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Bauen und Wohnen

Baukindergeld: Warum es vor allem Besserverdienern nutzt

Das Baukindergeld der neuen Bundesregierung soll den Kauf und Bau von Wohnungen unterstützen. Doch finanziell schwächere Familien schauen in die Röhre.
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Von dem geplanten Baukindergeld der großen Koalition werden vor allem besserverdienende Familien profitieren.  Foto: Alexander Heinl/dpa
Von dem geplanten Baukindergeld der großen Koalition werden vor allem besserverdienende Familien profitieren. Foto: Alexander Heinl/dpa
Von dem geplanten Baukindergeld der großen Koalition werden vor allem besserverdienende Familien profitieren. Die Bundesregierung rechnet mit etwa 200.000 anspruchsberechtigten Familien mit 300.000 Kindern, ergab eine Anfrage der Grünen-Fraktion.


Familien müssen Eigenkapital von 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises aufbringen


Da eine Voraussetzung für eine Beantragung ist, dass Familien ein Eigenkapital von 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises aufbringen können, könnten am Ende nur rund die reichsten 30 Prozent der Paare mit Kindern in Deutschland profitieren. In der Gruppe der Mieter oder Alleinerziehenden treffe dies nur auf die obersten zehn Prozent zu.

Die Bundesregierung von Union und SPD will bis 2021 rund zwei Milliarden Euro bereit stellen, um mit dem Baukindergeld den Kauf und Bau von Wohnungen zu finanzieren - 1200 Euro pro Kind und Jahr sollen über zehn Jahre gezahlt werden.

Lisa Paus, Sprecherin der Grünen-Fraktion für Finanzpolitik, kritisierte, das Projekt ändere am eigentlichen Problem nichts, dass für untere Einkommensschichten gerade in Städten der Wohnraum immer teurer werde. Das Baukindergeld werde an der angespannten Lage nichts ändern.


"Statt an den Wurzeln der explodierenden Mieten und Kaufpreise anzusetzen, heizt es den ohnehin schon überhitzten Immobilienmarkt weiter an." Profitieren würden davon vor allem Besserverdienende und die Wohnungswirtschaft, meinte Paus. "Mit Politik für die kleinen Leute hat das nichts zu tun."
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