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Erziehung

Co-Sleeping: Dürfen Kinder im Elternbett schlafen?

Sollte das Kind mit im Elternbett schlafen dürfen? Diese Frage begegnet früher oder später allen Eltern. Gibt es Risiken für das Kind - oder ist es sogar vorteilhaft? Alle diese Fragen klären wir hier.
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Das Beischlafen im Familienbett kann für Babys förderlich sein. Symbolbild unsplash/kevin ilang
Das Beischlafen im Familienbett kann für Babys förderlich sein. Symbolbild unsplash/kevin ilang

Darf das Kind im Elternbett schlafen? Dazu gibt es viele geteilte Meinungen. Kinderärzte raten vor allem in den ersten vier Lebensmonaten davon ab. Durch eine womögliche Erhitzung des Säuglings im Elternbett, besteht ein erhöhter Risikofaktor für den plötzlichen Kindstot. Doch gibt es viele weitere Faktoren, die das Risiko erhöhen können:

  • Das Schlafen in Bauch und Seitenlage
  • Das Schlafen außerhalb des elterlichen Schlafzimmers oder im Bett der Eltern
  • Das Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft
  • Das Rauchen in der Nähe des Säugling

Forscher sehen Co-Sleeping als Vorteil

Laut des "Berufsverbandes der Kinder und Jugendärzte e.V (bvkj)" können trotzdem "darüber hinaus akute Infektionen der Atemwege und andere körperliche Erkrankungen, aber auch Entwicklungsverzögerungen oder Frühgeburt das Risiko für das plötzliche Versterben eines Säuglings erhöhen." Doch in der Regel müssen davon mindestens drei Faktoren zusammentreffen, damit ein erhöhtes Risiko besteht, berichtet der "bvkj". Säuglinge sollten immer in der unmittelbaren Nähe der Eltern sein. Ärzte raten : Das Beistellbett neben dem Elternbett.

Doch Forscher und Experten sind da anderer Meinung. Sie berichten, dass es zu den natürlichsten Dingen gehört, wenn alle bekannten Risikofaktoren für einen plötzlichen Kindstot vermieden werden. "Wenn Co-Sleeping richtig gemacht wird, gibt es keine Nachteile. Man kann nicht nachweisen, dass die Kinder in irgendeiner Weise verhaltensgestört, entwicklungsverzögert oder sonst etwas sind - wenn man von einer normalen Co-Sleeping Situation ausgehen kann", meint Nicola Schmidt.

Co-Sleeping bezeichnet das Schlafen im Elternbett und sollte laut Forschern nur umgesetzt werden, wenn feste Matratzen bestehen (also keine Wasserbetten), die Eltern nicht unter Alkohol oder Drogeneinfluss stehen, sie keine Medikamente einnehmen oder Depressionen haben. Außerdem sollten Säuglinge grundsätzlich immer im eigenem Schlafsack und ohne dicke Kissen im Bett der Eltern schlafen. Dann seien die Kinder besser aufgehoben als im eigenem Bett. Wenn all diese Faktoren erfüllt sind, könnte es für das Kind Vorteile mit sich bringen.

Untersuchungen bestätigen: Mütter reagieren auf jede kleinste Bewegung und Atemveränderungen ihres Babys und können so schneller auf ihr Kind reagieren. Ein weiterer Faktor des Co-Sleeping: Die Kinder suchen evolutionär bedingt nach der sogenannten "Nestwärme" also den Schutz in der Dunkelheit.

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Außerdem heißt es, dass Säuglinge die nachts im Elternbett schlafen nicht nur schneller, sondern auch öfter gestillt werden. Das führt dazu, dass die gestillten Babys laut Wissenschaftlern der "University of California" pro Nacht im Durchschnitt 45 Minuten länger schlafen.

Bis zu welchem Alter, soll mein Kind im Familienbett schlafen?

Die Studie der "American Academy of Pediatrics (AAP)" sagt aus, dass Kinder spätestens ab einem Jahr im eigenen Zimmer schlafen sollten. Dann sollten die Eltern ihre Kinder immer mehr an das "Alleineschlafen" gewöhnen. Die neuesten Studien belegen aber: Kinder sollten im ersten halben Jahr schon ins eigene Zimmer schlafen gelegt werden. Aber grundsätzlich gibt es hier keine genauen Regeln, da die gesamte Situation betrachtet werden sollte. Jedes Kind hat ein anderes Tempo, das immer von den Eltern unterstützt werden sollte.

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