Ihr wisst bestimmt alle, wie man ein Schiff tauft: Ein mehr oder minder bekannter Mensch haut eine Sektflasche gegen den Bug. Die Flasche zerbricht und das Schiff heißt von da an "Rosi" oder "Christl" oder vielleicht auch "Tiger Lilly".
Ganz ähnlich lief jetzt die Taufe eines anderen Riesen ab. In Würgau bekam nämlich ein neues Windrad seinen Namen. Es heißt DaWindSi. Nö, wir haben uns nicht verschrieben. Der Name soll zwar sicherlich auch an Leonardo Da Vinci erinnern. Da Vinci war einer der größten Universalgelehrten aller Zeiten. Aber eigentlich setzt sich der Windrad-Name aus drei Wortteilen zusammen: aus den Anfangsbuchstaben des Namens David, aus dem Wort Wind und den Anfangsbuchstaben des Namens Simon. Warum? Ganz einfach:
David und Simon sind zwei Jungs aus Scheßlitz. Dort besuchen sie die Klasse 4b der Grundschule. Und mit ihren Klassenkameraden haben sie an einem Projekt über Windkraft teilgenommen.
Es heißt "Energiewende hautnah". Dazu kam schon vor einiger Zeit David Konietzny zu ihnen in die Klasse. Er ist Mitarbeiter bei den Stadtwerken Erlangen, die den Windpark in Würgau betreiben. David Konietzny erklärte dann den Viertklässlern zunächst, wie das mit dem Wind und dem Strom so funktioniert. Mit dabei hatte er auch Baukästen. Nach und nach entstanden unter seiner Anleitung tolle Windräder, die heute im Klassenzimmer ausgestellt sind. Doch damit nicht genug: Er forderte die Schüler auf, auch zu Hause ein Windrad zu bauen oder zu malen. Zudem sollten sich die Schüler Gedanken machen, wie das neue Windrad heißen könnte. Das schönste selbst gebastelte Windrad und der schönste Name sollten dann beim Mühlenfest prämiert werden. Als erster Preis lockte ein Hubschrauberflug! Keine Frage: Das zog. Und die Mädchen und Jungs legten sich mächtig ins Zeug.
Am Ende gab es so viele tolle Windräder, dass die Jury der Stadtwerke ganz schön ins Schwitzen kam und sie sich gar nicht so recht entscheiden konnte, welches Windrad nun gewinnen sollte. Und auch bei den Namensvorschlägen hatte sie die Qual der Wahl.
Deshalb gab es nicht nur einen Gewinner, sondern gleich vier: Kilian Herold baute ein Windrad aus Styropor, Jonas Zenk verbaute Metall und David Odenbach und Simon Lieb bauten in Teamarbeit ein Windrad aus Holz. Ihrem Windrad gaben sie den Namen DaWindSi. Das kam bei den Betreibern des Windrades so gut an, dass die beiden das Windrad am ersten Mühlenfest in Würgau taufen durften. Und natürlich sind die Paten auf ihr Patenkind auch mächtig stolz!
Von den Schülern der Klasse 4b der Grundschule Scheßlitz