Laden...
Franken
Haustiere

Vorsicht giftig: Lebensmittel, die Ihr Haustier auf keinen Fall fressen sollte

Die kleinen Vierbeiner lieben Fressen: Trotzdem sollte man seinem Haustier nicht alle Essensreste vom Mittagessen in den Futternapf legen. Welche Lebensmittel gefährlich für die treuen Begleiter werden können, lesen Sie hier.
 

Alle Vierbeiner sind gefräßige Tiere. Nicht selten sitzen die Kleinen am Küchentisch und betteln mit großen Augen nach einem Bissen vom schmackhaften Essen des Herrchens. Doch auch wenn es manchmal so wirkt als wären Hunde und Katzen Allesfresser, so ist doch das genaue Gegenteil der Fall.

Es gibt eine Vielzahl an Lebensmitteln, welche für Haustiere nur schwer verdaulich sind und dem Tier schaden können. Deshalb sollte jeder Hundebesitzer wissen, welche Lebensmittel ab sofort für den vierbeinigen Liebling tabu sind. Diese Lebensmittel sind besonders gefährlich: 

Diese Lebensmittel sollte kein Hund fressen

  • Alkohol: Haustiere bauen Alkohol nur sehr schlecht ab. Das Rauschmittel kann für die Vierbeiner tödlich sein. Es kommt früher als bei Menschen zur Alkoholvergiftung, welches zu Erbrechen, Koordinationsstörungen, Atemnot, Koma und Tod führen kann. 

  • Avocados: Das Lorbeergewächs enthält den Wirkstoff Persin, welcher für Haustiere giftig ist. 

    Essen Hunde und Katzen von der Frucht kann es bei ihnen zu einer Schädigung des Magen- und Darmtraktes kommen, was zu Durchfällen führen kann. Beim Hund besteht zudem die Gefahr eine Bauchspeicheldrüsenentzündung zu bekommen. Verschluckt ein Vierbeiner den Kern des Lorbeergewächs ist ein Darmverschluss möglich, der zum Tod führen kann

    Bei Hunden ist zudem eine Schädigung des Herzmuskels möglich. Bislang ist allerdings nur ein Fall bekannt.

  • Bohnen und andere Hülsenfrüchte: Ungekocht sind die Hülsenfrüchte sowohl für den Mensch als auch für unsere Haustiere schädlich. Der Inhaltsstoff Phasin ist Gift und führt zu Erbrechen, Bauchkrämpfen und blutigem Durchfall.

  • Zwiebeln, Knoblauch und andere Lauchgewächse: In diesen Lebensmitteln sind sogenannte Alliine enthalten. Diese sind für Hunde und Katzen hoch giftig.

    Zum einen verursachen sie Durchfall und Erbrechen und zum anderen kann es zu einer hämolytischen Anämie kommen, bei der die roten Blutkörperchen platzen.

  • Schokolade, Kaffee, Kakao und Tee: Der im Kakao enthaltene Stoff Theobromin kann zu einer Vergiftung des Tieres führen. Auch das im Kaffee und Tee enthaltene Coffein ist äußerst schädlich für Katz und Hund.

    Die Folgen sind Erbrechen, Durchfall, Unruhe/Zittern und Krampfanfälle bis zum Atemstillstand. Wie bei allen Giften kommt es auch hier auf die Dosis an.
    Bei Block- und Zartbitterschokoladen ist der Kakaoanteil am höchsten. Dabei führen bereits schon zwei Schokoladenstückchen zum Tod.

  • Milch: Wie alle Säugetiere sind auch Hund und Katzen laktoseintolerant. Milch ist daher nicht direkt giftig für die kleinen Vierbeiner, aber führt zu Durchfall, Erbrechen und Blähungen.

    Laktosefreie Produkte und Milchprodukte, in denen der Milchzucker bereits verarbeitet ist, wirken nicht so stark auf die Tiere. Ein wenig Milch ist ebenfalls nicht schlimm, dennoch benötigt weder Katze noch Hund Milch im Erwachsenenalter 

  • Rosinen und Weintrauben: Warum die Früchte bei Tieren zu einer Vergiftung führen können, ist noch nicht wissenschaftlich bekannt. Die Folgen einer Weintraubenvergiftung sind allerdings Durchfall, Erbrechen und im schlimmsten Fall sogar Nierenversagen.

  • Nachtschattengewächse (rohe Kartoffeln, Auberginen, Tomaten): Nachtschattengewächse enthalten den Giftstoff Solanin, welcher bei Menschen und auch bei Haustieren zu Erbrechen und Durchfall führt.

  • Rohes Fleisch: Fleisch kann im rohen Zustand sehr gefährlich für jeden Vierbeiner werden. Bei Hühnchen besteht Salmonellengefahr und rohes Schweinefleisch kann den Aujeszky-Virus übertragen, welcher für Tiere tödlich sein kann.

    Die auch als Pseudowut bekannte Krankheit führt in der Regel in 12 bis 24 Stunden zum Tod. Symptome machen sich durch häufiges Miauen, Unruhe, starkes Speicheln, Rastlosigkeit aber auch Aggressivität und Apathie bemerkbar.

  • Thunfisch: Thunfisch ist für die Katze kein täglicher Genuss! - Katzen lieben zwar Thunfisch, sollten aber nicht zu viel davon fressen. Thunfisch enthält Methylquecksilber, welcher in größeren Mengen bei einer Katze zum Tod führen kann. Kleinere Portionen aus dem Futterhandel sind natürlich ab und zu okay. 
  • Pilze: Welcher spezifische Inhaltsstoff Pilze so schädlich für Hunde macht ist nicht bekannt. Allerdings kann ein langfristiger Konsum bultzersetzend, krebserregend und nieren- beziehungsweise leberschädigend wirken.

Sollte Ihr Haustier nach dem Verzehr eines der genannten Lebensmittel die beschriebenen Symptome aufzeigen, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. 

Auch interessant: Tierischer Badespaß in Franken: Hier dürfen auch Hunde baden