Manchmal hat die Gefahr ein ganz freundliches Gesicht: Ein Erwachsener spricht ein Kind an, verwickelt es in ein lockeres Gespräch und fragt es dann, ob es mit ihm nach Hause gehen möchte ... Damit Jungen und Mädchen diese Gefahr erkennen und sich gegen böse Erwachsene erfolgreich wehren können, gibt es Kurse wie "Ich gehe nicht mit Fremden mit". Er ist Teil des Programms "End of Mobbing" - einem Präventionskurs für Kinder. Den haben die Jungen und Mädchen, die an die Offene Ganztagsschule der Grundschule Strullendorf/Amlingstadt im Landkreis Bamberg gehen, jetzt erfolgreich absolviert.

Kinder lernen, sich zu behaupten

"End of Mobbing" haben die erfahrenen Boxer Johannes Schunk und Marco Wieland konzipiert. Die lizenzierten Trainer vom Fight Club Hirschaid wollen damit die Sozialkompetenz und die Selbstbehauptung von Kindern stärken. Das soll ihnen helfen, sich gegen sexualisierte Gewalt zu wehren sowie Mobbing zu erkennen - um weder Opfer noch Täter zu werden.

Erste Schritte zur Selbstverteidigung

Das explizit für Schulen entwickelte Konzept bietet die präventive Möglichkeit Gefahrensituationen zu erkennen, zu vermeiden und jeglicher Gewalterfahrung entgegenzuwirken. In acht Modulen werden Grundelemente aus verschiedenen Kampfsportarten, Kickboxen und Selbstverteidigung in Verbindung mit theoretischen Inputs aufgegriffen.

Dabei machen abwechslungsreiche Koordinationsübungen jedes Training zu einem Abenteuer und sollen das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der Kinder stärken. Ebenso vermitteln die Trainer Themen wie Respekt vor sich und anderen sowie Disziplin geschult. Neben Teamfähigkeit, Zusammenhalt und Stärkung der eigenen Persönlichkeit geht es auch darum, Spaß an der Bewegung zu haben und eine neue Sportart kennenzulernen. Zum Abschluss konnten alle jungen Teilnehmer eine "EoM"-Gürtelprüfung ablegen, um zu zeigen, was sie gelernt und welche Fortschritte sie gemacht haben.