Coburg — Eine 14-Jährige, die zu betrunken ist, um laufen und sprechen zu können, eine 15-Jährige mit Alkoholvergiftung, eine 17-Jährige, die in Ohnmacht gefallen war, ein 16-Jähriger mit 2,5 Promille - das ist keine Monats-Statistik in Coburg, sondern die Polizei-Bilanz eines Wochenendes. Sie macht deutlich, wie wichtig es ist, dem sogenannten Komasaufen den Kampf anzusagen.
" Im Landkreis Coburg gab es im Jahr 2011 immerhin 47 Betroffene", erläutert Dieter Weinig, Leiter des DAK-Servicezentrums Coburg. Das seien zwar weniger als im Jahr davor, aber das Problem bleibe akut.
Laut Bundesstatistik kommen jährlich rund 26 000 Kinder und Jugendliche nach dem Rauschtrinken in eine Klinik.
Deshalb veranstaltet die Deutsche Angestellten-Krankenkasse auch in diesem Jahr wieder ihren Plakat-Wettbewerb "bunt statt blau". Seit 2010 haben bundesweit 35 500 junge Künstler bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gemalt, davon auch viele Schüler aus der Kulmbach Stadt und Landkreis. Die Kampagne "bunt statt blau" wurde inzwischen mehrfach ausgezeichnet und wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.
Nach dem Einsendeschluss am 31. März werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, und der Band "Luxuslärm" den Bundesgewinner. Es gibt wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.
Der aktuelle Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt "bunt statt blau" erneut als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die Aktion erhielt 2012 den Health Media Award für "hervorragende Gesundheitskommunikation". Weitere Informationen zum Wettbewerb 2013 gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak-buntstattblau.de. Die Kampagne ist eingebunden in die "Aktion Glasklar", die seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.
Zum Mitmachen aufgerufen sind Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren. Bis zum 31. März können die Arbeiten ans DAK-Servicezentrum, Mohrenstraße 38, geschickt werden. "Alle Schulen der Region sind dazu eingeladen ", sagt Dieter Weinig. ren/red