Vögel und Menschen haben etwas gemeinsam: Sie unterhalten sich gerne. Aber das klingt ziemlich unterschiedlich. Während Amseln und Blaumeisen zwitschern und trällern, machen wir Menschen ganz andere Laute, die dann zum Beispiel Wörter ergeben. "Wir Menschen haben andere Sprechwerkzeuge als Vögel", erklärt Patrizia Noel. Sie ist Professorin an der Universität Bamberg und erforscht, wie das mit dem Sprechen funktioniert. "Wir Menschen haben Zähne. Und mit denen können wir nicht nur beißen, sondern zum Beispiel auch den Laut ,ffff‘ machen. Ein Vogel kann das nicht, denn er hat keine Zähne." Aber auch bei uns Menschen gibt es große Unterschiede beim Sprechen. Zwar besitzen wir alle die gleiche "Sprech-Ausrüstung", aber die Sprachen dieser Welt klingen sehr unterschiedlich.


Ihr könnt vieles ausprobieren

Interessante Beispiele dafür zeigt euch Patrizia Noel in ihrer Kinder-Uni-Vorlesung "Die Stimme ausprobieren - wie das mit dem Sprechen funktioniert". Der Vortrag findet am 6. November in Forchheim statt (genaue Infos findet ihr im Kasten rechts). In der Vorlesung dürft ihr viel selbst ausprobieren: "Wir werden zusammen untersuchen, wie wir bestimmte Laute machen", verspricht die Wissenschaftlerin. "Für das ,Aaa‘ machen wir den Mund zum Beispiel weit auf. Beim ,Mmm‘ haben wir ihn geschlossen." Ihr lernt in der Vorlesung auch menschliche Laute kennen, die für unsere Ohren erstmal ganz komisch klingen.
Übrigens: Sprache können wir nicht nur hören, sondern dank spezieller Computerprogramme auch sehen - als Schallkurve. Unten seht ihr die Schallkurve vom Gesang einer Blaumeise. Wer möchte, kann seinen Namen in der Vorlesung einsprechen und eine Schallkurve erzeugen. Einen Ausdruck davon dürft ihr dann mit nach Hause nehmen. Also, meldet euch gleich an!