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Stiftung Warentest: Babytragen im Vergleich - krebserregende Stoffe und Sturzgefahr festgestellt

Stiftung Warentest hat Babytücher und andere Tragesysteme für Neugeborene getestet. Nicht alle Modelle haben bei dem Test gut abgeschnitten. Einige Materialien gelten als potenziell krebserregend - andere Tragen bieten zu wenig Sicherheit.
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Babytragen sind ein praktisches Mittel - einige erwiesen sich aber als gefährlich. Symbolfoto: Andrea Warnecke/dpa
Babytragen sind ein praktisches Mittel - einige erwiesen sich aber als gefährlich. Symbolfoto: Andrea Warnecke/dpa

Als Alternative zum Kinderwagen bieten sich Tragehilfen besonders gut an. Diese stärken nicht nur die Bindung des Kindes zur Mutter, sondern fördern bei den Kleinen auch die gesunde Entwicklung der Hüfte. Stiftung Warentest hat deshalb 15 Produkte getestet, die sich für Kleinkinder mit einem maximalen Alter von drei Jahren eignen - einige Modelle wiesen Schadstoffe und Sicherheitsprobleme auf.

Verschieden Tragesysteme für Babys

Auch Kinderwagen sind 2019 bereits getestet worden. Wer sich anderweitig entscheidet hat die Wahl: Sie können dabei zwischen klassischen Tragetüchern, Halbschnallen- oder Vollschnallenträgern wählen. Bei der Auswahl der Tragetücher können Sie sich zwischen gewebten und elastischen Tüchern entscheiden. Die elastische Variante passt sich optimal der Körperform des Babys an. Stark nachgebende Tücher müssen für die Sicherheit des Kindes entsprechend stabiler gebunden werden. Gewebte Modelle eignen sich besonders für größere Kinder, weil sie deutlich stabiler sind.

Passt sich dem Körper des Babys optimal an: Das Tragetuch Amazonas Carry Sling

Halbschnallen- und Vollschnallen-Tragen

Bei Vollschnallen-Tragen können wie ein Rucksack aufgesetzt werden. Mit Klettverschluss oder Schnallen können sie gesichert werden. Es sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Breite des Sitzstegs regelmäßig an das Wachstum des Kindes angepasst wird. Bei Halbschnallen-Tragen können die einfachen Verschlüsse des Vollmodells mit individuellen Bindetechniken und Tüchern kombiniert werden.

Bei den Vollschnallen-Tragen am besten abgeschnitten: Manduca XT Gutes Ergebnis und angenheme Passform: Die Halbschnallen-Trage Hoppediz Nabaca

Kopf und Beine des Babys brauchen Stütze

Beim Kauf einer Trage sollten Sie darauf achten, dass Beine und Kopf des Babys gut gestützt werden. Denn gerade in den Anfangsmonaten können Kleinkinder ihren Kopf noch nicht selber stützen und auch für die Entwicklung der Hüfte ist das Fehlen einer Beinstütze schädlich. Bei dem Test stellte sich heraus, dass einige Tragen in dieser Hinsicht Defizite aufweisen.

Schadstoffe bei Stokke und Fillikid

Bei langem Tragen neigen Kleinkinder dazu, das Material der Tragen in den Mund zu nehmen, zu schwitzen und zu sabbern. Deshalb ist es wichtig, dass solche Tücher oder andere Modelle frei von Schadstoffen sind, die für Kinder gefährlich seien können. Bei der Fillikid-Trage wurde Formaldehyd nachgewiesen - dieser Stoff kann Allergien auslösen und ist für Reizungen der Haut verantwortlich. Bei der Stokke-Trage wurden zwei Flammschutzmittel entdeckt - beide von ihnen sind potenziell als krebserregend einzustufen.

Fidella und Limas: Kind kann zu Boden stürzen

Das Risiko der Halbschnallen-Tragen von Fidella und Limas ist ein anderes: Wird das Kind auf der Rückenposition getragen, können die Schultergurte verrutschen, wodurch das Kind ohne Halt auf den Boden stürzen kann. Bei anderen Tragen wird so etwas durch einen zusätzlichen Brustgurt vorgebeugt.

Als Reaktion auf den Test von Stiftung Warentest werden Fidella und Limas allerdings ihre Produkte nun auch mit Brustgurten ausstatten. Zudem bieten sie Kunden, die bereits ein Produkt ohne Brustgurt erworben haben, einen kostenlosen Ersatzgurt an.

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