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Feiertag

Allerheiligen in Zeiten von Corona: Was Sie beachten müssen

Am 1. November ist Allerheiligen. In welchen Bundesländern das ein Feiertag ist und was wegen der Corona-Pandemie beachtet werden muss, lesen Sie hier.
 
Allerheiligen
Der Feiertag Allerheiligen findet dieses Jahr an einem Sonntag statt. Was Sie zur Zeiten von Corona wissen müssen, erfahren Sie hier. Foto: Manfred Kain/pixabay.com

Für wen ist der Feiertag relevant? Allerheiligen ist in katholisch geprägten deutschen Bundesländern ein Feiertag. Das heißt: In Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland ist der 1. November 2020 ein gesetzlicher Feiertag und in den letzten Jahren hatten Beschäftigte an diesem Tag frei. 

Da allerdings Allerheiligen in diesem Jahr auf einen Sonntag  fällt,  gibt es für Arbeitnehmer aus katholisch geprägten Bundesländern keinen zusätzlichen freien Tag.  

Was ist eigentlich Allerheiligen?

Als Allerheiligen wird ein vor allem christliches Fest bezeichnet, zu dem "aller Heiligen" gedacht werden soll. Was es bedarf, um als "heilig" bezeichnet zu werden, erklärt der Theologe Ulrich Lüke gegenüber Katholisch.de. Demnach werden "die, welche dem Vorbild Christi besonders gefolgt sind und durch das Vergießen ihres Blutes (Märtyrer) oder durch heroische Tugendübung (Bekenner) ein hervorragendes Zeugnis für das Himmelreich abgelegt haben", als "Heilige" bezeichnet.

So wird Allerheiligen auch als das Fest "aller der in Christus vollendeten" bezeichnet und wurde zunächst am ersten Sonntag nach Pfingsten abgehalten.

Papst Gregor IV verlegte den Feiertag erst im 8. Jahrhundert auf den 1. November. 

Allerheiligen ist ein "Stiller Feiertag" 

Allerheiligen gehört zu den sogenannten stillen Feiertagen. Das bedeutet, dass es an diesem Tag nicht möglich ist, zu lauter Musik zu tanzen. Es gilt ein Tanzverbot von 2 bis 24 Uhr. Der Grund dafür ist, dass solche Unterhaltungsveranstaltungen - wie eben das Tanzen - nicht mit dem Ernst des jeweiligen stillen Feiertages vereinbar sind. 

Deshalb sind von dieser Regelung vor allem Diskotheken, Clubs oder auch Gaststätten betroffen.

Dieses Jahr sind jedoch durch das Coronavirus in der Regel Diskotheken und Clubs geschlossen. Somit sind öffentliche Tanzveranstaltungen seither nicht erlaubt.

Allerheiligen zu Corona-Zeiten: Was ist zu beachten?

Da durch die Corona-Pandemie viele Landkreise in Franken den 7-Tages-Inzidenzwert von über 50 Neuinfektionen überschritten haben, stehen dort die Corona Ampeln auf rot oder dunkelrot. In "roten" Landkreisen wurde die Sperrstunde auf 22 Uhr vorverlegt. In "dunkelroten" Landkreisen sogar auf 21 Uhr. Durch die Abstands- und Hygieneregeln ist an diesem Sonntag an einen Besuch von Großveranstaltungen demnach nicht zu denken. Dies führt dazu, dass das diesjährige Allerheiligen zu einem der stillsten Allerheiligen seit Jahren werden könnte. 

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Die generelle Beschränkung der Teilnehmerzahl für Gottesdienste im Freien ist mit Blick auf Allerheiligen aufgehoben worden. Auch die Bayrische Gesundheitsministerin Melanie Huml gibt Entwarnung: Solange Abstands- und Hygieneregeln sowie die für die jeweilige Region geltenden Ampel-Regelungen eingehalten werden, können Gottesdienst- und Friedhofsbesuche durchgeführt werden

Sollte es jedoch aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich ist, dass die allgemeinen Abstandsregeln eingehalten werden könnten, müssten Masken getragen werden.

Angehörige sollen Gräber selbstständig segnen

Außerdem sollen Gedenkfeiern auf dem Friedhof zu Allerheiligen dieses Jahr anders ablaufen.  Dem katholischen Brauch zufolge schreitet der Priester die Gräberreihen ab und segnet die Grabstätten mit Weihwasser.  Dieses Jahr sollen laut Freisinger Bischofskonferenz die Gläubigen ermutigt werden, selbst mit Weihwasser die Gräber zu segnen.  

Es gibt eine Vorlage für ein Segensgebet, das die Gläubigen selbst am Grab ihrer Verstorbenen sprechen können. 

Um sich vor der Ansteckung durch Sars-CoV-2 zu schützen, können Sie auch einen Gottesdienst zu Allerheiligen von der Couch aus verfolgen. Ab 10 Uhr sendet  etwa die ARD  einen katholischen Gottesdienst aus der Kirche St. Stephan in Karlsruhe. 

 

 

 

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