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Aktiv durch die Menopause

Durch einige einfache Maßnahmen lassen sich die Begleiterscheinungen der Menopause angenehmer aushalten.
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Foto: Fotolia/Boggy

Viele Frauen erleben die Menopause als unangenehm und sind von Beschwerden geplagt. Auslöser  ist die hormonelle Umstellung des Körpers. Es wird weniger Östrogen gebildet und der Monatszyklus bleibt letztlich aus. Viele unangenehme Symptome gehen mit den Wechseljahren einher, auf die man gerne verzichten möchte: Hitzewallungen, Schlafstörungen und  Stimmungsschwankungen  sind nur einige Beispiele. Es gibt allerdings – neben medikamentöser Therapie – verschiedene Möglichkeiten, um den Beschwerden entgegenzuwirken.

Der Rückgang von Östrogen bedeutet auch einen Rückgang des Gesundheitsschutzes der Frau. Vor diesem Hintergrund ist das der ideale Zeitpunkt, um auf eine gesündere Ernährung sowie einen bewussteren Lebensstil umzusteigen. Regelmäßige sportliche Betätigung sowie eine gesunde Ernährung stärken  und fördern  das körperliche Wohlbefinden sowie die Gesundheit. Es  empfiehlt sich, vermehrt zu Obst und Gemüse zu greifen.

Gesunde Ernährung hilft

Nicht nur die Gesundheit profitiert davon, sondern auch die Figur. Mit zunehmendem Alter vergrößert sich nämlich der Fettspeicher des Körpers. Der Verlust von Östrogen fördert die Vermehrung des Fettgewebes. Zusätzlich benötigt der Körper mehr Nährstoffe. Eine nährstoffreiche Ernährung kann durch Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte sowie Vollkornprodukte erfolgen. Gleichzeitig ist eine proteinbetonte Ernährung von Vorteil. Diese erhält in Kombination mit Bewegung die Muskelmasse. Von einer gesunden Ernährung profitiert auch die Knochenstabilität. Östrogen fördert unter anderem den Aufbau von Knochen. Mit dem Abbau von Östrogen  bauen also auch die Knochen ab. Das lässt sich  durch eine kalziumreiche Ernährung und viel Bewegung drosseln. Kalzium nimmt man am besten über Milchprodukte auf. Ebenso wichtig ist die Zufuhr von Vitamin D. Dafür ist der Aufenthalt an der frischen Luft unabdingbar. Möglich ist die Zufuhr allerdings auch über Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel.

Mit Sport wohlfühlen

Ein anderer wichtiger Punkt ist das Thema Sport. Aktive Bewegung  lindert die Beschwerden in gewissem Maße und verschafft einen Ausgleich sowie höhere Lebensqualität durch ein besseres Wohlbefinden. Wer sich ausreichend bewegt, fördert den Muskel- und Knochenaufbau und verringert die Beschwerden der Wechseljahre. Aus einer italienischen Studie ging sogar hervor, dass regelmäßige Bewegung Hitzewallungen und Schweißausbrüche sowie Schlafstörungen verringern soll. Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es auch Frauen gibt, die bei regelmäßigem Sport häufiger Hitzewallungen bekommen.

Besonders empfehlenswert sind Ausdauer- und muskelaufbauende Sportarten. Muskelaufbau wird begünstigt durch Krafttraining, Gymnastik mit Gewichten und Therabändern oder intensivem Yoga. Beim Muskelaufbautraining ist es wichtig, dass die  Muskeln spürbar beansprucht werden. Ein moderates Ausdauertraining beugt ebenfalls gegen Osteoporose sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Wichtig ist, dass man mindestens zwei- bis dreimal pro Woche eine sportliche Einheit mit jeweils 30 Minuten  absolviert. Eine entspannende Variante, die ergänzend ausgeführt werden kann, ist  Faszien-Training. Dabei wird das Bindegewebe gestrafft, das mit zunehmendem Alter abbaut.

Bewegung ist nicht nur für die körperliche Gesundheit gut, sondern auch Balsam für das psychische Wohlbefinden. Gerade Stimmungsschwankungen können ein unangenehmer Wegbegleiter der Menopause sein. Regelmäßige Bewegung trägt zur Ausschüttung von Endorphinen bei und reduziert Stresshormone. Durch aktive Bewegung wird das vegetative Nervensystem stabilisiert und ein positives Körpergefühl gefördert.

Melissa Hiller

 



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