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Geschwollene Beine - was tun?

Ödeme entstehen aus den unterschiedlichsten Gründen. In jedem Fall sollte ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden.
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Foto: Fotolia/Gerda von Stroheim

Geschwollene Beine sind bei Senioren ein weit verbreitetes Phänomen. Umgangssprachlich wird auch von „Wasser in den Beinen“ geredet. In der Fachsprache heißen diese Ansammlungen von Flüssigkeit im Körpergewebe Ödeme. Sie können aus den unterschiedlichsten Gründen entstehen.

Bei Schwellungen, die im Zusammenhang mit Hitze auftreten, liegt die Ursache häufig darin, dass das Lymphsystem bei hohen Temperaturen schlechter arbeitet und somit das Blut in den Venen langsamer zirkuliert. Durch den Blutstau leiden auch die umgebenden Gefäße und werden durchlässiger. Flüssigkeit aus den Gefäßen sammelt sich im Gewebe und läuft durch die Schwerkraft nach unten. Oft hilft es daher schon, die Beine hochzulegen, damit die Flüssigkeit zurückfließen kann. Außerdem sollte man viel Wasser trinken. Nimmt man zu wenig Flüssigkeit zu sich, erhöht sich die Salzkonzentration im Blut. Das führt wiederum dazu, dass der Körper das ihm zugeführte Wasser speichert und Wassereinlagerungen begünstigt werden. Als Richtwert wird  eine Menge von zwei  Litern Wasser  pro Tag empfohlen. Je nach körperlichen Gegebenheiten kann der Wert abweichen. Zudem ist es hilfreich, die Beine zu bewegen. Das heißt, dass man mindestens einmal pro Stunde für ein paar Schritte aufstehen sollte.

Angenehm ist auch das Tragen lockerer und luftiger Kleidung aus atmungsaktiven Stoffen. Die Schuhe sollten ebenfalls nicht zu eng sein, da diese Druckschmerzen verursachen können. Das Gleiche gilt für Strümpfe: sie sollten nicht am Bündchen einschneiden. Hilfreich kann das Tragen spezieller Kompressionsstrümpfe sein. Mittlerweile gibt es diese Strümpfe auch in modernen und modischen Designs. Als besonders angenehm wird von vielen Betroffenen außerdem das Kühlen der Beine empfunden.

Ärztliche Diagnose ist wichtig

Schwellungen in Füßen und Beinen können allerdings auch ernste Ursachen haben. Sie können zum Beispiel auf Herzschwäche, Nierenschwäche, Lebererkrankungen, Diabetes, Allergien, Vergiftungen, Hormonstörungen, Infektionen oder Tumore hinweisen. Eine genaue Diagnose kann nur ein Arzt stellen. Die erste Anlaufstelle bei Verdacht auf ernstere Erkrankungen ist der Hausarzt. Er wird nach ersten Untersuchungen den Patienten gegebenenfalls an einen Gefäßspezialisten oder einen Facharzt für innere Medizin weiterleiten. Wer also oft geschwollene Körperbereiche hat, bei wem sich zusätzlich die Haut verfärbt oder bei wem vermehrt Besenreiser oder Krampfadern auftreten, der sollte einen Arzt aufsuchen. Treten Schwellungen im Bein sehr plötzlich auf, kann dies ein Warnzeichen für eine akute Erkrankung sein. Bei Bedenken sollte in diesem Fall der Notruf gewählt werden. 

Auch wenn für eine Diagnose in jedem Fall der Arzt aufgesucht werden sollte, so können dennoch anhand der Art der Schwellung erste Rückschlüsse gezogen werden. Schwellungen, die nur an einem Bein auftreten, können auf Störungen des Venen- oder Lymphsystems hindeuten. Ödeme, die wiederum an beiden Seiten auftreten, sind oft Symptome von Erkrankungen innerer Organe wie Herz, Niere oder Schilddrüse.

In jedem Fall gilt, dass bei länger anhaltenden oder plötzlich auftretenden Beschwerden ein Arzt aufgesucht werden sollte. In vielen Fällen ist die Schwellung der Beine harmlos, um sicherzugehen und um im Ernstfall schnell reagieren zu können, ist der Besuch beim Mediziner jedoch unabdingbar.

Anna Traut

 

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