilte eine Sprecherin des Bayerisches "Landesamts für Statistik" mit, dass Änderungen erst wieder durch den nächsten Zensus im Jahr 2021 auftreten können.

Feiertag am 15. August: Was wird an Maria Himmelfahrt gefeiert?

Für katholische Christen hat die Maria, die Mutter von Jesu, einen hohen Stellenwert. Sie wird besonders verehrt. Der 15. August erinnert daran, dass auch sie heilig ist. Nach ihrem Tod soll sie direkt in den Himmel gekommen sein. In der Bibel wird zwar von Maria erzählt, nicht aber über ihre Himmelfahrt.

Hinter "Mariä Himmelfahrt" verbirgt sich theologisch korrekt gesprochen das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel: Maria ist mit Leib und Seele als ganzer Mensch in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen worden. Diesen Glaubenssatz erhob Papst Pius XII. nach Befragung aller Bischöfe am Allerheiligenfest 1950 zum Dogma. "Im Geheimnis dieses Marienfestes feiern wir zugleich mit der Krönung Mariens auch unsere noch erhoffte Vollendung im Himmel", sagt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann.

Die Himmelfahrt hat eine besondere Bedeutung und ist ein religionsgeschichtliches Motiv. Die biblischen Erzählungen von Christi Himmelfahrt sollen Hoffnung machen, dass der Mensch nach dem Tod in ein jenseitiges Paradies kommt. In der modernen Theologie wird der Himmel als ein endgültiges "Bei-Gott-sein" interpretiert. Auch im Islam gibt es eine Himmelfahrt. Hier wird überliefert, dass der Religionsstifter Mohammed durch sieben Himmel bis vor Gottes Thron aufgestiegen ist.

Mariä Himmelfahrt: Welche Bräuche gibt es an dem Feiertag?

Am 15. August finden vielerorts Wallfahrten mit Lichterprozessionen statt. Zudem gibt es in vielen Regionen die sogenannte Kräuterweihe. Seit dem 10. Jahrhundert gibt es diesen Brauch an Maria Himmelfahrt schon.

Ab dem 10. Jahrhundert erzählte man sich, dass das Grab von Maria nach Kräutern gerochen hat. Später hieß es, dass ihre Grabtücher nach Lilien geduftet haben. Da Maria immer wieder in Verbindung mit Kräutern und Blumen gebracht wird, gibt es nachweislich seit dem 10. Jahrhundert den Brauch der Kräuterweihe. Schon die Ägypter, Griechen, Römer und die germanischen Völker kannten die Heilkraft bestimmter Pflanzen. Im Mittelalter wurde der Brauch christianisiert, indem die Wirkung der Gewächse auf Gott und die Fürsprache Marias zurückgeführt wurde.Die christliche Legende, die der Kräuterweihe zu Grunde liegt, dreht sich um die Himmelfahrt Marias: Als die Apostel nach drei Tagen das Grab der Muttergottes öffneten, fanden sie statt des Leichnams duftende Blumen und Kräuter darin, schreibt das Ordinariat Würzburg.

In vielen Gegenden, auch in Franken, werden am 14. August für Mariä Himmelfahrt Kräuterbuschen oder auch Wurzbüschel gebunden. Die Zahl der Kräuter schwankt je nach Region von sieben bis 99. In den meisten Kräuterbuschen ist in der Mitte eine Königskerze.

Am 15. August werden die Kräuterbuschen in die Kirche gebracht und vom Pfarrer geweiht. Die Tradition besagt, dass geweihte Kräuter vor Krankheiten und Unglücken wie Feuer oder Unwetter schützen. Deshalb werden die Kräuterbündel nach der Weihe im Haus in den Herrgottswinkel gehängt. Der Herrgottswinkel findet sich in Zimmerecken mancher katholischer Haushalte. Hier werden ein Kreuz, aber auch Heiligenbilder oder Blumen aufgestellt.

Zu Mariä Himmelfahrt beginnt der "Frauendreißiger", der bis zum Fest Mariä Geburt am 8. September beziehungsweise bis Mariä Schmerzen am 15. September gezählt wird. In dieser Zeit sind die hiesigen Kräuter voll ausgereift. Die teils darin vorhandenen Gifte sollen ihre Schärfe verloren haben. Auch dieses christliche Brauchtum lässt sich auf das Fasten der Germanen vor den Erntefesten zurückführen. An zahlreichen Wallfahrtsorten im Bistum Würzburg werden Mariä Himmelfahrt und die folgenden Marienfeste besonders feierlich begangen. Beeindruckend ist die Feier am Maria Ehrenberg in der Rhön.

Katholik in evangelischer Gemeinde: So bekommen Sie frei

Sind Sie katholisch und arbeiten in einer evangelischen Kommune, können Sie in Absprache mit Ihrem Arbeitgeber, der Arbeit fernbleiben. Das legt das "Bayerische Feiertagsgesetz" fest. In speziellen Fällen darf Ihr Arbeitgeber Ihre Abwesenheit aber auch untersagen. Die Ausnahmen sind ebenfalls im Gesetz über den Schutz der Sonn- und Feiertage in Bayern (Artikel 4) festgelegt. Dabei ist unwichtig, ob sie katholisch, evangelisch oder konfessionslos sind oder eine andere Religion ausüben.

Mariä Himmelfahrt (oder auch Maria Himmelfahrt) ist im Saarland und in Bayern ein gesetzlicher Feiertag.