Eine fantasievolle Alternative zum langweiligen Pausenbrot ist die Bento-Box. Die japanische Variante der deutschen Brotbox beinhaltet verschiedene kleine Gerichte. Die Speisen werden in mundgerechte Stücke geschnitten und durch Salatblätter oder Obst voneinander getrennt. "Der gesunde Pausensnack soll aber nicht nur satt machen, sondern auch ein Ausdruck der Wertschätzung sein", erklärt die japanische Köchin Kaoru Iriyama. Denn in der japanischen Kultur drücke man mit der aufwendigen Zubereitung der Gerichte seine Zuneigung für andere aus.
In eine traditionell japanische Bento-Box kommen Reis, Fisch, Fleisch und Gemüse. Die Zutaten werden zu unterschiedlichen Gerichten verarbeitet und in mundgerechte Stücke geschnitten. Ob kleine Hackfleischbällchen, marinierte Lachsstückchen oder Reisbällchen: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. "Hauptsache, die Gerichte sind auch kalt gut genießbar", sagt Iriyama. Aber auch Reste vom Vortag, wie Spaghetti oder Schnitzel, sind geeignet. Weil der Inhalt oft erst Stunden später verzehrt wird, sollten die Gerichte gar und kalt sein, bevor sie in die Box kommen. Die handliche Box eignet sich für Kindergarten und den Schulhof.
Beim Befüllen der japanischen Lunchbox ist es wichtig, mit den schweren Gerichten zu beginnen. So bleibt das Essen an der gleichen Stelle und vermischt sich nicht mit den anderen Gerichten. Gute Lückenfüller zwischen den Speisen sind Tomaten, Trauben und Zuckerschoten. Sie sorgen nicht nur für die Frische in der Box, sondern auch für die Farbe. Die Kunst besteht darin, die Zutaten eng zu stapeln und so den vollen Platz zu nutzen. Bei der Zusammenstellung der Bento-Box kommt es nicht nur auf den Geschmack der Gerichte an. Auch die Optik spielt eine große Rolle. Eltern sollten die Speisen für den Nachwuchs bunt und kreativ dekorieren. dpa