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Fragen und Antworten zur Bestattung

Fragen, Antworten und Zahlen vom Bundesverband Deutscher Bestatter
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Foto: Fotolia
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Gibt es einen Wandel in der Bestattungskultur und worin zeigt er sich?
Die Bestattungskultur hat sich zu jeder Zeit und in allen Kulturen immer wieder verändert und neuen gesellschaftlichen Strömungen angepasst. Dies ist auch in der Gegenwart der Fall, wobei die Geschwindigkeit der Veränderungen in den letzten Jahren zugenommen hat. Generell geht der Trend zur Wahl einer Feuerbestattung, womit neue Möglichkeiten der Beisetzung in Urnengräbern, Grabeskirchen oder Waldarealen gegeben sind.

Welche Bestattungsarten gibt es und wie hoch ist in Deutschland ihr Anteil?
Grundsätzlich gibt es nur zwei Bestattungsarten, die Erd- und die Feuerbestattung. Aus deren Wahl ergeben sich dann verschiedene Möglichkeiten einer Beisetzung: Reihengrab für Sarg- oder Urnenbestattung bzw. Wahlgrab, Gemeinschaftsgrab, anonyme Bestattung oder Baumbestattung auf einem Friedhof, Seebestattung, Bestattung in einer Grabeskirche oder in Waldarealen. Zahlen dazu: Erdbestattungen machen 45,5 Prozent aller Bestattungen aus. Von den 54,5 Prozent entfallen 2,5 Prozent auf Seebestattungen. Etwa 5 Prozent sind anonyme Bestattungen.
Warum ist ein Grab für die Psychologie eines guten Trauerverlaufes so wichtig?
Menschen brauchen äußere Zeichen einer inneren Verbundenheit. Ein Ort, der Angehörigen ermöglicht, ihre Verstorbenen zu betrauern und das Leben mit ihnen zu reflektieren, ist eminent wichtig. Es hat sich gezeigt, dass bei anonymen Bestattungen die Angehörigen oft über lange Zeit darunter leiden, wenn sie nicht wissen, wo ihre Angehörigen bestattet wurden. Der Friedhof bietet die Möglichkeit einer Begegnung mit den Verstorbenen und den Lebenden sowie einer Auseinandersetzung mit den Fragen von Leben und Tod.

Wie viel kostet eine Bestattung?
Den genauen Preis für eine Bestattung in Deutschland zu nennen ist unmöglich. Vom Eintritt des Todes bis zur vollzogenen Bestattung kann man in etwa von einem Betrag zwischen 2800 und 5000 Euro ausgehen, wo bei individuellen Gestaltungen selbstverständlich ein höherer Betrag zum Tragen kommt. Da die Bestattung eines Menschen eine komplexe Dienstleistung darstellt, die sich aus handwerklichen, beratenden und kaufmännischen Aspekten zusammensetzt sowie durch weitergereichte Gebühren und Kosten stark differiert, sollte man sich beim Bestatter des Vertrauens ein individuelles Angebot einholen.

Warum braucht man sowohl bei der Feuer- als auch Erdbestattung einen Sarg?
Um den Verwesungsprozess von Verstorbenen im Erdreich zu gewährleisten, bedarf es eines luftumschlossenen Bereichs, der durch den Sarg ermöglicht wird. Auch bei der Kremation ist ein Sarg unabdingbare Voraussetzung, denn das Sargholz sorgt einerseits beim Verbrennungsvorgang für das Erreichen der erforderlichen Hitze, andererseits verbietet sich ein Verzicht auf einen Sarg auch unter dem Aspekt der Würde des Verstorbenen.

Wie finde ich einen guten Bestatter?
Orientieren Sie sich an vertrauenswürdigen Bestattern in Ihrem eigenen regionalen Umfeld, die sich durch eine lange Tradition auszeichnen oder die ihre Kompetenz durch einen seriösen Auftritt dokumentieren können.

Was gehört zu einer würdigen und guten Bestattung?
Elementarer Bestandteil einer würdigen und guten Bestattung ist neben einer qualifizierten und einfühlsamen Beratung insbesondere der Umgang mit dem Verstorbenen. Eine sogenannte "hygienische Versorgung", also das Waschen und Ankleiden eines Verstorbenen gehört ebenso dazu wie das Arrangement der Trauerfeier, die Möglichkeit einer individuellen Abschiednahme sowie die Erledigung vielfältiger formaler und bürokratischer Gänge.

Welche Aufgaben übernimmt ein Bestatter für mich?
Sie können mit Ihrem Bestatter individuell besprechen, welche Dienstleistungen dieser für Sie verrichten soll. Dabei entscheiden Sie, welche Erledigungen Sie selbst durchführen wollen. Es kann für einen würdigen Abschied auch wichtig sein, für den Angehörigen noch einen letzten persönlichen Dienst zu vollziehen.
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