Bestimmt habt ihr schon einmal das Wort Genie gehört. Oder gelesen. "Das ist genial", sagen Menschen manchmal, wenn sie staunen, weil ihnen etwas besonders gut gefällt oder etwas rätselhaft ist. Ein Genie kann zum Beispiel viele Sprachen sprechen. Andere Genies konnten hervorragend komponieren. Wieder andere haben große Taten in der Wissenschaft vollbracht. Oder im Schachspiel oder als Dichter.
Eigentlich sind Genies geheimnisvoll, denn woher ihre Begabungen kommen, lässt sich nicht immer erklären. Manche Menschen sagen, es gibt nur wenige Genies. Andere behaupten, es gebe mehr von ihnen, als man denkt.

Scheßlitzer Drittklässler haben den KLARTEXT!-Gewinn-Code geknackt

Aber es gibt ein berühmtes Genie, das auf vielen Gebieten begabt war und von dem heute noch alle Welt spricht: Die Rede ist von dem Italiener Leonardo da Vinci (sprich: da Winschi). Ob man es glaubt oder nicht, er war Architekt und Maler, Erfinder, Musiker und Forscher. Vorgestern fuhr die Klasse 3a der Kilian Grundschule aus Scheßlitz zur Leonardo da Vinci-Ausstellung nach Nürnberg, weil sie das in einem Preisausschreiben von KLARTEXT!, dem Schulprojekt dieser Zeitung, gewonnen hat. "Den Jubel hat die ganze Schule gehört", erinnert sich Anna Vogt. Anna ist neun Jahre alt und weiß, wie das berühmteste Bild der Welt heißt: Es heißt Mona Lisa, ist unglaublich wertvoll und wurde von Leonardo da Vinci vor über 520 Jahren gemalt. In der riesigen Ausstellungshalle in Nürnberg gibt es Poster von seinen Bildern und Nachbauten von Maschinen, die er sich ausgedacht hat. Eine sieht wie ein Hubschrauber aus und eine andere zeigt, dass Leonardo schon vor 500 Jahren an so etwas wie Panzer dachte. Den Fallschirm hat er auch erfunden, und er arbeitete sogar an einem U-Boot und einem Taucheranzug.

Der Hausaufgaben-Roboter

All das lernt die Klasse 3a in der Ausstellung. Manchmal dürfen die Jungs und Mädchen sogar nachgebaute Maschinen anfassen und selbst an Kurbeln drehen: Paula Knauer setzt einen Schmiedehammer in Gang. Ihre Klassenkameradin Mariagrazia Barcellona kriecht auf allen Vieren um das runde Modell eines Panzers, weil sie genau wissen will, wie Menschen in ihm zum Fahren wohl die Tretkurbeln bedient hätten. Und die Scheßlitzer Kinder staunen darüber, wie Leonardo nur auf alle seine Ideen gekommen ist. Viele von ihnen haben sogar schon etwas gemacht, was Leonardo selbst getan hat: Der hat seine Gedanken nämlich in Spiegelschrift aufgeschrieben, damit ihm keiner seine Ideen klauen konnte.
Am Ende trifft die 3a noch einen jungen Mann, der so viel über Leonardo da Vinci weiß, dass man ihm Löcher in den Bauch fragen darf.
Manche Kinder aus der 3a hätten diesen Leonardo gerne persönlich kennengelernt. Das geht natürlich nicht, weil er schon lange tot ist. Aber wenn es ginge, dann hätte Anna Vogt ihn gefragt, ob er ihr nicht auch eine Maschine bauen könnte? Vielleicht einen Roboter, der ihr die Hausaufgaben abnimmt. Den Leonardo findet sie auch sehr sympathisch. Aber sie glaubt, dass er im Alter ein sehr trauriger Mann war. Ein Bild zeigt ihn nämlich so, und ihre Klassenkameradin Paula glaubt das auch.

Bis zum 10. August läuft die Ausstellung noch

Was gibt's? Die Ausstellung "Da Vinci - Das Genie" ist in 13 Themenbereiche eingeteilt, über 200 Werke von Leonardo da Vinci kann man dort kennenlernen. Nachbildungen seiner Kunstwerke, Studien und Erfindungen könnt ihr sehen und teilweise sogar selbst ausprobieren. Der Mona Lisa ist ein eigener Bereich gewidmet.

Wo?
Auf dem Quelle-Areal in der Fürther Straße 25, U-Bahn: U1/U11 Station Eberhardshof

Öffnungszeiten? Dienstag bis Sonntag von 10-18 Uhr. Die Ausstellung geht noch bis 10. August 2014.

Mehr Infos? Gibt's unter www.davinci-nuernberg.de