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Familiengeld in Bayern: Wer bekommt es und ab wann? Fragen und Antworten zum neuen Familienzuschuss

Die bayerische Landesregierung führt zum 1. September 2018 das neue Familiengeld ein. Wer profitiert davon und wie kann man es beantragen? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
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Die bayerische Landesregierung führt zum 1. September 2018 das neue Familiengeld ein. Wer profitiert davon und wie kann man es beantragen? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.    Symbolbild: Sebastian Kahnert/dpa
Die bayerische Landesregierung führt zum 1. September 2018 das neue Familiengeld ein. Wer profitiert davon und wie kann man es beantragen? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick. Symbolbild: Sebastian Kahnert/dpa
Kurz vor der Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober macht die CSU Familien ein Geschenk: Ab dem 1. September 2018 dürfen sich Eltern über das neue Familiengeld freuen. Dies hatte die Landesregierung in ihrer Kabinettssitzung am 8. Mai 2018 beschlossen. Doch wer profitiert eigentlich von Söders neuem Familienzuschuss? Und was müssen Eltern beachten? Fragen und Antworten zum Familiengeld im Überblick.


Wer profitiert vom neuen Familiengeld und um wie viel Geld geht es?

Das bayerische Familiengeld steht grundsätzlich allen Eltern von ein- und zweijährigen Kindern zu. Sie sollen mit 250 Euro pro Kind und Monat unterstützt werden. Ab dem dritten Kind gibt es sogar 300 Euro monatlich. Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Familien, Arbeit und Soziales (StMAS) können Familien damit mit einer Förderung von maximal 6.000 beziehungsweise 7.200 Euro rechnen.

Laut der Staatsregierung sind zur Zeit 250.000 Kinder in Bayern Anspruchsberechtigt.


Wann startet das Familiengeld?

Das Familiengeld soll ab dem 1. September 2018 ausgezahlt werden.


Muss man das Familiengeld beantragen?

Laut StMAS ist in den meisten Fällen kein zusätzlicher Antrag nötig: Der bisherige Antrag auf Elterngeld gilt zugleich als Antrag auf Familiengeld. Die Auszahlung wird automatisch umgestellt. Alle Eltern, die bisher Elterngeld beantragt oder bezogen haben, werden noch durch ein Schreiben der zuständigen Regionalstelle gesondert informiert.

Für alle, die bisher keine Elterngeld beantragt haben, soll es einen Online-Antrag auf der jeweils zuständigen Regionalstelle des Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) geben.


Wird das Familiengeld zusätzlich zum Betreuungsgeld und Landeserziehungsgeld ausgezahlt?

Nein, das Familiengeld fasst beide Förderungen zusammen und ersetzt sie. Allerdings sollen Eltern mit dem neuen Familiengeld mehr Geld bekommen - die Staatsregierung legt folgende Zahlen vor:

Familie mit einem Kind:


Betreuungsgeld und Landeserziehungsgeld: 4.200 Euro
Familiengeld (ab 1. September 2018): 6.000 Euro

Familie mit drei oder mehr Kindern:


Betreuungsgeld und Landeserziehungsgeld: 6.900 Euro
Familiengeld (ab 1. September 2018): 7.200 Euro


Macht es für das Familiengeld einen Unterschied, ob mein Kind in die Kinderkrippe geht?


Nein, die Landesregierung möchte Eltern laut eigener Aussage die Wahlfreiheit lassen: Alle Eltern erhalten das Familiengeld, egal wie sie ihr Leben und die Kinderbetreuung gestalten wollen. So soll gewährleistet werden, dass unterschiedliche Lebensentwürfe nicht gegeneinander ausgespielt werden.


Wird das Familiengeld auf Hartz IV angerechnet?

Nein, die Regierung schreibt dazu: "Das Familiengeld soll auf existenzsichernde Sozialleistungen nicht angerechnet werden." Das heißt, das Familiengeld wird nicht vom Hartz IV abgezogen.


Wo erhalte ich genauere Informationen?

Das Zentrum Bayern Familie und Soziales hat ein Info-Telefon eingerichtet, um Fragen rund um das Familiengeld zu beantworten. Sie erreichen das Info-Telefon unter 0931-32 0909 29 von Montag bis Donnerstag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr und freitags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr.
Symbolbild: Sebastian Kahnert/dpa
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