Vor wenigen Wochen ging eine Studie durch die Medien, die besagt, dass Deutsch als Fremdsprache bei Schülern weltweit nicht mehr besonders hoch im Kurs steht. "Dagegen müssen wir unbedingt etwas tun", sagt Arsen Zaloew. Der in Memmelsdorf lebende Pädagoge war viele Jahre Schulleiter in Kasachstan. Bis heute pflegt er viele Kontakte zu Deutschlehrern in der ehemaligen Sowjetunion. Weil er deutsche Schüler und Lehrer mit Schulklassen in Russland, Kasachstan und der Ukraine zusammenbringen möchte, hat er vor zehn Jahren gemeinsam mit Ingeborg Arnold vom Bamberger Dientzenhofer-Gymnasium die Initiative "Die Brücken der Freundschaft" ins Leben gerufen. Über E-Mail haben sich bereits Bamberger Schüler und Kinder aus Aktobe in Kasachstan kennen gelernt und ausgetauscht.

Kontakt knüpfen ist ganz leicht

Schulklassen aus der Region, die auch gerne mit Schülerinnen und Schülern in Russland und Kasachstan Freundschaften gründen

will, kann sich bei Lehrerin Ingeborg Arnold vom Dientzenhofer-Gymnasium (sekretariat@dg-info.de) oder Arsen Zaloew von "Die Brücken der Freundschaft" (Ars_nk@web.de) melden.


Zum zehnjährigen Jubiläum hat Arsen Zaloew nun Post bekommen von Tatjana Volokitina. Sie ist Deutschlehrerin einer Mittelschule aus der Nähe von Wolgograd (ehem. Stalingrad) und zieht in ihrem Brief eine Bilanz und bedankt sich für die tatkräftige Unterstützung aus Deutschland:

Danke Bamberg!
Schon Schon seit zehn Jahren existiert die Initiative „Die Brücken der Freundschaft“ von einem Bamberger, dem ehemaligen Lehrer aus Kasachstan, Arsen Zaloew. Ausgehend davon, dass Englisch sich auf dem „Vormarsch“ befindet und die deutsche Sprache überall an Bedeutung verliert, hat er sich die Förderung der deutschen Sprache und Partnerschaften zwischen Schulen Deutschlands und den GUS-Staaten zur Aufgabe gemacht.
 
Der Name der Initiative spricht für sich selbst: Eine Brücke zwischen Menschen zu bauen und Menschen zu fördern. Die Werbung für Deutsch und für alles, was Deutschland betrifft, ist zentrale Aufgabe der Initiative. Zurzeit nehmen an der Initiative „Die Brücken der Freundschaft“ elf Schulen, darunter das Dientzenhofer-Gymnasium aus Deutschland, fünf Schulen aus Kasachstan (aus den Regionen Aktobe, Karaganda) und fünf Schulen aus Russland (aus den Regionen Kaliningrad, Nordossetien, Wolgograd) teil.

Förderung der deutschen Sprache und Kultur
 
Die Schulen der Initiative vereinigen sich in einem Netz. Jede Schule arbeitet sowohl selbstständig vor Ort, als auch zusammen mit anderen Schulen im Netz. Die Attraktion und Besonderheit der Initiative „Die Brücken der Freundschaft“ besteht darin, dass alle Personen und Einrichtungen, unabhängig vom Ort, an der Initiative teilnehmen und Nutzen aus der Zusammenarbeit ziehen können. Alle Schulen unserer Initiative „Die Brücken der Freundschaft“ fördern die deutsche Sprache und vermitteln deutsche Kultur und Bildung.
 
Der Tag des zehnjährigen Bestehens der Initiative gibt uns einen guten Anlass, allen Förderern für die Unterstützung "Vielen Dank" zu sagen. Für uns, die tausende Kilometer weit weg von Ihnen leben, ist die Stadt Bamberg mehr als nur eine der schönsten Städte Deutschlands.
 
Hier wohnen die engagierten Menschen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen: Unsere Partnerschule, das Dientzenhofer-Gymnasium (Ansprechpartnerin Ingeborg Arnold). Aus Bamberg bekommen wir regelmäßig seit viel Jahren die pädagogischen Zeitschriften "Lehrer-Info", "EZ"-Elternzeitschrift (Bayern), "Magazin-Schule" (Baden-Württemberg), "Schule-machen" (Rheinland-Pfalz), "Schule aktuell" (Schleswig-Holstein), "KLASSE" (Sachsen), die Münchener Kinderzeitung "Spitzer", die Zeitschriften "Resonanz" (Nürnberg), "Impuls" (Stuttgart) und vieles andere.
 
Viele tatkräftige Unterstützer

Unser Dank geht an die Leitung des Büchner Verlags, die zweimal Lernbücher an die Partnerschulen gespendet hat; die Sparkasse Bamberg (Lichteneiche) und die VR Bank Bamberg eG für die Bereitstellung der Lehrerkalender für alle Deutschlehrer der Initiative; an Monika Weingärtner und Rudolf Wolf vom Sozialdienst katholischer Frauen e.V., die bei der Übersetzung und Vorbereitung der Infomaterialien geholfen haben.
 
Unser besonderer Dank geht an Sabine Weyermann, Leiterin der Mich. Weyermann GmbH & Co. KG, die unser Hauptsponsor ist und ohne deren Unterstützung unsere Arbeit überhaupt nicht umzusetzen wäre.
 
Im Namen aller Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer aus Kasachstan, Russland und Ukraine, die binnen zehn Jahren an der Initiative teilnahmen und -nehmen, wünsche ich Förderern unserer Initiative alles Gute und hoffe auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit. Bleiben Sie weiterhin bei uns. Wir brauchen Ihre Hilfe.
 
Von meiner Seite aus lade ich die Schulen Bambergs und Oberfrankens zur Zusammenarbeit ein. Das Jahr Deutschlands in Russland (2012-2013) bietet hierzu eine gute Gelegenheit.
 
Tatjana Volokitina, Deutschlehrerin der Mittelschule
aus dem Gebiet Wolgograd (ehem. Stalingrad),
E-Mail: volokitina-2010@yandex.ru