H ey, ich bin Leki aus Höchberg bei Würzburg. Ich bin ein Nordic-Walking-Stock und würde Euch gerne von einem Abenteuer an der offenen Ganztagsschule der Mittelschule Burkardroth berichten.
Kürzlich wurde ich gemeinsam mit Freunden in das Auto von Uschi Jung (Gymnastiklehrerin) geladen und wir machten uns gemeinsam auf den Weg in die Rhön.
Plötzlich öffnete sich der Kofferraum und 32 neugierige Augen blickten mir entgegen. Ich dachte mir: "Oh mein Gott - was für eine Bande!" Kaum hatte ich mich etwas erholt, packte mich eine Hand. Das nächste was ich sah war ein Bauchnabel. "Was soll das - ah, ich wurde in Bauchnabelhöhe meines Begleiters eingestellt." Uschi Jung erklärte den Schüler/innen etwas über meine Vorfahren. Meine Ururur(...)-Großeltern waren Skistöcke und bewegten sich nur im Schnee.
Doch mit meinen Eltern kam der Durchbruch!
Wir Lekis mögen es gar nicht, wenn wir nicht richtig benutzt werden. Spargelstecher, die nicht wissen, wie man uns durch die Lande führt, können wir gar nicht leiden.
Etwas schüchtern ging ich mit meinen Gefährten über den Schulhof. "Uh, alles noch etwas wackelig. Ob das noch wird?" Wir starteten Richtung Mühlberg und es wurde schon besser. Ich dachte mir, jetzt ist alles cool - aber was ist das? Ein vierbeiniges, bellendes Etwas stellte sich mir in den Weg. Gut, dass Uschi Jung den Schülern erklärte, wie sie richtig reagieren: Stöcke an den Körper, Distanz halten und weitergehen. Puh, geschafft.
Nun wurde es kalt und laut. Sie zogen mir die Schuhe aus - Stopper sollen nur auf Teer getragen werden - sagten sie. Es wurden Paare zwischen den Schülern gebildet und die Schüler trugen mich. Was? Wir spielen Eisenbahn? Ja, die Kids übten dadurch den Kreuzschritt: Rechtes Bein - linker Arm. Jetzt wurde es chillig, denn wir zogen über den Mühlberg. Ein Mann, der uns begegnete, sagte: "Ihr macht es richtig, ihr lauft schön stramm!"
An der Schule erwarteten uns schon andere Schüler mit den Worten:" Na, wie war's ?" Begeisterung sprühte aus den Läufern. Die Menschen stärkten sich mit Getränken, und ich konnte im Kofferraum entspannen. Wobei, fünf Kilometer sind für mich zu wenig, aber da ich ja durch das Projekt KLARTEXT! in Kooperation mit dem Bayerwerk noch häufiger unterwegs bin, kommt doch einiges zusammen. Mal sehen, wo es als nächstes hingeht!

Von den Schülern der offenen Ganztagsschule der Mittelschule Burkardroth . 