Laden...
Berlin
Elterngeld

Elterngeld-Reform: Was sich jetzt für Eltern ändert

Das Bundeskabinett hat sich auf eine Neuregelung des Elterngelds geeinigt. Von den Plänen profitieren würde vor allem Eltern von Frühchen. Außerdem soll es eine neue Einkommensgrenze geben.
 
ltern von Frühchen sollen künftig einen Monat länger Elterngeld erhalten, wenn das Kind mindestens sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt gekommen ist.
ltern von Frühchen sollen künftig einen Monat länger Elterngeld erhalten, wenn das Kind mindestens sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt gekommen ist. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa/ZB
  • Das Elterngeld soll reformiert werden
  • Die Pläne sehen Änderungen bei Frühchen, Einkommensgrenzen und Teilzeitarbeit vor
  • Die Neuregelungen soll ab 2021 gelten

Das Bundeskabinett hat eine Reform des Elterngelds auf den Weg gebracht. Die Änderungen betreffen Eltern von Frühchen und Mütter und Väter, die während des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten wollen. 

Neuregelung des Elterngeldes: Diese Änderungen sind geplant

Wird das Kind sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin oder früher geboren, sollen Eltern künftig einen zusätzlichen Monat Elterngeld erhalten. Dieser sogenannte Frühchenmonat soll den Betroffenen mehr Zeit geben, "mögliche Entwicklungsverzögerungen ihres Kindes besser auffangen zu können", wie es im ursprünglichen Gesetzentwurf hieß, der bereits im Februar bekannt geworden war.

Geplant ist außerdem, dass Mütter oder Väter, die Elterngeld beziehen, aber schon wieder in Teilzeit zurück im Job sind, in Zukunft 32 Stunden statt wie bisher 30 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, ohne ihren Elterngeldanspruch zu verlieren. So wird beispielsweise eine Vier-Tage-Woche möglich. Zudem soll es Verbesserungen beim sogenannten Partnerschaftsbonus geben, wenn beide Elternteile in Teilzeit arbeiten.

Zudem soll es neue Einkommensgrenzen geben: Mütter und Väter, die gemeinsam über ein Einkommen von mehr als 300.000. Euro verfügen, bekommen den Plänen zufolge künftig kein Elterngeld mehr. Bisher liegt die Grenze bei 500.000 Euro.

Die Neuregelungen sollen im kommenden Jahr in Kraft treten, müssen aber noch durch Bundestag und Bundesrat.

Elterngeld bekommen Mütter und Väter, wenn sie nach der Geburt des Kindes nicht oder vorerst nur wenig arbeiten. Der Staat unterstützt das mit mindestens 300 Euro und maximal 1800 Euro im Monat - abhängig vom Netto-Verdienst vor der Geburt des Kindes. Das Elterngeld wird maximal 14 Monate lang gezahlt, wenn sich beide an der Betreuung beteiligen. Die Zahlungsdauer kann auch weiter gestreckt werden (ElterngeldPlus). Dafür sind die monatlichen Zahlungen dann kleiner.

Mehr Kindergeld, höherer Freibetrag: Das ändert sich für Familien 2021.