Ein paar Mal tippen, ein bisschen wischen und noch ein paar Häkchen setzen. Fertig. Zwei freie Bäckerlehrstellen, ein Lackierer und ein Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk werden gesucht. Freie Ausbildungsstellen, dazu kommen unzählige Praktikumsplätze in einem Umkreis von fünf Kilometern. Kinderleicht, sagt Daniel Röper, der Pressesprecher der Handwerkskammer für Unterfranken und wischt wieder. Am Donnerstag  hat er auf einer Pressekonferenz den neuen Lehrstellenradar der Handwerkskammer vorgestellt.
Mit ihrem Lehrstellenradar für Smartphones reagieren die Handwerkskammern auf eine Forsa-Studie für den Branchenverband Bitkom. Der hatte herausgefunden, dass mittlerweile jeder fünfte  Bundesbürger ein Smartphone besitzt, bei den über 14-Jährigen sogar jeder dritte. „Das Lehrstellen-Radar soll unsere Aktivitäten in der Nachwuchswerbung unterstützen“, sagt Rolf Lauer, der Hauptgeschäftsführer der unterfränkischen Handwerkskammer.

Mit der neuen App sollen junge Menschen flexibel auf das Lehrstellenangebot zugreifen können.

Kostenlose Datenbank

Momentan listet das Lehrstellenradar etwa 4000 Stellen in Bayern, Hessen, Brandenburg und  Baden-Württemberg auf. Etwa 100 freie Stellen davon liegen in Unterfranken, sagt Daniel Röper. „Nach und nach werden aber auch die anderen Kammern bundesweit dazukommen“, sagt er. Dann wischt er wieder und legt ein Profil an. „Wenn ich jetzt eine Stelle als Automechaniker bei einer bestimmten Firma suche und das hier einstelle, werde ich garantiert als erster informiert, wenn die einen Lehrling suchen“, sagt er.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android-Betriebssysteme erhältlich und kann  per QR-Code auf www.hwk-ufr.de herunter geladen werden.  

Autor: Tobias Köpplinger, Redaktion Mediengruppe Oberfranken