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Kinder

Umgang mit Geld - Diese Fehler sollten Eltern bei der Erziehung vermeiden

Geld ist nicht alles. Aber mit Kindern überhaupt nicht darüber zu sprechen, ist auch nicht gut. Kinder müssen lernen, dass der Alltag Geld kostet.
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Geld ist nicht alles. Aber mit Kindern überhaupt nicht darüber zu sprechen, ist auch nicht gut. Kinder müssen lernen, dass der Alltag Geld kostetet. Foto: Silvia Marks/dpa
Geld ist nicht alles. Aber mit Kindern überhaupt nicht darüber zu sprechen, ist auch nicht gut. Kinder müssen lernen, dass der Alltag Geld kostetet. Foto: Silvia Marks/dpa
Mit Kindern über Geld reden? Damit tun sich viele Eltern schwer. Schon unter Erwachsenen wird um die Höhe des eigenen Einkommens oft ein Geheimnis gemacht. Geld hat man - oder auch nicht. Aber darüber spricht keiner. Doch von Vorteil ist eine solche Haltung gegenüber den eigenen Kindern nicht.

"Natürlich müssen sie nicht auf den Cent genau wissen, was Mutter und Vater in ihren Berufen verdienen und was sie auf dem Bankkonto haben", sagt Alexandra Langmeyer vom Deutschen Jugendinstitut in München. Aber sie müssen altersgerecht lernen, dass der Alltag Geld kostet.

Mal angenommen, eine Familie ist gut situiert. Sie lebt in einem Haus mit weitläufigem Garten und macht zweimal im Jahr eine Reise. Die Eltern legen nun Wert darauf, dass ihre Kinder gegenüber Freunden nicht überheblich werden. "Das kann nur gelingen, wenn Eltern den Kindern ein Vorbild sind", erklärt Andreas Engel von der Qualitätskommission der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Das heißt: Die Eltern verhalten sich selbst nicht arrogant gegenüber anderen, die weniger haben.

Den Kindern muss aber auch vermittelt werden, dass der Wohlstand nicht selbstverständlich ist. Das kann schwierig sein, wenn den Söhnen und Töchtern im Alltag viele kleine Konsumwünsche umgehend erfüllt werden. "Bei solchen Verhältnissen muss es den Kindern so erscheinen, als sei der Wohlstand selbstverständlich", erklärt Kirstin Wulf. Sie ist Gründerin von Bricklebrit, einer Initiative, die unter anderem Seminare zum Thema Kinder und Geld anbietet.

Wenn eine gut betuchte Familie möchte, dass ihr Kind in materiellen Dingen geerdet bleibt, sollte sie beim Geldausgeben achtsam sein - und darüber offen sprechen. Je authentischer sich eine Familie in finanziellen Dingen gibt, desto mehr werden Kinder erleben, was im täglichen Umgang mit Geld alles möglich ist, glaubt Wulf. Und dabei ganz nebenbei noch Geduld, Frusttoleranz und Kommunikationsfähigkeit lernen.

Aber es gibt natürlich auch den umgekehrten Fall: Eine Familie mit wenig Einkommen muss dem Nachwuchs erklären, warum sie ihm den ein oder anderen Wunsch nicht erfüllen kann. "Auch hier hilft Offenheit weiter", sagt Engel. Den Kindern muss klargemacht werden, dass das Geld in der Familie nur begrenzt vorhanden ist. "Das können Eltern Kindern im Grundschulalter etwa mit Spielgeld verdeutlichen", sagt Langmeyer.

Sie setzen sich mit ihnen hin, nehmen alles an vorhandenem Spielgeld und erklären: "Schau, so viel geht weg für die Miete, für Strom, für Essen und Trinken, für die Körperpflege, fürs Auto."
In jedem Fall sollten Eltern mit kleinerem Budget behutsam mit ihren Kindern über Geld sprechen, rät Langmeyer. "Keinesfalls sollte das Thema dem Nachwuchs Angst machen und den Kindern Gedanken kommen wie: "Wenn ich jetzt neue Schuhe bekomme, dann stürzt das Mama und Papa in die finanzielle Misere"."

Eine weitere Möglichkeit, Kinder frühzeitig im Umgang mit Geld zu schulen: sie beim Einkaufen einzubeziehen. Wann ist die Butter teuer? Wann ist sie billig? "Erst wenn ein Kind diese Dinge lernt, weiß es, dass im Urlaub das Eis direkt am Strand teurer ist als im Supermarkt", sagt Wulf.


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