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Wohnen im Alter

Altersgerechte Einrichtungen erleichtern den Alltag in vielerlei Hinsicht
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Foto: fotolia/Rawpixel.com
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Alt werden möchte jeder. Verbesserte medizinische Voraussetzungen lassen die durchschnittlichen Lebenserwartungen steigen und begünstigen diese Tatsache. So liegt, laut Sterbetafel 2015/2017 des Statistischen Bundesamtes, die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern bei 78 Jahren, die von Frauen sogar bei 83 Jahren. Mit steigendem Alter eines Menschen ändern sich jedoch immer mehr die grundlegenden Lebensbedürfnisse, auch bezüglich des Wohnens. Nicht alle Senioren sind im Stande, einen Haushalt alleine zu führen und bedürfen Pflege und Betreuung von außerhalb. Altersgerechtes Wohnen gibt es in vielerlei Hinsicht. Je nach persönlichen Umständen sind Senio renresidenzen, Alterswohngemeinschaften oder der Umbau des eigenen Heims am sinnvollsten.

Alt werden im luxuriöseren Stil

Eine Möglichkeit des gehobenen Wohnens sind Seniorenresidenzen. Sie stehen für ein umfassendes Leistungsangebot und komfortables Ambiente. Meist sind die Residenzen in privater Trägerschaft geführt und besitzen einen hotelähnlichen Charakter. Schon beim Betreten der Eingangshalle kommt der elegante Charakter zum Ausdruck und es wartet ein hauseigenes Angebot an seniorengerechten Privatbereichen, gemütlichen Aufenthaltsbereichen sowie Schwimmbädern und spirituellen Ruheräumen auf die Bewohner. Im Hinblick auf die Pflegeleistungen ist das Angebot jedoch sehr unterschiedlich aufgebaut. Einzelne Residenzen verfügen nur über einen ambulanten Pflegedienst, andere wiederum stellen hauseigene Pflegestationen zur Verfügung oder sind an eine Klinik oder ein Pflegeheim angegliedert, sodass 24-Stunden Versorgung kein Problem darstellt. Schwerstpflegebedürftige Patienten sollten sich deshalb konkret über die Pflegeversorgung im Haus informieren.

Alterswohngemeinschaft

Bei wem Flexibilität und Kompromissbereitschaft groß geschrieben wird, sollte sich über eine Alterswohngemeinschaft Gedanken machen. Gemeinsam wohnen assoziiert ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit. Das ist einerseits eine sehr attraktive Vorstellung, andererseits ist diese Wohnform deshalb nur für "fitte" Senioren geeignet. Eine Senioren-WG muss jedoch nicht heißen, tagtäglich in der Wohnung aufeinander sitzen zu müssen. Eine alternative Form sind Hausgemeinschaften. Jeder Bewohner hat seine eigene Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Das Zusammenleben spielt sich dann in Gemeinschaftsräumen und bei Gemeinschaftsaktivitäten ab. Pflegeversorgung in einer Wohngemeinschaft hat den Vorteil, sich gegenseitig unterstützen zu können. Empfehlenswert ist im hohen Alter trotzdem ein ambulanter Pflegedienst. Bei höherem Bedarf an Pflege kann die Senioren-WG auch in eine ambulant betreute Wohngemeinschaft umgewandelt werden, um die staatlichen Förderungsmaßnahmen in Anspruch nehmen zu können.

Barrierefreies Wohnen

Der Wunschtraum vieler Senioren ist das Wohnen in den heimischen vier Wänden. Nur ungern wird der eigene Rückzugsort im Alter verlassen, in dem man sich wohl und geborgen fühlt und viele schöne Erinnerungen mit verbindet. Neben der emotionalen Bindung wurde im Laufe des Lebens viel Geld und Zeit in die Instandhaltung investiert, weshalb es verständlich ist, das Haus nicht verlassen zu wollen. Im eigenen Heim zu wohnen ist jedoch Fluch und Segen zugleich. Mit zunehmenden Altersbeschwerden werden Treppen und Erhebungen im Boden zu einer Herausforderung. Wegen diverser Alterserscheinungen gilt es, das Zuhause sicher und barrierefrei umzugestalten. Laut dem Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) definiert in § 4 der Begriff "barrierefrei" "bauliche und sonstige Anlagen [...], wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind." Übertragen auf die Praxis deutet das vorzugsweise auf eine Erleichterung des Treppensteigens durch beidseitige Handläufe oder Liftsysteme, wie beispielsweise einen Sitzlift hin. Zudem gehört das Bad zu den Kernbereichen der Modernisierung. Haltegriffe, Duschsitze aber auch bodengleiche Duschwannen und ergonomische Armaturen erleichtern das Wohnen im Alter erheblich.Luisa Staudigel

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