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Familie

Zeckenbisse bei Haustieren

Auch unseren geliebten Haustieren können die kleinen Sauger erheblich schaden - wenn man nicht richtig handelt
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Beim Spielen auf der Wiese ist Vorsicht vor Zeckenbissen geboten - die können unseren Haustieren erheblich schaden.   Foto: adobe Stock
Beim Spielen auf der Wiese ist Vorsicht vor Zeckenbissen geboten - die können unseren Haustieren erheblich schaden. Foto: adobe Stock

Sommerzeit ist Zeckenzeit - und während besonders Hunde und Katzen frei durch die Wiesen rennen, können sie sich schnell Zecken einfangen. Ein Stich von ihnen kann lebensgefährliche Krankheiten wie Anaplasmose, Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose oder in seltenen Fällen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auf Hunde übertragen werden. Unbehandelt können diese Krankheiten akut oder tödlich verlaufen.

Zeckenbisse beim Tierarzt behandeln lassen

Hunde können, im Gegensatz zum Menschen, gegen Borreliose geimpft werden - jedoch nur gegen drei verschiedene Sorten. Auch gegen Babesiose kann ein Tierarzt einen Impfstoff für Hunde erhalten.

Diese Impfungen lindern jedoch nur den Krankheitsverlauf, halten ihn aber nicht auf. Gegen die anderen von Zecken übertragenen Krankheiten gibt es keine Impfung.

Mit vorbeugenden Maßnahmen kann man gegen die Krankheiten aber angehen. Vor allem hilft: schnelles Entfernen der Zecken. Mit speziellen Zeckenzangen oder -haken kann man diese leicht aus der Haut ziehen. Behandeln Sie vorher die Zecken nicht mit abtötenden Ölen. Im Todeskampf können sie noch mehr Erreger freisetzen.

Doch verlassen Sie sich nicht darauf, nur das Fell der Haustiere nach den kleinen Saugern zu durchsuchen. Da viele Zecken selbst von Fachleuten übersehen werden können, helfen auch Spot-on-Präparate, Sprays oder antiparasitäre Halsbänder, die in Tierarztpraxen zur Verfügung stehen. Vorsicht: Einige Präparate für Hunde sind wiederum für andere Haustierarten giftig - sprechen Sie unbedingt die Verwendung vorher mit Ihrem Tierarzt ab. Darüber hinaus bieten Tierhandlungen Anti-Zecken-Präparate an, die aber meist wissenschaftlich nicht erforscht sind - auch hier gilt: vor der Verwendung unbedingt mit dem Tierarzt absprechen.

Vorsicht vor Hausmittel-Rezepten

Ein altes Hausrezept rät zu Knoblauch, doch auch hier ist die Wirkung nicht erwiesen. Darüber hinaus ist Knoblauch wie alle Zwiebelgewächse für Hunde und Katzen giftig. Der beste Weg bei einer Zeckenbehandlung ist und bleibt der Weg zum Tierarzt.

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